Vene­zue­la

Venezuela

Not­hil­fe nach den Erd­be­ben in Venezuela

Nach den schwe­ren Erd­be­ben vom 24. Juni 2026 unter­stütz­te Apo­the­ker ohne Gren­zen die Sta­bi­li­sie­rung der Gesund­heits­ver­sor­gung in der beson­ders betrof­fe­nen Regi­on La Guaira/Venezuela. Zur Unter­stüt­zung des Emer­gen­cy Medi­cal Teams (EMT) unse­rer lang­jäh­ri­gen Part­ner­or­ga­ni­sa­ti­on Inter­na­tio­nal Medi­cal Corps (IMC) ent­sand­ten wir Anfang Juli eine ehren­amt­li­che Apo­the­ke­rin. Dort über­nahm sie den Auf­bau einer Notapo­the­ke und stell­te die phar­ma­zeu­ti­sche Ver­sor­gung der Patient:innen sicher. Dazu arbei­te­te sie eng mit den Ärzt:innen und Pfle­ge­fach­kräf­ten des Teams zusammen.

Wäh­rend des Ein­sat­zes ver­sorg­ten die Fach­kräf­te ins­ge­samt 2.092 Patient:innen medi­zi­nisch und phar­ma­zeu­tisch. Im Mit­tel­punkt stan­den die Behand­lung von Ver­let­zun­gen nach den Erd­be­ben, die Ver­sor­gung von Men­schen mit Magen-Darm- und Haut­er­kran­kun­gen sowie die Betreu­ung zahl­rei­cher Patient:innen mit chro­ni­schen Erkran­kun­gen, die bereits vor der Kata­stro­phe nur ein­ge­schränk­ten Zugang zu medi­zi­ni­scher Hil­fe und lebens­wich­ti­gen Arz­nei­mit­teln hat­ten. Gleich­zei­tig unter­stütz­te unser Not­hil­fe-Team in Deutsch­land die Ein­satz­pla­nung und Koordination.

Die huma­ni­tä­re Lage bleibt auch Wochen nach den Erd­be­ben ange­spannt: Tau­sen­de Men­schen kamen ums Leben, wer­den noch ver­misst oder wur­den ver­letzt, zahl­rei­che Fami­li­en ver­lo­ren ihr Zuhau­se und die Regi­on ist wei­ter­hin auf inter­na­tio­na­le Unter­stüt­zung angewiesen.

Ein wich­ti­ges Ziel unse­res Not­hil­fe-Ein­sat­zes erreich­ten wir den­noch frü­her als zunächst geplant: Ende Juli über­ga­ben wir die phar­ma­zeu­ti­sche Ver­sor­gung erfolg­reich an eine loka­le phar­ma­zeu­ti­sche Fach­kraft und wei­te­re Helfer:innen. So ist sicher­ge­stellt, dass die Ver­sor­gung der Men­schen naht­los fort­ge­führt wer­den kann und gleich­zei­tig die loka­len Gesund­heits­struk­tu­ren nach­hal­tig gestärkt werden.

Genau das ist unser Ansatz in der Not­hil­fe: Men­schen schnell und bedarfs­ge­recht zu unter­stüt­zen und Hil­fe so zu gestal­ten, dass sie mög­lichst früh in die Ver­ant­wor­tung loka­ler Struk­tu­ren über­ge­hen kann.

Nach­fol­gend fin­den Sie alle Updates zu unse­rem Ein­satz in chro­no­lo­gi­scher Reihenfolge.


Update 03. August 2026

Herz­lich will­kom­men zurück in Berlin!

Am Frei­tag, 31. Juli 2026, ist unse­re ehren­amt­li­che Apo­the­ke­rin Nata­lia nach mehr als 40 Stun­den Rei­se­zeit wie­der in Ber­lin gelan­det. Dort wur­de sie von unse­rem Vor­stands­mit­glied Chris­ti­an Splett herz­lich in Emp­fang genommen.

Lie­be Nata­lia, herz­lich will­kom­men zurück und vie­len Dank für dei­nen außer­ge­wöhn­li­chen Einsatz!

Mit dei­nem Fach­wis­sen, dei­nem Mut und dei­nem gro­ßen Enga­ge­ment hast du in den ver­gan­ge­nen Wochen unter anspruchs­volls­ten Bedin­gun­gen dazu bei­getra­gen, die Gesund­heits­ver­sor­gung der Men­schen in der beson­ders betrof­fe­nen Regi­on La Guai­ra zu stabilisieren.

Wir freu­en uns, dass du wie­der gesund zu Hau­se bist!


Update 30. Juli 2026

Apo­the­ker ohne Gren­zen über­gibt die Ver­sor­gung an loka­le Fachkräfte

Nach knapp drei Wochen ende­te ges­tern der Ein­satz unse­rer ehren­amt­li­chen Apo­the­ke­rin Nata­lia zur Unter­stüt­zung des Emer­gen­cy Medi­cal Teams (EMT) unse­rer Part­ner­or­ga­ni­sa­ti­on Inter­na­tio­nal Medi­cal Corps (IMC).

Die ursprüng­lich bis Anfang August geplan­te Unter­stüt­zung konn­te bereits frü­her als vor­ge­se­hen an eine loka­le phar­ma­zeu­ti­sche Fach­kraft und wei­te­re Hilfs­kräf­te über­ge­ben wer­den. Damit ist ein wich­ti­ges Ziel unse­res Not­hil­fe-Ein­sat­zes erreicht: Die medi­zi­ni­sche und phar­ma­zeu­ti­sche Ver­sor­gung der Men­schen vor Ort kann naht­los durch loka­le Struk­tu­ren fort­ge­führt werden.

Gemein­sam mit den Ärzt:innen und Pfle­ge­fach­kräf­ten des Emer­gen­cy Medi­cal Teams hat unse­re Ein­satz­kraft seit dem 11. Juli ins­ge­samt 2.092 Patient:innen medi­zi­nisch und phar­ma­zeu­tisch ver­sorgt, dar­un­ter 1.035 Frau­en, 69 schwan­ge­re Frau­en, 776 Män­ner sowie 212 Kin­der und Säuglinge.

Wäh­rend des Ein­sat­zes stan­den ins­be­son­de­re die Ver­sor­gung von Men­schen mit Ver­let­zun­gen, die Schmerz­the­ra­pie benö­tig­ten, sowie die Behand­lung von Magen-Darm- und Haut­er­kran­kun­gen im Mit­tel­punkt. Gleich­zei­tig wur­den zahl­rei­che, oft­mals chro­nisch erkrank­te Patient:innen ver­sorgt, die bereits lan­ge vor den Erd­be­ben nur ein­ge­schränk­ten Zugang zu medi­zi­ni­scher Hil­fe und not­wen­di­gen Arz­nei­mit­teln hatten.

Die inter­na­tio­na­le Unter­stüt­zung hat dazu bei­getra­gen, die Gesund­heits­ver­sor­gung in den ers­ten Wochen nach der Kata­stro­phe zu sta­bi­li­sie­ren und gleich­zei­tig die loka­len Struk­tu­ren gezielt zu stär­ken. Dass die phar­ma­zeu­ti­sche Ver­sor­gung nun von einer loka­len Fach­kraft über­nom­men wer­den kann, zeigt, wie wich­tig die enge Zusam­men­ar­beit mit unse­ren Part­ner­or­ga­ni­sa­tio­nen und den Gesund­heits­fach­kräf­ten vor Ort ist.

Wir dan­ken unse­rer ehren­amt­li­chen Ein­satz­kraft Nata­lia, dem gesam­ten Emer­gen­cy Medi­cal Team von Inter­na­tio­nal Medi­cal Corps sowie allen Unterstützer:innen, die die­sen Ein­satz durch ihre Spen­den ermög­licht haben. Huma­ni­tä­re Hil­fe endet nicht mit der Rück­rei­se unse­rer Ein­satz­kraft. Apo­the­ker ohne Gren­zen wird die Lage gemein­sam mit sei­nen Part­ner­or­ga­ni­sa­tio­nen wei­ter­hin auf­merk­sam ver­fol­gen und bleibt bereit, dort zu unter­stüt­zen, wo phar­ma­zeu­ti­sche Hil­fe benö­tigt wird. In den kom­men­den Wochen wer­den wir den Ein­satz nach­be­rei­ten, um aus den Erfah­run­gen für unse­re Schu­lun­gen und künf­ti­ge Ein­sät­ze zu lernen.


Update 23. Juli 2026

Vier Wochen nach den Erd­be­ben bleibt Hil­fe drin­gend notwendig

Fast einen Monat nach den schwe­ren Erd­be­ben bleibt die huma­ni­tä­re Lage in Vene­zue­la ange­spannt. Nach Anga­ben der Ver­ein­ten Natio­nen kamen bis­lang 5.398 Men­schen ums Leben, 16.740 Men­schen wur­den ver­letzt und seit den Erd­be­ben wur­den 1.463 Nach­be­ben regis­triert. Die Ver­ein­ten Natio­nen gehen davon aus, dass in den kom­men­den sechs Mona­ten 1,3 Mil­lio­nen Men­schen auf huma­ni­tä­re Unter­stüt­zung ange­wie­sen sein werden.

Seit dem 10. Juli unter­stützt unse­re ehren­amt­li­che Apo­the­ke­rin Nata­lia das Emer­gen­cy Medi­cal Team (EMT) unse­res Part­ners Inter­na­tio­nal Medi­cal Corps (IMC) in der beson­ders betrof­fe­nen Regi­on La Guai­ra. Gemein­sam ver­sor­gen die Fach­kräf­te dort täg­lich zwi­schen 85 und 120 Patient:innen medi­zi­nisch und pharmazeutisch.

„Eine gute Gesund­heits­ver­sor­gung ist immer Team­ar­beit. Ärzt:innen, Pfle­ge­fach­kräf­te und phar­ma­zeu­ti­sches Per­so­nal arbei­ten hier Hand in Hand mit dem gemein­sa­men Ziel, die Men­schen best­mög­lich zu ver­sor­gen und auf ihre indi­vi­du­el­len Bedürf­nis­se ein­zu­ge­hen“, berich­tet unse­re Ein­satz­kraft Natalia.

Beson­ders häu­fig ver­sorgt das Team der­zeit Men­schen mit Ver­let­zun­gen, die eine Schmerz­the­ra­pie erfor­der­lich machen, sowie Pati­ent mit Magen-Darm- und Haut­er­kran­kun­gen. Auch der Bedarf an gynä­ko­lo­gi­scher und päd­ia­tri­scher Ver­sor­gung ist hoch. Gleich­zei­tig wer­den Men­schen behan­delt, die bereits lan­ge vor den Erd­be­ben kei­nen aus­rei­chen­den Zugang zu medi­zi­ni­scher Hil­fe oder not­wen­di­gen Medi­ka­men­ten hatten.

„Vie­le Men­schen kom­men mit Erkran­kun­gen zu uns, die sich unter den schwie­ri­gen Bedin­gun­gen nach dem Erd­be­ben ver­schärft haben. Gleich­zei­tig ver­sor­gen wir Men­schen, die bereits lan­ge vor den Erd­be­ben kei­nen aus­rei­chen­den Zugang zu medi­zi­ni­scher Hil­fe oder not­wen­di­gen Medi­ka­men­ten hatten.“

Der Zugang zu sau­be­rem Was­ser bleibt vie­ler­orts ein­ge­schränkt. Zahl­rei­che Men­schen leben wei­ter­hin in Über­gangs­un­ter­künf­ten, Zel­ten oder bei Angehörigen.

Auch die per­sön­li­chen Ein­drü­cke aus der Regi­on bewe­gen unse­re Einsatzkraft:

„Die Berich­te unse­rer psy­cho­lo­gi­schen Fach­kraft im Team über ihren Besuch in eini­gen der pro­vi­so­ri­schen Zelt­camps der Regi­on haben mich sehr bewegt. Ihre Schil­de­run­gen zei­gen noch ein­mal deut­li­cher das Aus­maß der Kata­stro­phe und wel­che per­sön­li­chen Schick­sa­le hin­ter den Zah­len ste­hen. Vie­le Men­schen haben Ange­hö­ri­ge ver­lo­ren und leben nun pro­vi­so­risch auf engs­tem Raum zusam­men. Gleich­zei­tig beein­druckt mich jeden Tag, mit wel­cher Stär­ke und gegen­sei­ti­gen Unter­stüt­zung die Men­schen die­ser abso­lu­ten Aus­nah­me­si­tua­ti­on begegnen.“

Aktu­ell arbei­ten wir bereits inten­siv dar­an, die Ver­sor­gung Schritt für Schritt in die Ver­ant­wor­tung von loka­len Fach­kräf­ten zu über­ge­ben, um so die wei­ter­hin drin­gend nöti­ge Ver­sor­gung der Men­schen vor Ort lang­fris­tig sicherzustellen.


Update 14. Juli 2026

Ers­te Tage im Einsatz

Heu­te ist bereits der vier­te Ein­satz­tag unse­res Teams in Vene­zue­la. Täg­lich wer­den zwi­schen 100 und 120 Patient:innen medi­zi­nisch und phar­ma­zeu­tisch ver­sorgt. Auch am Wochen­en­de ist das Team von IMC und Apo­the­ker ohne Gren­zen uner­müd­lich im Einsatz.

In der Apo­the­ke erhal­ten die Patient:innen die benö­tig­ten Medi­ka­men­te sowie eine aus­führ­li­che Bera­tung zur rich­ti­gen Anwen­dung. Dank unse­rer spa­nisch­spra­chi­gen Ein­satz­kraft Nata­lia kön­nen alle wich­ti­gen Infor­ma­tio­nen direkt und ver­ständ­lich ver­mit­telt wer­den. Das trägt wesent­lich dazu bei, dass die Medi­ka­men­te sicher und wirk­sam ange­wen­det werden.

Zu den häu­figs­ten Krank­heits­bil­dern zäh­len der­zeit Magen-Darm-Erkran­kun­gen sowie ver­schie­de­ne Haut­er­kran­kun­gen. Dar­über hin­aus wer­den vie­le Men­schen mit aku­ten Beschwer­den ver­sorgt, die auf­grund der schwie­ri­gen Ver­sor­gungs­la­ge bereits vor den Erd­be­ben bereits über län­ge­re Zeit kei­nen Zugang zu medi­zi­ni­scher Hil­fe und not­wen­di­gen Arz­nei­mit­teln hatten.

Nach Ende des Behand­lungs­ta­ges ist die Arbeit noch nicht vor­bei: Gemein­sam wer­tet das Team die Patient:innen- und Ver­brauchs­zah­len aus, bespricht den Tages­ver­lauf und berei­tet die Apo­the­ke für den nächs­ten Ein­satz­tag vor. Die Fach­kräf­te fül­len Medi­ka­men­te nach, über­prü­fen Bestän­de und pla­nen den Bedarf für den Fol­ge­tag, damit die Ver­sor­gung am nächs­ten Mor­gen ohne Ver­zö­ge­rung begin­nen kann.


Update 10. Juli 2026

Unse­re Ein­satz­kraft star­tet Arbeit im Emer­gen­cy Medi­cal Team

Unse­re ehren­amt­li­che Ein­satz­kraft ist nach einer lan­gen und auf­wän­di­gen Anrei­se sicher in Vene­zue­la ange­kom­men und hat ihre Arbeit im Emer­gen­cy Medi­cal Team (EMT) unse­rer Part­ner­or­ga­ni­sa­ti­on Inter­na­tio­nal Medi­cal Corps (IMC) aufgenommen.

Zu ihren ers­ten Auf­ga­ben gehört der Auf­bau der Apo­the­ke des Teams. Aktu­ell ist geplant, dass sie die­se als phar­ma­zeu­ti­sche Fach­kraft inner­halb des Teams in den kom­men­den Wochen lei­ten und gemein­sam mit den Ärzt:innen und Pfle­ge­fach­kräf­ten eine siche­re und bedarfs­ge­rech­te Arz­nei­mit­tel­ver­sor­gung der Patient:innen sicher­stel­len wird.

Die huma­ni­tä­re Lage bleibt wei­ter­hin äußerst ange­spannt. Nach Anga­ben der Ver­ein­ten Natio­nen kamen bis­lang 3.811 Men­schen ums Leben, 16.740 Men­schen wur­den ver­letzt und rund 17.907 Men­schen haben ihr Zuhau­se ver­lo­ren. Beson­ders betrof­fen bleibt die Regi­on La Guai­ra, in der die inter­na­tio­na­le Hil­fe wei­ter aus­ge­wei­tet wird und in der auch das von Inter­na­tio­nal Medi­cal Corps betrie­be­ne Emer­gen­cy Medi­cal Team im Ein­satz ist.

Neben der Gesund­heits­ver­sor­gung stellt ins­be­son­de­re der ein­ge­schränk­te Zugang zu sau­be­rem Was­ser die Men­schen vor Ort vor gro­ße Her­aus­for­de­run­gen. Vie­le Men­schen suchen der­zeit kei­ne Gesund­heits­ein­rich­tun­gen auf, son­dern blei­ben aus Sor­ge um ihre Häu­ser und ihr Eigen­tum in der Nähe ihrer Wohn­or­te. Gleich­zei­tig neh­men Atem­wegs- und Haut­er­kran­kun­gen zu. Das Emer­gen­cy Medi­cal Team unter­stützt die Gesund­heits­ver­sor­gung an einem fes­ten Behand­lungs­stand­ort und unter­stützt so die bestehen­den Gesundheitsstrukturen.

Ihre Spen­den ermög­li­chen die­sen Ein­satz und hel­fen uns, Men­schen in Kri­sen­ge­bie­ten zu ver­sor­gen. Vie­len Dank für Ihre Unterstützung!


Update 08. Juli 2026

Letz­te Vorbereitungen

Venezuela
Venezuela Response 2

Die Vor­be­rei­tun­gen für unse­ren Not­hil­fe-Ein­satz lau­fen auf Hoch­tou­ren. Gemein­sam mit unse­rer inter­na­tio­na­len Part­ner­or­ga­ni­sa­ti­on Inter­na­tio­nal Medi­cal Corps (IMC) stim­men wir der­zeit die letz­ten orga­ni­sa­to­ri­schen Details ab, damit unse­re ehren­amt­li­che Ein­satz­kraft ihre Arbeit vor Ort im mobi­len Emer­gen­cy Medi­cal Team auf­neh­men kann.

Dazu gehö­ren unter ande­rem Sicher­heits­brie­fings, Abstim­mun­gen zu den Ein­satz­or­ten und medi­zi­nisch-phar­ma­zeu­ti­schen Bedar­fen, die Rei­se­ko­or­di­na­ti­on sowie die Vor­be­rei­tung der benö­tig­ten Aus­rüs­tung und Einsatzunterlagen.

Die huma­ni­tä­re Lage in Vene­zue­la bleibt wei­ter­hin äußerst ange­spannt. Nach Anga­ben der Ver­ein­ten Natio­nen kamen bis­lang 3.685 Men­schen ums Leben, 16.740 Men­schen wur­den ver­letzt und 17.907 Men­schen haben ihr Zuhau­se ver­lo­ren. Die am stärks­ten betrof­fe­ne Regi­on bleibt La Guai­ra, wo die Regie­rung, die Ver­ein­ten Natio­nen und zahl­rei­che Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen ihre Maß­nah­men zur medi­zi­ni­schen Ver­sor­gung, Unter­brin­gung sowie Wasser‑, Hygie­ne- und Nah­rungs­mit­tel­hil­fe wei­ter ausbauen.

Wir dan­ken Ihnen herz­lich für die ein­ge­hen­den Spen­den und die Unter­stüt­zung unse­rer Arbeit. Sie hel­fen uns dabei, die­sen Ein­satz und unse­re huma­ni­tä­re Arbeit zu ermög­li­chen und Men­schen dort zu unter­stüt­zen, wo Hil­fe der­zeit am drin­gends­ten benö­tigt wird. Trotz der Not­hil­fe lau­fen unse­re ande­ren Pro­jek­te welt­weit und in Deutsch­land wei­ter. Gera­de hier hel­fen uns Ihre zweck­un­ge­bun­de­nen Spen­den, unse­re Hil­fe lang­fris­tig und fle­xi­bel auf­recht­zu­er­hal­ten. Herz­li­chen Dank!


Update 04. Juli 2026

Vene­zue­la: Apo­the­ker ohne Gren­zen star­tet Nothilfe-Einsatz

Nach den ver­hee­ren­den Erd­be­ben in Vene­zue­la star­tet Apo­the­ker ohne Gren­zen einen Not­hil­fe-Ein­satz: Unse­re ehren­amt­li­che Apo­the­ke­rin wird gemein­sam mit unse­rem lang­jäh­ri­gen Part­ner Inter­na­tio­nal Medi­cal Corps (IMC) Teil eines mobi­len Emer­gen­cy Medi­cal Teams und die Gesund­heits­ver­sor­gung in der beson­ders schwer betrof­fe­nen Regi­on La Guai­ra unterstützen.

Mehr als eine Woche nach der Kata­stro­phe ist die huma­ni­tä­re Lage wei­ter­hin dra­ma­tisch. Nach Anga­ben der Ver­ein­ten Natio­nen (Stand 03.07.2026) kamen bis­lang min­des­tens 2.645 Men­schen ums Leben, 12.666 Men­schen wur­den ver­letzt und rund 15.000 Men­schen haben ihr Zuhau­se ver­lo­ren. Wäh­rend Such- und Ret­tungs­maß­nah­men wei­ter­hin lau­fen, rückt nun die Gesund­heits­ver­sor­gung der Über­le­ben­den in den Mit­tel­punkt der inter­na­tio­na­len Hilfe.

Das mobi­le Emer­gen­cy Medi­cal Team besteht aus drei Ärzt:innen, acht Pfle­ge­fach­kräf­ten und unse­rer ehren­amt­li­chen Apo­the­ke­rin. Gemein­sam ver­sorgt das Team Patient:innen direkt in den betrof­fe­nen Gemein­den und unter­stützt gleich­zei­tig beschä­dig­te oder über­las­te­te Gesundheitseinrichtungen.

Als Apo­the­ke­rin gewähr­leis­tet unse­re Ein­satz­kraft eine siche­re und bedarfs­ge­rech­te Arz­nei­mit­tel­ver­sor­gung, prüft ärzt­li­che Ver­ord­nun­gen, berät Patient:innen sowie medi­zi­ni­sches Per­so­nal und ver­ant­wor­tet die Beschaf­fung, Lage­rung und Ver­füg­bar­keit von Medi­ka­men­ten. Gera­de nach Natur­ka­ta­stro­phen ist eine funk­tio­nie­ren­de Arz­nei­mit­tel­ver­sor­gung ent­schei­dend, um Ver­let­zun­gen zu behan­deln, Infek­tio­nen vor­zu­beu­gen und Men­schen mit chro­ni­schen Erkran­kun­gen wei­ter­hin medi­zi­nisch zu versorgen.


Update 03. Juli 2026

Vene­zue­la: Vor­be­rei­tun­gen für mög­li­chen Not­hil­fe-Ein­satz in La Guai­ra laufen

Nach Abschluss der aku­ten Ber­gungs­pha­se rückt in den von ver­hee­ren­den Erd­be­ben am 24. Juni 2026 betrof­fe­nen Regio­nen zuneh­mend die Gesund­heits­ver­sor­gung der Über­le­ben­den sowie die Sta­bi­li­sie­rung der Gesund­heits­struk­tu­ren in den Mit­tel­punkt der huma­ni­tä­ren Hilfe.

Genau in die­ser Pha­se kön­nen wir mit unse­rer phar­ma­zeu­ti­schen Fach­kom­pe­tenz einen wich­ti­gen Bei­trag leis­ten, um die Ver­sor­gung der betrof­fe­nen Bevöl­ke­rung nach­hal­tig zu unter­stüt­zen. Daher haben wir die ver­gan­ge­nen Tage inten­siv genutzt, um einen mög­li­chen, in ein inter­na­tio­na­les Emer­gen­cy Medi­cal Team (EMT) ein­ge­bet­te­ten Ein­satz Schritt für Schritt vorzubereiten:

Wir haben unse­re inter­ne Sicher­heits­prü­fung für einen mög­li­chen Ein­satz abge­schlos­sen und eine Ein­satz­kraft aus­ge­wählt, die die fach­li­chen und ein­satz­re­le­van­ten Anfor­de­run­gen erfüllt. Zudem liegt seit ges­tern der posi­ti­ve Vor­stands­be­schluss für eine mög­li­che Ent­sen­dung vor.

Aktu­ell lau­fen die fina­len Abstim­mun­gen mit unse­rem inter­na­tio­na­len Koope­ra­ti­ons­part­ner Inter­na­tio­nal Medi­cal Corps (IMC). Sobald die gemein­sa­me Ent­schei­dung für den Ein­satz getrof­fen ist, erfolgt die Ent­sen­dung unse­rer Ein­satz­kraft. Der Ein­satz führt sie vor­aus­sicht­lich nach La Guai­ra, die am stärks­ten von der Natur­ka­ta­stro­phe betrof­fe­ne Regi­on, um dort die Gesund­heits­ver­sor­gung vor Ort zu unterstützen.

Wir ste­hen in engem Kon­takt mit unse­ren Part­nern und beob­ach­ten die Ent­wick­lun­gen fort­lau­fend. Par­al­lel dazu berei­ten wir uns auf die Mög­lich­keit eines Not­hil­fe-Ein­sat­zes vor, soll­te unse­re Exper­ti­se und Unter­stüt­zung benö­tigt werden.

Eine schnel­le und wirk­sa­me Hil­fe nach Kata­stro­phen ist nur mög­lich, wenn ent­spre­chen­de Struk­tu­ren bereits vor dem Ereig­nis vor­han­den sind. Des­halb inves­tie­ren wir kon­ti­nu­ier­lich in die Aus­bil­dung unse­rer Ein­satz­kräf­te, die Pla­nung logis­ti­scher Abläu­fe, die Abspra­chen mit unse­ren Part­nern sowie die Bereit­stel­lung von Mate­ri­al und Ressourcen.


Update 25. Juni 2026

Vene­zue­la nach schwe­ren Erd­be­ben: Wir berei­ten uns auf einen mög­li­chen Not­hil­fe-Ein­satz vor

Zerstörung Venezuela 2026

Nach zwei schwe­ren Erd­be­ben am 24. Juni 2026 sowie zahl­rei­chen Nach­be­ben ist die Lage in Vene­zue­la wei­ter­hin angespannt.

Wir ste­hen in engem Kon­takt mit unse­ren Part­nern und beob­ach­ten die Ent­wick­lun­gen fort­lau­fend. Par­al­lel dazu berei­ten wir uns auf die Mög­lich­keit eines Not­hil­fe-Ein­sat­zes vor, soll­te unse­re Exper­ti­se und Unter­stüt­zung benö­tigt werden.

Eine schnel­le und wirk­sa­me Hil­fe nach Kata­stro­phen ist nur mög­lich, wenn ent­spre­chen­de Struk­tu­ren bereits vor dem Ereig­nis vor­han­den sind. Des­halb inves­tie­ren wir kon­ti­nu­ier­lich in die Aus­bil­dung unse­rer Ein­satz­kräf­te, die Pla­nung logis­ti­scher Abläu­fe, die Abspra­chen mit unse­ren Part­nern sowie die Bereit­stel­lung von Mate­ri­al und Ressourcen.

Spen­den

Unter­stüt­zen Sie unse­re Not­hil­fe-Arbeit mit Ihrer Spen­de. So hel­fen Sie uns, vor­be­rei­tet zu sein, wenn Men­schen unse­re Unter­stüt­zung benötigen.

Apo­the­ker ohne Gren­zen – welt­weit aktiv für ein Leben in Gesundheit

Wir enga­gie­ren uns für die lang­fris­ti­ge und nach­hal­ti­ge Ver­bes­se­rung der Gesund­heits­ver­sor­gung in unse­ren Pro­jekt­län­dern: sei es beim Betrei­ben einer Apo­the­ke in den struk­tu­rell benach­tei­lig­ten Vier­teln von Bue­nos Aires in Argen­ti­ni­en, mit hygie­ni­scher Auf­klä­rungs­ar­beit für Frau­en und Mäd­chen in Nepal, phar­ma­zeu­ti­schen Schu­lun­gen für Gesundheitshelfer:innen in indi­ge­nen Bevöl­ke­rungs­grup­pen oder der phar­ma­zeu­ti­schen Ver­sor­gung von ent­le­ge­nen Berg­dör­fern auf den Phil­ip­pi­nen – Apo­the­ker ohne Gren­zen setzt sich welt­weit für Men­schen und ihre Gesund­heit ein.

Ziel unse­rer Arbeit ist es, sowohl die Gesund­heits­ver­sor­gung als auch den Zugang zu die­ser zu ver­bes­sern. Hier­für stel­len wir Arz­nei­mit­tel und medi­zi­ni­sche Hilfs­gü­ter zur Ver­fü­gung, wid­men uns der Ver­mitt­lung von phar­ma­zeu­ti­schem Fach­wis­sen, betrei­ben Auf­klä­rungs­ar­beit und bau­en lokal medi­zi­ni­sche Infra­struk­tur auf.