NAH­OST-KON­FLIKT

14.02.2024

Update:
AoG-Medi­ka­men­ten­lie­fe­rung auf dem weg nach ägypten. 

Die Medi­ka­men­ten­lie­fe­rung von AoG für die Not­hil­fe im Gaza-Strei­fen befin­det sich zum jet­zi­gen Zeit­punkt wei­ter­hin im Lager für huma­ni­tä­re Hil­fe in Amman, Jor­da­ni­en. Durch die logis­ti­schen Eng­päs­se, sowohl am Flug­ha­fen in El-Arisch als auch am Grenz­über­gang Rafah, ver­zö­gern sich die fina­len Schrit­te der Lie­fe­rung. Hin­zu kommt, dass ent­spre­chend aku­ter Bedar­fe zwi­schen den Hilfs­lie­fe­run­gen prio­ri­siert wer­den müssen. 

Auf­grund der umfang­rei­chen Nah­rungs­mit­tel­un­si­cher­heit wer­den aktu­ell ins­be­son­de­re Lebens­mit­tel­lie­fe­run­gen prio­ri­siert. Es ist gut, dass die Medi­ka­men­te bereits in Amman abruf­be­reit und trans­port­fer­tig ste­hen. So kann direkt auf eine ver­än­der­te Prio­ri­sie­rung reagiert wer­den! Rein von der Trans­port­stre­cke, ist der Luft­weg nach Ägyp­ten und die LKW-Rou­te bis Gaza eine Fra­ge von Stunden. 

Heu­te haben wir von unse­rem Pro­jekt­part­ner Ane­ra die Info bekom­men, dass die AoG-Medi­ka­men­ten­lie­fe­rung die­se bzw. nächs­te Woche nach Ägyp­ten trans­por­tiert wird. Wir hal­ten Sie dies­be­züg­lich selbst­ver­ständ­lich wei­ter­hin auf dem Laufenden!

22.01.2024

Update:
AOG Pro­jekt­ko­or­di­na­to­ren vor ort in amman, jordanien.

Nach erfolg­rei­chem Abschluss des Prü­fungs­pro­zes­ses der Ein­fuhr­do­ku­men­te, hat unser zustän­di­ger Medi­ka­men­ten­lie­fe­rant Imres in den Nie­der­lan­den die Geneh­mi­gung erhal­ten, die ange­for­der­ten Medi­ka­men­te nun aus­lie­fern zu kön­nen. Imres hat die Medi­ka­men­te des IEHK- und NCD-Kits nach Amman in Jor­da­ni­en gesen­det. Seit fast einer Woche sind unse­re bei­den Pro­jekt­ko­or­di­na­to­ren Basel Kar­noub und Max Hasel­bach eben­falls in Amman. Sie stim­men dort das wei­te­re Vor­ge­hen ab und unter­stüt­zen unse­ren loka­len Part­ner, Ane­ra, der die Lie­fe­rung in Emp­fang nimmt.

Janu­ar 2024

Update:
AOG lie­fert lebens­wich­ti­ge Medi­ka­men­te in den GAZA-Streifen

Vor Ort im Gaza-Strei­fen ist die Lage wei­ter­hin dra­ma­tisch und die Men­schen sind drin­gend auf Hilfs­lie­fe­run­gen ange­wie­sen.
Über die Weih­nachts­fei­er­ta­ge und Neu­jahr war unser Team in stän­di­ger Abspra­che mit unse­rem Part­ner Ane­ra damit beschäf­tigt, die Unter­la­gen und Lie­fer­pa­pie­re für die Ein­fuhr und den Tran­sit der Arz­nei­mit­tel abzu­stim­men und alle Anfor­de­run­gen zu erfül­len.
Dies ist zwar zeit­in­ten­siv, aber eine Not­wen­dig­keit. Wir möch­ten ver­mei­den, dass sich die Lie­fe­rung wäh­rend des Trans­ports ver­zö­gert.
Wir arbei­ten gemein­sam mit unse­rem Part­ner Ane­ra dar­an, die not­wen­di­gen Medi­ka­men­te so schnell wie mög­lich, aber auch so sorg­fäl­tig wie erfor­der­lich, über alle Lan­des­gren­zen zu brin­gen.
Wir infor­mie­ren Sie wei­ter­hin regel­mä­ßig über den Ver­lauf unse­rer Medi­ka­men­ten­lie­fe­rung in den Gaza-Streifen.

Dezem­ber 2023

AOG lie­fert lebens­wich­ti­ge Medi­ka­men­te in den GAZA-Streifen

AoG hat seit Okto­ber 2023 mit unter­schied­li­chen NGOs vor Ort Kon­takt auf­ge­nom­men, um den best­mög­li­chen Weg einer AoG-Unter­stüt­zung zu eva­lu­ie­ren. Schnell stell­te sich her­aus, dass der Bedarf an Medi­ka­men­ten sehr hoch ist.

Da AoG bis­lang nicht in Isra­el und Paläs­ti­na aktiv war, konn­te nicht auf eine bestehen­de Part­ner­schaft zurück­ge­grif­fen wer­den. In die­ser Situa­ti­on, in der AoG nicht mit ehren­amt­li­chen Ein­satz­kräf­ten vor Ort arbei­ten wird, ist es umso wich­ti­ger, einen star­ken Part­ner an der Sei­te zu haben, der sich vor Ort aus­kennt, lokal ver­netzt ist und der zudem die nöti­gen Geneh­mi­gun­gen für Trans­por­te nach Gaza hat. Ein sol­cher Part­ner wur­de nun mit Ane­ra (Ame­ri­can Near East Refu­gee Aid) gefun­den und AoG wird in den kom­men­den Wochen, vor­aus­sicht­lich nach Weih­nach­ten, eine ers­te Hilfs­lie­fe­rung im Wert von ca. 20.000 Euro nach Gaza schi­cken. Die Medi­ka­men­te kom­men den noch funk­tio­nie­ren­den medi­zi­ni­schen Ein­rich­tun­gen zugu­te. Es han­delt sich hier­bei um das soge­nann­te Inter-Agen­cy Emer­gen­cy Health Kit (IEHK) mit essen­zi­el­le Medi­ka­men­ten der Basis-Gesund­heits­ver­sor­gung. Hin­zu kom­men wei­te­re Medi­ka­men­te aus dem Non-Com­mu­ni­ca­ble Dise­a­ses Kit (NCDK). Vie­le Orga­ni­sa­tio­nen haben aktu­ell den Fokus aus­schließ­lich auf Trau­ma- und Not­fall-Medi­ka­men­te, daher hat AoG mit dem Part­ner Ane­ra bespro­chen, den hohen Bedarf an Medi­ka­men­ten für chro­ni­sche Krank­hei­ten in die­ser aku­ten Not­la­ge abzu­de­cken und damit eine Lücke in der Ver­sor­gung zu schließen.

AoG nimmt ab jetzt dafür zweck­ge­bun­de­ne Spen­den unter dem Stich­wort „Nah­ost“ ent­ge­gen und hofft auf Unter­stüt­zung, um wei­te­re Medi­ka­men­ten­lie­fe­run­gen finan­zie­ren zu können.

26. Okto­ber 2023

BEOB­ACH­TUNG DER LAGE

Unse­re Hilfs­op­tio­nen sind zum jet­zi­gen Zeit­punkt ein­ge­schränkt: Da AoG bis­lang nicht in Isra­el und Paläs­ti­na aktiv war, kön­nen wir für eine unmit­tel­ba­re Unter­stüt­zung vor Ort nicht auf bestehen­de Part­ner­schaf­ten zurück­grei­fen. Wie bis­her ent­sen­det AoG auch wei­ter­hin kei­ne ehren­amt­li­chen Ein­satz­kräf­te in Kriegs­ge­bie­te, da deren Sicher­heit für uns obers­tes Gebot ist.

Den­noch beob­ach­ten wir die Lage sehr genau, um bei einer Ver­än­de­rung schnell mit unse­rer phar­ma­zeu­ti­schen Kom­pe­tenz hel­fen und die Not lin­dern zu kön­nen. Dies kann auch jen­seits der Lan­des­gren­zen der Fall sein und auch die Orga­ni­sa­ti­on und den Ein­kauf von Arz­nei- und Hilfs­mit­teln umfassen.

Was wir bis dahin aktiv tun, ist der bereits bestehen­de Aus­tausch zu unse­rem Pro­jekt­part­ner im Liba­non zu inten­si­vie­ren: Wir unter­stüt­zen seit 2023 ein Kran­ken­haus im Bekaa-Tal, nahe der syri­schen Gren­ze. Hier wer­den sowohl Geflüch­te­te, als auch die liba­ne­si­sche Bevöl­ke­rung medi­zi­nisch und phar­ma­zeu­tisch versorgt.

Wir hof­fen, für alle Men­schen in der Regi­on, dass eine wei­te­re Ver­schär­fung der huma­ni­tä­ren Lage und eine wei­te­re Eska­la­ti­on der Kriegs­ge­scheh­nis­se ver­hin­dert wer­den kann.

Als huma­ni­tär arbei­ten­de Orga­ni­sa­ti­on möch­ten wir vor dem Hin­ter­grund der aktu­el­len Gescheh­nis­se dar­auf hin­wei­sen, dass huma­ni­tä­re Hil­fe nicht ver­han­del­bar ist: Sie muss sich allein nach dem Bedarf rich­ten, nicht nach poli­ti­schen oder mili­tä­ri­schen Inter­es­sen und huma­ni­tä­re Helfer:innen dür­fen nicht zum Ziel von Angrif­fen wer­den. Wir schlie­ßen uns damit unse­rem Ver­band Ent­wick­lungs­po­li­tik und Huma­ni­tä­re Hil­fe (VEN­RO) an, der aktu­ell auf die Prin­zi­pi­en Mensch­lich­keit, Neu­tra­li­tät und Unpar­tei­lich­keit als allei­ni­gen Maß­stab der huma­ni­tä­ren Hil­fe ver­weist. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen fin­den Sie unter https://​ven​ro​.org/​p​r​e​s​s​e​/​d​e​t​a​i​l​/​h​u​m​a​n​i​t​a​e​r​e​-​h​i​l​f​e​-​i​s​t​-​n​i​c​h​t​-​v​e​r​h​a​n​d​e​l​bar.

Solan­ge nicht klar ist, ob und wie wir vor Ort hel­fen kön­nen, möch­ten wir Sie bit­ten von zweck­ge­bun­de­nen Spen­den für Paläs­ti­na und Isra­el abzu­se­hen. Ger­ne neh­men wir zweck­ge­bun­de­ne Spen­den für bereits bestehen­de Pro­jek­te (z.B. „Liba­non“ oder „Flücht­lings­hil­fe“) ent­ge­gen; Sie kön­nen sicher sein, dass wir die­se trans­pa­rent, effi­zi­ent und bedarfs­ge­recht einsetzen.

Apo­the­ker ohne Gren­zen setzt sich wei­ter­hin für zusätz­li­che Hilfs­op­tio­nen ein, spricht mit loka­len Orga­ni­sa­tio­nen über Unter­stüt­zungs­an­ge­bo­te und plant, Medi­ka­men­ten­lie­fe­run­gen nach Syri­en zu sen­den. Die Orga­ni­sa­ti­on respek­tiert loka­le Kata­stro­phen­schutz­struk­tu­ren und ent­schei­det bewusst, kei­ne Ein­sät­ze durch­zu­füh­ren, die nicht bedarfs­ge­recht sind.

Mehr Trans­pa­renz bei Spenden

Als Unter­zeich­nen­de der Initia­ti­ve Trans­pa­ren­te Zivil­ge­sell­schaft (ITZ) haben wir uns dazu ver­pflich­tet, 10 Punk­te zu ver­öf­fent­li­chen, die es Ihnen ermög­li­chen, unse­re Glaub­wür­dig­keit und unse­re Mis­si­on zu über­prü­fen. Lesen Sie hier mehr dazu.

Kei­ne Arz­nei­mit­tel spenden

Uns errei­chen vie­le Anfra­gen, ob man auch alte Arz­nei­mit­tel spen­den oder Samm­lun­gen orga­ni­sie­ren soll. Grund­sätz­lich ist das nicht sinn­voll. Lesen Sie hier mehr dazu.