In News

Fortbildung in Tübingen

Dr. Petra Lange berichtet von einer interessanten Fortbildungsmöglichkeit

Im Sommer dieses Jahres wird an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen zum dritten Mal der Kurs „Pharmazie in Entwicklungszusammenarbeit und Katastrophenhilfe” angeboten. Der Kurs richtet sich zum einen an Studierende nach dem 1. Staatsexamen im Rahmen des Wahlpflichtfaches aller deutschen Hochschulstandorte und zum anderen an approbierte ApothekerInnen.

Die Themen des Kurses reichen über den “Aufbau von Gesundheitssystemen in Entwicklungsländern”, der “Qualitätssicherung der Arzneimittellogistik”, über Arzneimittelfälschungen bis hin zu Themen aus dem Bereich der Katastrophenpharmazie.

Ich selber durfte in den ersten beiden Jahren der Veranstaltung Vorträge zum Thema “Arzneimittelbeschaffung und Patientenversorgung in internationalen Katastropheneinsätzen”, inklusive der Betreuung einer Projektarbeit übernehmen. Der Kurs gibt einen sehr guten Überblick, was Pharmazie in der Entwicklungszusammenarbeit und Katastrophenhilfe bedeutet. Dabei habe ich die Kursteilnehmer als eine “kleine Familie” erlebt, die so unterschiedlich sie auch waren, doch eine gemeinsame Sache im Blick hatten.

Bei den vergangenen Kursen haben auch immer wieder Mitglieder von Apotheker ohne Grenzen teilgenommen, neues dazugelernt und viel Positives berichtet. Elke Althöfer-Blautzik beispielsweise sagte mir, “dass der Kurs sehr hilfreich für ihren zweimonatigen Einsatz auf den Philippinen ist.” 

Professor Lutz Heide und Apothekerin Christine Häfele-Abah, MSc Int. Health, die gemeinsam den Kurs leiten, schließen eine wichtige Lücke im Rahmen der pharmazeutischen Ausbildung und ermöglichen einen Blick über den Tellerrand. Dabei haben sie es geschafft, viele interessante und erfahrene Referenten, aus ganz unterschiedlichen Bereichen und NGOs für diesen Kurs zu gewinnen.

In diesem Jahr wird unsere AoG-Projektkoordinatorin für Argentinien Dr. Carina Vetye zwei Vorträge im Rahmen des Kurses halten. Sie berichtet über „Arzneimittelbeschaffung und Patientenversorgung in internationalen Katastropheneinsätzen“ und stellt das Interagency Emergency Health Kit (IEHK) vor, das auch AoG im Einsatz benutzt und das dafür ausgelegt ist, 10.000 Menschen für drei Monate mit den wichtigsten Arzneimitteln zu versorgen.

Die Ausschreibung des Kurses, weitere Informationen und die Anmeldung findet ihr unter folgendem Link.

Die Absolventen 2017L.Heide/Uni Tübingen)

Unterstützen Sie die Einsätze von Apothekerinnen und Apothekern in der Entwicklungszusammenarbeit und Katastrophenhilfe und spenden Sie jetzt!