Zerstörte Wohnungen nach dem Erdbeben in der Türkei

Not­hil­fe

Apo­the­ker ohne Gren­zen leis­tet huma­ni­tä­re Hilfe

Neben der lang­fris­ti­gen und nach­hal­ti­gen Entwicklungs­zusammen­arbeit sind wir auch auf aku­te Kata­stro­phen vor­be­rei­tet. Wir leis­ten welt­weit schnell und fle­xi­bel phar­ma­zeu­ti­sche Not­hil­fe durch die bedarfs­ge­rech­te Ver­sor­gung mit lebens­wich­ti­gen Medi­ka­men­ten und medi­zi­ni­schem Mate­ri­al sowie die Unter­stüt­zung mit unse­rer phar­ma­zeu­ti­schen Fach­kom­pe­tenz. Vor­aus­set­zung für einen Ein­satz ist, dass das betrof­fe­ne Land inter­na­tio­nal um Unter­stüt­zung bittet.

Unse­re Arbeit basiert auf den huma­ni­tä­ren Prin­zi­pi­en der Mensch­lich­keit, Unpar­tei­lich­keit, Unab­hän­gig­keit und Neu­tra­li­tät. Huma­ni­tä­re Hil­fe rich­tet sich aus­schließ­lich nach dem huma­ni­tä­ren Bedarf – unab­hän­gig von der eth­ni­schen, reli­giö­sen, sexu­el­len oder poli­ti­schen Zuge­hö­rig­keit der Betroffenen.

Not­hil­fe-Ein­sät­ze erfol­gen meist kurz­fris­tig und sind dar­auf bedacht, Men­schen­le­ben zu ret­ten und die momen­ta­nen Lebens­be­din­gun­gen der Men­schen nach Natur­ka­ta­stro­phen, wäh­rend Epi­de­mien, huma­ni­tä­ren Not­la­gen oder Krie­gen unmit­tel­bar zu verbessern.

Unse­re Ein­satz­kräf­te sind spe­zi­ell geschul­te ehren­amt­li­che Apotheker:innen und phar­ma­zeu­tisch-tech­ni­sche Assistent:innen (PTA), die im Vor­feld unse­re Ein­satz­kräf­te­schu­lun­gen absol­viert haben.
Im Ide­al­fall gehen die Maß­nah­men der Not­hil­fe flie­ßend in eine lang­fris­ti­ge Entwicklungs­zusammen­arbeit über, deren Schwer­punkt auf Nach­hal­tig­keit und der Stär­kung loka­ler Struk­tu­ren liegt. Häu­fig arbei­ten wir dabei auch mit inter­na­tio­na­len Part­ner­or­ga­ni­sa­tio­nen zusammen.

Aktu­el­le Nothilfeprojekte

Mosam­bik

Seit Ende Dezem­ber 2025 erlebt Mosam­bik eine der schwers­ten Über­schwem­mungs­ka­ta­stro­phen der letz­ten Jahr­zehn­te. Wochen­lan­ge, extre­me Regen­fäl­le haben gan­ze Land­stri­che über­flu­tet. Über 700.000 Men­schen sind betrof­fen, vie­le haben ihr Zuhau­se ver­lo­ren. Zahl­rei­che Gesund­heits­zen­tren sind beschä­digt oder nicht erreich­bar, sau­be­res Was­ser ist knapp – das Risi­ko für Cho­le­ra und ande­re Infek­ti­ons­krank­hei­ten steigt dramatisch.

Nah­ost-Kon­flikt

Seit Beginn der israe­li­schen Offen­si­ve im Gaza-Strei­fen befin­den sich vie­le Men­schen auf der Flucht. Der Bedarf an Medi­ka­men­ten, sowohl zur Behand­lung von Ver­let­zun­gen als auch für aku­te und chro­ni­sche Krank­hei­ten ist enorm. Apo­the­ker ohne Gren­zen arbei­tet dar­an, den Men­schen vor Ort einen Zugang zu Gesund­heit zu ermöglichen.

Nothilfe

Krieg in der Ukraine

Am 24.02.2022 begann Russ­land sei­nen Angriffs­krieg auf die Ukrai­ne. Bereits nach weni­gen Tagen begann die Ukrai­ne­hil­fe von Apo­the­ker ohne Gren­zen und dau­ert seit­dem an. Bis­her heu­te konn­ten wir über 222 Hilfs­lie­fe­run­gen in die Ukrai­ne umsetzen.

Inzwi­schen war und ist Apo­the­ker ohne Gren­zen in über 20 Län­dern aktiv und konn­te in zahl­rei­chen Not­hil­fe-Ein­sät­zen Men­schen mit lebens­wich­ti­gen Medi­ka­men­ten versorgen.

Unse­re Not­hil­fe-Ein­sät­ze im Überblick

Mosam­bik

Unter­stüt­zung nach Überschwemmungen

Seit Ende Dezem­ber 2025 erleb­te Mosam­bik eine der schwers­ten Flut­ka­ta­stro­phen der ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­te. Wochen­lan­ge extre­me Regen­fäl­le haben gan­ze Regio­nen über­flu­tet, mehr als 700.000 Men­schen sind betrof­fen. Häu­ser wur­den zer­stört, Gesund­heits­zen­tren beschä­digt, sau­be­res Trink­was­ser ist vie­ler­orts knapp.

Mit dem stei­gen­den Risi­ko für Cho­le­ra und ande­re durch Was­ser über­tra­ge­ne Krank­hei­ten haben der Arbei­ter-Sama­ri­ter-Bund Deutsch­land (ASB) und Apo­the­ker ohne Gren­zen einen gemein­sa­men Not­hil­fe-Ein­satz in der Pro­vinz Tete gestartet.

Febru­ar 2026

Nah­ost-Kon­flikt

Gaza-Strei­fen

Im Gaza-Strei­fen befin­den sich vie­le Men­schen auf der Flucht und suchen im süd­li­chen Teil der Regi­on Zuflucht. Der Bedarf an Medi­ka­men­ten, sowohl zur Behand­lung von Ver­let­zun­gen als auch für aku­te und chro­ni­sche Krank­hei­ten ist enorm. Apo­the­ker ohne Gren­zen setz­te 2024 zwei gro­ße Medi­ka­men­ten­lie­fe­run­gen um, um die Men­schen vor Ort zu unterstützen.

seit Novem­ber 2023

Tür­kei und Syrien

Erd­be­ben Tür­kei / Syrien 

Apo­the­ker ohne Gren­zen reagiert mit der Part­ner­or­ga­ni­sa­ti­on NAVIS e. V. auf das Erd­be­ben in der Tür­kei und Syri­en. Es wur­de ein Spen­den­auf­ruf gestar­tet und direkt drei Ein­satz­kräf­te in die Tür­kei geschickt. In der Fol­ge betei­ligt sich Apo­the­ker ohne Gren­zen von Deutsch­land aus an Hilfs­ak­tio­nen mit Part­ner­or­ga­ni­sa­tio­nen vor Ort und koor­di­niert Lie­fe­run­gen von medi­zi­ni­schem Mate­ri­al nach Syri­en. Die Projektkoordinator:innen arbei­ten eng mit loka­len Part­nern und AoG Öster­reich zusam­men, um Bedürf­nis­se zu ermit­teln und Gesund­heits­struk­tu­ren nach­hal­tig zu verbessern.

Febru­ar 2023

seit Febru­ar 2022

Juli 2021

Hai­ti

Not­hil­fe nach Erdbeben

Nach dem ver­hee­ren­den Erd­be­ben in Hai­ti im August 2021 unter­stützt Apo­the­ker ohne Gren­zen die betrof­fe­nen Men­schen in Aquin. Apo­the­ker ohne Gren­zen arbei­tet mit dem Inter­na­tio­nal Medi­cal Corps (IMC) zusam­men, behan­delt täg­lich rund 80 Patient:innen in einer Feld­apo­the­ke und lie­fert drin­gend benö­tig­te Medi­ka­men­te. Auf­grund der ver­schlech­ter­ten Sicher­heits­la­ge müs­sen die Ein­satz­kräf­te vor­zei­tig zurück­ge­ru­fen wer­den und die Arbeit wur­de an den IMC übergeben.

August 2021 – Novem­ber 2021

Deutsch­land

Hygie­ne­tü­ten für woh­nungs­lo­se Men­schen in der Corona-Pandemie

Apo­the­ker ohne Gren­zen ver­teilt im Früh­jahr 2021 über 10.000 Hygie­ne­tü­ten an woh­nungs­lo­se Men­schen in ganz Deutsch­land. Die Tüten ent­hal­ten Mas­ken, Des­in­fek­ti­ons­mit­tel und ande­re Hygie­ne­pro­duk­te. Die Akti­on wird durch Spen­den ermög­licht und hilft Men­schen wäh­rend der Corona-Pandemie.

März – Juni 2021

Mosam­bik

Not­hil­fe­ein­satz nach dem Zyklon Idai

Nach dem Zyklon Idai in Mosam­bik füh­ren hef­ti­ge Win­de und mas­si­ve Regen­fäl­le zu kata­stro­pha­len Über­schwem­mun­gen. Apo­the­ker ohne Gren­zen reagiert schnell. Ein Fact-Fin­ding-Team bewer­tet die Situa­ti­on, wäh­rend die Part­ner­or­ga­ni­sa­ti­on NAVIS e. V. Kon­takt zu Esmaba­ma her­stellt, einer ört­li­chen Hilfs­or­ga­ni­sa­ti­on. Apo­the­ker ohne Gren­zen rich­tet eine mobi­le Kli­nik in Estaquin­ha ein, die über 2.000 Patient:innen behan­delt, medi­zi­ni­sche Ein­rich­tun­gen unter­stützt und sau­be­res Trink­was­ser bereitstellt.

März 2019 – Mai 2019

Baha­mas

Not­hil­fe nach Hur­ri­kan Dorian

Nach Hur­ri­kan Dori­an auf den Baha­mas unter­stützt Apo­the­ker ohne Gren­zen mit Medi­ka­men­ten­lie­fe­run­gen. Die Ein­satz­kräf­te sichern die Arz­nei­mit­tel­qua­li­tät, orga­ni­sie­ren die Lage­rung und hel­fen in vom Hur­ri­kan betrof­fe­nen Gebie­ten. AoG ermög­licht die Rück­kehr zur voll­stän­di­gen Ver­sor­gung in Krankenhäusern.

Sep­tem­ber 2019 – Dezem­ber 2019

Demo­kra­ti­sche Repu­blik Kongo

Not­hil­fe Ebo­la: Unter­stüt­zung für das Gesund­heits­zen­trum Nyankunde

2018 bricht in der Regi­on Nord-Ost-Kon­go erneut Ebo­la aus, mit 585 gemel­de­ten Fäl­len und 356 Todes­op­fern bis Ende des Jah­res. Apo­the­ker ohne Gren­zen unter­stützt das Nyan­kun­de-Gesund­heits­zen­trum mit 2.000 Euro für Schutz­aus­rüs­tung, Schu­lun­gen und Auf­klä­rungs­ma­te­ri­al zur Ein­däm­mung des Virus.

August 2018

Indo­ne­si­en

Erd­be­ben – Fact Finding-Einsatz

Nach dem Erd­be­ben in Sula­we­si / Indo­ne­si­en, im Herbst 2018 mit über 4.000 Opfern unter­stützt Apo­the­ker ohne Gren­zen die Not­hil­fe. Ein Team erkun­det die Lage vor Ort, ein offi­zi­el­ler Not­hil­fe­ein­satz wur­de auf­grund loka­ler Bedürf­nis­se und Rück­nah­men von Hil­fe­an­fra­gen aller­dings letzt­lich nicht durchgeführt.

Sep­tem­ber 2018

Domi­ni­ca

Hur­ri­kans Irma, Maria und José im Inselstaat

Apo­the­ker ohne Gren­zen unter­stützt nach den Wir­bel­stür­men in Domi­ni­ca. Drei Teams hel­fen bei der Wie­der­her­stel­lung der Arz­nei­mit­tel­ver­sor­gung und unter­stüt­zen loka­le Gesund­heits­pos­ten. Beson­de­re Her­aus­for­de­run­gen gibt es bei der Ent­sor­gung unbrauch­ba­rer Arz­nei­mit­tel­spen­den. Apo­the­ker ohne Gren­zen plant, Leit­li­ni­en für sach­ge­rech­te Spen­den zu ent­wi­ckeln und koope­riert mit ört­li­chen Part­nern, um die Situa­ti­on zu ver­bes­sern. Fast alle 72.000 Bewoh­ner Domi­ni­cas sind auf Hil­fe ange­wie­sen, da die Insel schwer zer­stört wurde.

Okto­ber 2017

Hai­ti

Not­hil­fe nach dem Hur­ri­kan Matthew

Hur­ri­kan Matthew ver­ur­sacht am 4. Okto­ber 2016 mas­si­ve Schä­den in Hai­ti. Apo­the­ker ohne Gren­zen reagiert mit einem Not­hil­fe­ein­satz in Zusam­men­ar­beit mit dem Inter­na­tio­nal Medi­cal Corps (IMC). Apo­the­ker ohne Gren­zen lei­tet die IMC-Zen­tral­apo­the­ke und ver­sorgt abge­le­ge­ne Gebie­te mit Medi­ka­men­ten. Der Ein­satz dau­ert bis Dezem­ber 2016, danach wer­den die Akti­vi­tä­ten an loka­le Part­ner­or­ga­ni­sa­tio­nen übergeben.

Okto­ber 2016 – Dezem­ber 2016

Deutsch­land

Not­hil­fe­ein­satz: Hil­fe für geflüch­te­te Menschen

Ehren­amt­li­che Ein­satz­kräf­te von Apo­the­ker ohne Gren­zen arbei­ten in den Not­un­ter­künf­ten für nicht-regis­trier­te Geflüch­te­te in Ber­lin, Ros­tock, Ham­burg und Koblenz mit. Sie küm­mern sich um die kos­ten­güns­tigs­te Arz­nei­mit­tel­be­schaf­fung, ‑bera­tung und ‑logis­tik, das Erstel­len von Basis­arz­nei­mit­tel-Lis­ten und die Infor­ma­ti­on zu kor­rek­ten Arz­nei­mit­tel­spen­den unter Ein­hal­tung der gel­ten­den Gesetze.

Sep­tem­ber 2015

Nepal

Not­hil­fe­ein­satz nach dem Erdbeben

Das Erd­be­ben hin­ter­lässt 8.891 Tote, 22.303 Ver­letz­te und 893.509 obdach­lo­se Men­schen. 26 Kran­ken­häu­ser und über 900 Gesund­heits­ein­rich­tun­gen wer­den zer­stört oder beschä­digt. Apo­the­ker ohne Gren­zen errich­tet gemein­sam mit der Orga­ni­sa­ti­on NAVIS e. V. eine Not­fall-Kli­nik und Apo­the­ke in Bhak­ta­pur, öst­lich von Kathmandu.

25. April 2015

Deutsch­land

Not­hil­fe­ein­satz: Hil­fe für geflüch­te­te Menschen

Bis zum 31. Dezem­ber 2015 regis­trie­ren die Behör­den, laut dem Bun­des­in­nen­mi­nis­te­ri­um in Ber­lin, 1.091.894 schutz­su­chen­de Men­schen. Apo­the­ker ohne Gren­zen finan­ziert Arz­nei­mit­tel im Wert von ca. 60.000 €.

bis März 2015

West­afri­ka

Not­fall­hil­fe: Ebo­la-Epi­de­mie (Dezem­ber 2013)

Ende Dezem­ber beginnt die dra­ma­ti­sche Ver­brei­tung von Ebo­la in West­afri­ka. Die WHO zählt ins­ge­samt 28.616 Erkrank­te und 11.310 Tote in Sier­ra Leo­ne, Libe­ria und Gui­nea. Apo­the­ker ohne Gren­zen unter­stützt gemein­sam mit dem Medi­ka­men­ten­hilfs­werk action mede­or die Ger­lib Kli­nik in Mon­ro­via, Libe­ria mit Medi­ka­men­ten und Hilfs­mit­teln. In der Kli­nik wird ein neu­er Trakt spe­zi­ell für Ebo­la-Erkrank­te eröffnet.

2014

Bal­kan

Not­hil­fe­ein­satz: Sturm­tief Yvette (11. – 19. Mai 2014)

Das Hoch­was­ser in zahl­rei­chen Dör­fern und Städ­ten in Bos­ni­en-Her­ze­go­wi­na und Ser­bi­en for­dert 59 Tote; zehn­tau­sen­de Men­schen ver­lie­ren ihr Zuhau­se. Apo­the­ker ohne Gren­zen unter­stützt in Zusam­men­ar­beit mit Help Deutsch­land e.V. und ein­hei­mi­schen Apo­the­ken Kran­ken­häu­ser mit geschul­ten Ein­satz­kräf­ten und Arz­nei- und Hilfs­mit­teln, um die ent­stan­de­nen Eng­päs­se zu über­brü­cken. Plä­ne zur Grün­dung der ser­bi­schen Apo­the­ker ohne Gren­zen wer­den ausgearbeitet.

Mai 2014

Syri­en

Not­fall­hil­fe: Hil­fe für geflüch­te­te Menschen

Apo­the­ker ohne Gren­zen bringt gemein­sam mit dem Deutsch-Syri­schen-Ver­ein in Darm­stadt eine Arz­nei­mit­tel­lie­fe­rung für Kran­ken­häu­ser in Alep­po auf den Weg.

2013

Phil­ip­pi­nen

Not­hil­fe­ein­satz: Tai­fun Hai­yan (7. Novem­ber 2013)

Zusam­men mit der baye­ri­schen Hilfs­or­ga­ni­sa­ti­on Navis e. V. rich­tet Apo­the­ker ohne Gren­zen eine Not­hil­fe­am­bu­lanz und eine mobi­le Kli­nik ein, ent­sen­det eine Trink­was­ser­auf­be­rei­tungs­an­la­ge und leis­tet Wie­der­auf­bau von Gebäu­den und der Infra­struk­tur auf der beson­ders betrof­fe­nen Insel Leyte.

10. Novem­ber 2013 – 12. Janu­ar 2014

Argen­ti­ni­en

Not­hil­fe­ein­satz: Vul­kan­aus­bruch in den süd­chi­le­ni­schen Anden (4. Juni 2011)

Der Vul­kan Puy­e­hue bedeckt Groß­tei­le der pata­go­ni­schen Step­pe in Argen­ti­ni­en zen­ti­me­ter­dick mit Staub. Der Asche­aus­stoß hält bis April 2012. Impro­vi­sa­ti­on dut­zen­der Behand­lungs­zim­mer und einer Apo­the­ke in der Grund­schu­le von Com­al­lo, in der Pro­vinz Rio Negro; Siche­rung der Basis­ge­sund­heits­ver­sor­gung mit Atem­mas­ken, Schutz­bril­len und Arzneimitteln.

Ende Okto­ber 2011

Hai­ti

Not­fall­hil­fe: Cho­le­ra-Epi­de­mie (Herbst 2010 – 2011)

Seit dem Erd­be­ben im Janu­ar 2010 leben Hun­dert­tau­sen­de Hai­tia­ner in pro­vi­so­ri­schen Unter­künf­ten, in denen unzu­rei­chen­de hygie­ni­sche Bedin­gun­gen herr­schen: Cho­le­ra ver­brei­tet sich rasend schnell im gan­zen Kari­bik­staat. Der Gesund­heits­pos­ten „Marie Jean“ in Léo­gâ­ne wird bereits bei Beginn der Epi­de­mie durch ver­stärk­te Hilfs­lie­fe­rung von Infu­si­ons­lö­sun­gen, ora­len Rehy­drat­a­ti­ons­lö­sun­gen und Was­ser­ent­kei­mungs­ta­blet­ten gut aus­ge­rüs­tet. Siche­rung der Trink­was­ser­ver­sor­gung im Gesund­heits­zen­trum mit einem neu­en Tank und Leitungen.

Herbst 2010 – 2011

Hai­ti

Not­hil­fe­ein­satz: Erd­be­ben (12. Janu­ar 2010) 

Schät­zun­gen zufol­ge, ver­lie­ren bis zu 1,85 Mil­lio­nen Men­schen ihr Zuhau­se und 316.000 ihr Leben. 310.000 wei­te­re Per­so­nen wer­den ver­letzt. Apo­the­ker ohne Gren­zen ent­sen­det ins­ge­samt 20 Ein­satz­kräf­te, unter­stützt gemein­sam mit hume­di­ca und Land­sAid mobi­le Kli­ni­ken und instal­liert ein zen­tra­les Arz­nei­mit­tel­la­ger, aus dem die Hil­fe­teams von Ärz­te ohne Gren­zen, der Johan­ni­ter, der Mal­te­ser oder des Roten Kreu­zes mit Medi­ka­men­ten ver­sorgt werden.

Janu­ar 2010

Kenia

Not­fall­hil­fe: Bür­ger­krieg (30. Dezem­ber 2007)

Nach gewalt­tä­ti­gen Unru­hen in Kenia infol­ge umstrit­te­ner Wah­len 2007 unter­stützt Apo­the­ker ohne Gren­zen die Bevöl­ke­rung in Lagern für geflüch­te­te Men­schen, in denen medi­zi­ni­sches Per­so­nal fehlt. Über drei Mona­te hin­weg reist Apo­the­ker ohne Gren­zen mit einer mobi­len Kli­nik und arbei­tet eng mit Land­sAid sowie der kenia­ni­schen Orga­ni­sa­ti­on IDCCS zusam­men, um die medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung an ver­schie­de­nen Orten sicherzustellen.

2008 (3 Monate)

Myan­mar

Not­fall­ein­satz: Zyklon Nar­gis (27. April – 3. Mai 2008)

Zyklon Nar­gis hin­ter­lässt geschätzt 140.000 Tote und 2 Mil­lio­nen obdach­lo­se Men­schen im Irra­wa­dy-Del­ta in Myan­mar. Ein­satz zusam­men mit der Part­ner­or­ga­ni­sa­tio­nen Land­sAid und Arche Nova e. V., Ver­sor­gung mit Arz­nei­mit­teln, Schu­lung der loka­len Mit­ar­bei­ter der Ama­ra Health Care Foun­da­ti­on im Umgang mit den Stan­dards der Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on zur Ver­bes­se­rung der Ver­sor­gungs­qua­li­tät und Kos­ten­sen­kung und Behand­lung von 500 Men­schen inner­halb von 3 Tagen.

Mai 2008

Hai­ti

Not­hil­fe­ein­satz: Hur­ri­kan Gus­tav, Han­na und Ike (25. August – 14. Sep­tem­ber 2008)

Die Wir­bel­stür­me Gus­tav, Han­na und Ike ver­wüs­ten das Land. Mehr als 550 Tote und über 1 Mil­lio­nen obdach­lo­se Men­schen wer­den gezählt. Ein­satz einer mobi­len Kli­nik in der Regi­on St. Marc gemein­sam mit hume­di­ca e. V., Medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung von 1.000 Pati­en­ten pro Woche in der umlie­gen­den Küstenregion.

Okto­ber / Novem­ber 2008

Ban­gla­desch

Not­hil­fe­ein­satz: Zyklon Sidr (11. – 16. Novem­ber 2007)

Nach dem Zyklon Sidr im Golf von Ben­ga­len unter­stützt Apo­the­ker ohne Gren­zen u.a. zusam­men mit hume­di­ca e. V. in Ban­gla­desch die Bevöl­ke­rung. In der Gesund­heits­sta­ti­on von Tat­ul­b­aria im Distrikt Bargu­na, einem der am stärks­ten betrof­fe­nen Gebie­te, ver­sor­gen sie über 15 Tage ins­ge­samt 1.563 Pati­en­ten. Vom Zyklon sind 6,5 Mil­lio­nen Men­schen betrof­fen, über 3.500 Men­schen ster­ben und 300.000 sind obdachlos. 

Novem­ber / Dezem­ber 2007

Indo­ne­si­en

Not­hil­fe­ein­satz: Erd­be­ben (27. Mai 2006)

Erd­be­ben vor der Küs­te der Insel Java: 6.740 Todes­op­fer, 45.000 Ver­letz­te und 1,8 Mio. Obdach­lo­se. Apo­the­ker ohne Gren­zen leis­tet acht Wochen lang in Koope­ra­ti­on mit hume­di­ca e. V. aku­te Not­hil­fe; Grün­dung eines „Apo­the­ker-Not­fall-Netz­wer­kes“. Im Juni 2006 Über­ga­be an ein­hei­mi­sche Kräf­te und Been­di­gung des Projekts.

01. Mai 2006 – Juni 2006

Paki­stan

Not­hil­fe­ein­satz: Erd­be­ben (8. Okto­ber 2005)

Nach dem Erd­be­ben im Nord­wes­ten Paki­stans mit 88.000 Toten und 50.000 Ver­letz­ten leis­tet Apo­the­ker ohne Gren­zen zusam­men mit hume­di­ca e. V. Hil­fe. In Man­seh­ra rich­ten sie mit der loka­len Part­ner­or­ga­ni­sa­ti­on "PAK Reli­ef & Deve­lo­p­ment Agen­cy" eine Ambu­lanz und mobi­le Kli­ni­ken ein. Zudem unter­stützt Apo­the­ker ohne Gren­zen ande­re Kli­ni­ken bei der Beschaf­fung von Arz­nei­mit­teln und berät in Fra­gen der Arz­nei­mit­tel­lo­gis­tik und Lagerverwaltung.

11. Okto­ber 2005 – August 2006

Sri Lan­ka

Not­hil­fe­ein­satz: Tsu­na­mi (26. Dezem­ber 2004)

Nach dem ver­hee­ren­den Tsu­na­mi in Sri Lan­ka im Dezem­ber 2004 unter­stüt­zen 16 deut­sche Apotheker:innen gemein­sam mit Ärzt:innen von hume­di­ca e. V. die medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung von rund 15.000 Men­schen in 28 Lagern für geflüch­te­te Men­schen in Point Pedro und Kal­mu­nai. Täg­lich wer­den zwi­schen 400 und 500 Patient:innen behan­delt. Ins­ge­samt gibt es sechs Hilfs­teams, die bis Ende März 2005 im drei­wö­chi­gen Rhyth­mus vor Ort aktiv sind.

28. Dezem­ber 2004 (– März 2005)

Indi­en

Not­hil­fe­ein­satz: Erd­be­ben (26. Janu­ar 2001)

Nach dem Erd­be­ben in Guja­rat, Nord­wes­ten Indi­ens, mit bis zu 35.000 Toten, 62.000 Ver­letz­ten und 600.000 obdach­lo­sen Men­schen, arbei­tet Apo­the­ker ohne Gren­zen gemein­sam mit Ärz­ten von hume­di­ca e.V. AoG stellt vier Health Kits zur Ver­fü­gung und koor­di­niert die sach­ge­rech­te Ver­tei­lung von Arz­nei­mit­teln. In enger Zusam­men­ar­beit mit den indi­schen Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen Ope­ra­ti­on Mobi­li­sa­ti­on India und Naza­re­ne Com­pas­sio­na­te Minis­tries unter­stützt AoG die Betroffenen.

13. Febru­ar 2001

Mehr Trans­pa­renz bei Spenden

Als Unter­zeich­nen­de der Initia­ti­ve Trans­pa­ren­te Zivil­ge­sell­schaft (ITZ) haben wir uns dazu ver­pflich­tet, 10 Punk­te zu ver­öf­fent­li­chen, die es Ihnen ermög­li­chen, unse­re Glaub­wür­dig­keit und unse­re Mis­si­on zu über­prü­fen. Lesen Sie hier mehr dazu.

Kei­ne Arz­nei­mit­tel spenden

Uns errei­chen vie­le Anfra­gen, ob man auch alte Arz­nei­mit­tel spen­den oder Samm­lun­gen orga­ni­sie­ren soll. Grund­sätz­lich ist das nicht sinn­voll. Lesen Sie hier mehr dazu.

Spen­den

Unter­stüt­zen Sie unse­re Hilfe!

Jede Spen­de zählt und kommt an! Unter­stüt­zen Sie die Arbeit von Apo­the­ker ohne Gren­zen und ermög­li­chen Sie Men­schen ein Leben in Gesund­heit. Mit einem regel­mä­ßi­gen monat­li­chen Bei­trag kön­nen wir gemein­sam lang­fris­tig hel­fen und nach­hal­ti­ge Gesund­heits­struk­tu­ren schaf­fen und sichern.

Wie Ihre Spen­de hilft:

Dank Ihrer 5 € Spen­de kön­nen wir 4 Fami­li­en in Nepal mit Hygie­ne­ar­ti­keln versorgen.

Mit nur 10 ermög­li­chen Sie die Behand­lung von sechs an Lun­gen­ent­zün­dung erkrank­ten Kin­dern in Nepal.

Mit nur 20 € ermög­li­chen Sie die Behand­lung von zehn an Mala­ria erkrank­ten Kin­dern in Tansania.

Mit 50 ermög­li­chen Sie die Behand­lung eines herz­kran­ken woh­nungs­lo­sen Men­schen in Deutsch­land für ein Jahr.

Schon mit 100 € ermög­li­chen Sie die Asth­ma­the­ra­pie von 3 Schul­kin­dern in den Armen­vier­teln von Bue­nos Aires in Argen­ti­ni­en für ein Jahr.

Mit 150 € ermög­li­chen Sie einem jun­gen Men­schen mit einer Immun­krank­heit in Argen­ti­ni­en einen Monat lebens­ret­ten­de Medikamente.

Dank Ihrer 200 € Spen­de kön­nen wir eine 5‑tägige Schmerz­be­hand­lung in der Kli­nik für ca. 14 Patient:innen in der Ukrai­ne finanzieren.

Mit Ihrer Spen­de von 250 € kön­nen wir für 800 Men­schen die medi­zi­ni­sche Not­fall­ver­sor­gung nach Kata­stro­phen sicherstellen.

Mit 300 € ermög­li­chen Sie 5 Stipendiat:innen die Aus­bil­dung an der PTA-Schu­le in Burun­di.

Mit 400 € kön­nen 250 Kin­der in Argen­ti­ni­en fluo­rid­hal­ti­ge Zahn­pas­ta erhalten.

Mit 500 € kön­nen die Uni-Stu­di­en­ge­büh­ren einer Pharmazie-Student:in für ein Jahr in Burun­di gedeckt werden.

Mädchen blickt durch Mauerloch in Haiti  bei Nothilfeeinsatz von Apotheker ohne Grenzen
Mädchen mit Mutter im Hintergrund bei Einsatz von Apotheker ohne Grenzen
Kinder beim Spielen in Tansania
Apotheker ohne Grenzen Mitglied verteilt Medikamente an Wohnungslose in Deutschland