Nothilfe Burundi

Not­hil­fe Burundi

Not­hil­fe Burun­di: Gesund­heit, Schutz und Per­spek­ti­ven für Men­schen im Camp in Gateri

Das Pro­jekt Ama­ga­ra Meza unter­stützt geflüch­te­te und ver­trie­be­ne Men­schen im Camp in Gate­ri im Nord­wes­ten Burun­dis. Vie­le der dort leben­den Men­schen muss­ten auf­grund von Über­schwem­mun­gen ihre Hei­mat ver­las­sen und leben unter schwie­ri­gen Bedin­gun­gen. Beson­ders Kin­der, schwan­ge­re Per­so­nen, älte­re Men­schen sowie Per­so­nen mit chro­ni­schen Erkran­kun­gen sind auf ver­läss­li­che Unter­stüt­zung ange­wie­sen. Bereits seit 2022 enga­gie­ren wir uns vor Ort.

Mit unse­rer Not­hil­fe Burun­di stel­len wir gemein­sam mit unse­ren Part­ner­or­ga­ni­sa­tio­nen Burun­di Kids, der Fon­da­ti­on Stamm und seit 2026 auch action mede­or die medi­zi­ni­sche Grund­ver­sor­gung für die Men­schen im Camp sicher. Zudem bie­ten wir prä­ven­ti­ve Gesund­heits­maß­nah­men sowie psy­cho­so­zia­le Unter­stüt­zung an. Durch die enge Zusam­men­ar­beit der betei­lig­ten Orga­ni­sa­tio­nen kön­nen wir fle­xi­bel auf sich ver­än­dern­de Rah­men­be­din­gun­gen reagie­ren und die Hil­fe auch unter schwie­ri­gen Umstän­den aufrechterhalten.

Im Mit­tel­punkt des Pro­jekts steht eine medi­zi­ni­sche Ver­sor­gungs­sta­ti­on, die aus einem umge­bau­ten Con­tai­ner ent­stan­den ist und heu­te die zen­tra­le Anlauf­stel­le für die Gesund­heits­ver­sor­gung im Camp dar­stellt. Hier erhal­ten die Bewohner:innen medi­zi­ni­sche Unter­su­chun­gen, Behand­lun­gen, Medi­ka­men­te sowie Bera­tung zu gesund­heits­re­le­van­ten The­men. Die Sta­ti­on ermög­licht vie­len Men­schen einen nied­rig­schwel­li­gen Zugang zu drin­gend benö­tig­ter Gesundheitsversorgung.

Die Ver­sor­gung kon­zen­triert sich auf die Behand­lung häu­fi­ger Erkran­kun­gen wie Mala­ria, Infek­tio­nen, para­si­tä­re Erkran­kun­gen und Magen-Darm-Beschwer­den. Gleich­zei­tig wer­den beson­ders gefähr­de­te Per­so­nen beglei­tet und bei Bedarf an wei­ter­füh­ren­de Ange­bo­te ver­mit­telt. Die hohe Nach­fra­ge zeigt, wie wich­tig ein nied­rig­schwel­li­ger Zugang zu gesund­heit­li­cher Ver­sor­gung für die Men­schen im Camp ist. Die Gesund­heits­sta­ti­on leis­tet damit einen zen­tra­len Bei­trag zur Ver­bes­se­rung der Lebens­be­din­gun­gen vor Ort.

Neben der direk­ten medi­zi­ni­schen Hil­fe set­zen wir mit der Not­hil­fe Burun­di auf Gesund­heits­för­de­rung und Prä­ven­ti­on. Fach­kräf­te infor­mie­ren die Bewohner:innen über Hygie­ne, siche­res Trink­was­ser, den Schutz vor durch Mücken über­tra­ge­nen Krank­hei­ten sowie die gesund­heit­li­che Betreu­ung wäh­rend der Schwan­ger­schaft. Prä­ven­ti­ons­ar­beit spielt eine wich­ti­ge Rol­le, da vie­le gesund­heit­li­che Risi­ken eng mit den Lebens­be­din­gun­gen im Camp zusammenhängen.

Ein wei­te­rer wich­ti­ger Bestand­teil der Not­hil­fe Burun­di ist die psy­cho­so­zia­le Unter­stüt­zung von Men­schen, die von geschlechts­spe­zi­fi­scher Gewalt betrof­fen oder bedroht sind. Durch Ein­zel­ge­sprä­che, Sen­si­bi­li­sie­rungs­maß­nah­men und beglei­ten­de Unter­stüt­zungs­an­ge­bo­te wer­den Betrof­fe­ne gestärkt und bei der Bewäl­ti­gung ihrer Situa­ti­on unterstützt.

Wir ver­fol­gen einen ganz­heit­li­chen Ansatz, der Gesund­heits­ver­sor­gung, Prä­ven­ti­ons­ar­beit und psy­cho­so­zia­le Unter­stüt­zung mit­ein­an­der ver­bin­det. Durch unser lang­jäh­ri­ges gemein­sa­mes Enga­ge­ment erhal­ten Men­schen im Camp in Gate­ri auch unter schwie­ri­gen Bedin­gun­gen Zugang zu grund­le­gen­der Gesund­heits­ver­sor­gung. Das Pro­jekt Ama­ga­ra Meza leis­tet damit einen wich­ti­gen Bei­trag zur Ver­bes­se­rung der Lebens­be­din­gun­gen im Camp und unter­stützt die Men­schen dabei, ihren All­tag trotz gro­ßer Her­aus­for­de­run­gen mög­lichst gesund und selbst­be­stimmt zu bewältigen.

Ange­sichts der aktu­el­len Situa­ti­on auf dem Stand­ort Gate­ri bleibt das Gesund­heits­zen­trum eine unver­zicht­ba­re Anlauf­stel­le für die Bevöl­ke­rung. Als ein­zi­ge Gesund­heits­struk­tur vor Ort gewähr­leis­tet es den Zugang zu Gesund­heits­ver­sor­gung für mehr als 8.000 Bewohner:innen aus über 1.000 Haushalten.

Spen­den

Ihre Spen­de sichert die medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung der Men­schen im Geflüch­te­ten­camp in Gateri.

Unse­re lang­jäh­ri­ge Arbeit in Burundi

Neben unse­rer aktu­el­len Not­hil­fe für das Geflüch­te­ten­camp in Gate­ri enga­gie­ren wir uns bereits seit 2018 in dem Land. Mehr zu unse­rer Unter­stüt­zung für die PTA-Schu­le vor Ort erfah­ren Sie hier:

Apo­the­ker ohne Gren­zen – welt­weit aktiv für ein Leben in Gesundheit

Wir enga­gie­ren uns für die lang­fris­ti­ge und nach­hal­ti­ge Ver­bes­se­rung der Gesund­heits­ver­sor­gung in unse­ren Pro­jekt­län­dern: sei es beim Betrei­ben einer Apo­the­ke in den struk­tu­rell benach­tei­lig­ten Vier­teln von Bue­nos Aires in Argen­ti­ni­en, mit hygie­ni­scher Auf­klä­rungs­ar­beit für Frau­en und Mäd­chen in Nepal, phar­ma­zeu­ti­schen Schu­lun­gen für Gesundheitshelfer:innen in indi­ge­nen Bevöl­ke­rungs­grup­pen oder der phar­ma­zeu­ti­schen Ver­sor­gung von ent­le­ge­nen Berg­dör­fern auf den Phil­ip­pi­nen – Apo­the­ker ohne Gren­zen setzt sich welt­weit für Men­schen und ihre Gesund­heit ein.

Ziel unse­rer Arbeit ist es, sowohl die Gesund­heits­ver­sor­gung als auch den Zugang zu die­ser zu ver­bes­sern. Hier­für stel­len wir Arz­nei­mit­tel und medi­zi­ni­sche Hilfs­gü­ter zur Ver­fü­gung, wid­men uns der Ver­mitt­lung von phar­ma­zeu­ti­schem Fach­wis­sen, betrei­ben Auf­klä­rungs­ar­beit und bau­en lokal medi­zi­ni­sche Infra­struk­tur auf.