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Mexiko

In Mexiko leben über 50 Prozent der Menschen unter der Armutsgrenze. Betroffen sind insbesondere ländliche Gebiete mit schwacher Infrastruktur wie zum Beispiel in den Bundesstaaten Guerrero, Puebla, Oaxaca  und Chiapas. Die abgeschiedene Lage vieler indigener Gemeinden in den Bergen zieht zahlreiche Hindernisse für die Gesundheitsversorgung nach sich: Transportwege und Straßen sind in einem schlechten Zustand. Manche Orte sind nur zu Fuß erreichbar. Die Kommunikation ist schwierig, das Telefonnetz instabil.

Die Bodenerosion beschränkt den Anbau von Mais, Bohnen und Paprika auf den Eigenbedarf der Menschen. Die Arbeitslosigkeit ist hoch. Politisch werden die Gemeinden in den Bergen vernachlässigt.

Auf Grund von Infektionskrankheiten und mangelnder Hygiene ist die Kindersterblichkeit unter den Indios doppelt so hoch wie in der restlichen Bevölkerung. Die Lebenserwartung liegt ebenfalls deutlich unter dem Landesschnitt von 77 Jahren. Ein Großteil der indigenen Bevölkerung lebt in ärmsten Verhältnissen: Medikamente und medizinische Betreuung können sich diese Menschen nicht leisten, die staatliche Versorgung in den ländlichen Gebieten ist unzureichend.

Deshalb engagieren wir uns in der Gesundheitsversorgung der indigenen Bevölkerung in Mexiko, helfen bei der Ausbildung von Gesundheitshelfern, sogenannten ‚Promotores de Salud‘ und beim Bezug von Arzneimitteln.

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2008 bis jetzt

Apotheker ohne Grenzen Deutschland e.V. (AoG) engagiert sich gemeinsam mit der privaten Stiftung Justicia y Amor in der Ausbildung und Unterstützung der Promotores de Salud, den „Gesundheitsverantwortlichen“ der Dörfer, mit Fokus auf den Bundesstaat Guerrero.

Die Promotores de Salud übernehmen als medizinische Laien in ihren Dorfgemeinschaften die Betreuung der Patienten und sind oft die einzigen Ansprechpartner in Gesundheitsfragen. Daher haben sie einen hohen Stellenwert in der Gemeinschaft und tragen große Verantwortung gegenüber den Kindern, Frauen und Männern des Dorfes. Dabei sind sie oft auf sich allein gestellt, weil selten Ärzte in die Dörfer kommen.

In den mehrtägigen Schulungen für die Promotores werden Themen wie Basisdiagnostik, Behandlung und Medikation gängiger Krankheiten, Abgabehinweise an Patienten und auch Lagerung der Arzneimittel vermittelt.

AoG unterstützt weiterhin die Beschaffung und Lagerung qualitativ hochwertiger Arzneimittel zur Versorgung der betreuten Gemeinden.

2003 bis 2008

Die Apotheker ohne Grenzen unterstützten das deutsch-mexikanische Sozialwerk der evangelischen Kirche Deutschlands in Mexiko-Stadt. Die Klinik des Centro de Asistencia Social (CAS) in der Millionenmetropole versorgte rund 4.000 Patienten mit ca. 12.500 Arztbesuchen pro Jahr.

Das Zentrum leistet auch Gesundheitserziehung durch die Promotores de Salud und Sozialarbeit in den Slums. Das CAS be­treut ausschließlich Patienten, die sich weder eine Krankenversicherung leisten noch die hohen Preise für Medikamente in mexikanischen Apotheken bezahlen könnten.

Basis für die Zusammenarbeit zwischen CAS und AoG bildete ein Vertrag mit therapeutischen Maßnahmenplänen und Medikationslisten. Zu den Dauerpatienten des CAS gehören ca. 100 Diabetiker, Rheumakranke sowie Bluthochdruckpatienten, deren permanente Versorgung mit Medikamenten erst durch die Apotheker ohne Grenzen ermöglicht wurde. Genaue Bedarfsermittlung, zuverlässige Qualität und Wirtschaftlichkeit standen dabei an oberster Stelle.

Den Qualitätsansprüchen wird der mexikanische Markt oft nicht gerecht. Ende 2006 konnte erstmals eine große Arzneimittellieferung aus Deutschland für das CAS und Justicia y Amor nach Mexiko importiert werden. Eine Mitarbeiterin der Apotheker ohne Grenzen überwachte das Abfüllen und Etikettieren der Bulkware. Für die Portionierung der Medikamente beschafften die Apotheker ohne Grenzen mehr als 35.000 arzneimittelgerechte Behältnisse.

Mit der Bereitstellung des Bedarfs an Medikamenten für 2007 endete das Engagement der Apotheker ohne Grenzen für das CAS, nachdem sich die Situation des Projekts hinsichtlich der personellen Besetzung im CAS  und der Bevölkerungsstruktur im Viertel geändert hatte.

2002 bis 2003

Seinen Anfang nahm das Engagement der Apotheker ohne Grenzen in Mexiko 2002 mit der pharmazeutischen Begleitung eines ärztlichen Einsatzes der Gesundheitsbehörden im Bundesstaat Puebla. Das Familienministerium DIF und das Gesundheitsministerium im Bundesstaat Puebla hatten eine Gesundheitskampagne gestartet.

Ein Regierungsplan sah die Unterstützung von medizinisch unterversorgten Gebieten vor. Der Plan konnte oft nicht in die Tat umgesetzt werden, weil es an Arzneimitteln fehlte. Die Apotheker ohne Grenzen stellten sämtliche Arzneimittel kostenlos zur Verfügung. In einer fünf Tage dauernden Aktion wurden knapp 1.500 Patienten in der Sierra um Coxcatlán akut medizinisch versorgt. Beschafft wurden sie überwiegend in Mexiko. Auch die Lagerhaltung in der provisorischen Apotheke übernahmen Mitarbeiter der Apotheker ohne Grenzen.

Dringend erforderliche Aufklärung über Hygiene und Ernährung für die Patienten stand ebenfalls auf dem Programm. Diese Gesundheitskampagnen ermöglichten keine nachhaltige Betreuung der Patienten seitens der mexikanischen Ministerien bzw. Gesundheitszentren. Die Apotheker ohne Grenzen haben daher entschieden, derartige Kampagnen nicht weiter zu unterstützen.

+ Justicia y Amor

2008 bis jetzt

Apotheker ohne Grenzen Deutschland e.V. (AoG) engagiert sich gemeinsam mit der privaten Stiftung Justicia y Amor in der Ausbildung und Unterstützung der Promotores de Salud, den „Gesundheitsverantwortlichen“ der Dörfer, mit Fokus auf den Bundesstaat Guerrero.

Die Promotores de Salud übernehmen als medizinische Laien in ihren Dorfgemeinschaften die Betreuung der Patienten und sind oft die einzigen Ansprechpartner in Gesundheitsfragen. Daher haben sie einen hohen Stellenwert in der Gemeinschaft und tragen große Verantwortung gegenüber den Kindern, Frauen und Männern des Dorfes. Dabei sind sie oft auf sich allein gestellt, weil selten Ärzte in die Dörfer kommen.

In den mehrtägigen Schulungen für die Promotores werden Themen wie Basisdiagnostik, Behandlung und Medikation gängiger Krankheiten, Abgabehinweise an Patienten und auch Lagerung der Arzneimittel vermittelt.

AoG unterstützt weiterhin die Beschaffung und Lagerung qualitativ hochwertiger Arzneimittel zur Versorgung der betreuten Gemeinden.

+ Centro de Asistencia Social in Mexiko Stadt

2003 bis 2008

Die Apotheker ohne Grenzen unterstützten das deutsch-mexikanische Sozialwerk der evangelischen Kirche Deutschlands in Mexiko-Stadt. Die Klinik des Centro de Asistencia Social (CAS) in der Millionenmetropole versorgte rund 4.000 Patienten mit ca. 12.500 Arztbesuchen pro Jahr.

Das Zentrum leistet auch Gesundheitserziehung durch die Promotores de Salud und Sozialarbeit in den Slums. Das CAS be­treut ausschließlich Patienten, die sich weder eine Krankenversicherung leisten noch die hohen Preise für Medikamente in mexikanischen Apotheken bezahlen könnten.

Basis für die Zusammenarbeit zwischen CAS und AoG bildete ein Vertrag mit therapeutischen Maßnahmenplänen und Medikationslisten. Zu den Dauerpatienten des CAS gehören ca. 100 Diabetiker, Rheumakranke sowie Bluthochdruckpatienten, deren permanente Versorgung mit Medikamenten erst durch die Apotheker ohne Grenzen ermöglicht wurde. Genaue Bedarfsermittlung, zuverlässige Qualität und Wirtschaftlichkeit standen dabei an oberster Stelle.

Den Qualitätsansprüchen wird der mexikanische Markt oft nicht gerecht. Ende 2006 konnte erstmals eine große Arzneimittellieferung aus Deutschland für das CAS und Justicia y Amor nach Mexiko importiert werden. Eine Mitarbeiterin der Apotheker ohne Grenzen überwachte das Abfüllen und Etikettieren der Bulkware. Für die Portionierung der Medikamente beschafften die Apotheker ohne Grenzen mehr als 35.000 arzneimittelgerechte Behältnisse.

Mit der Bereitstellung des Bedarfs an Medikamenten für 2007 endete das Engagement der Apotheker ohne Grenzen für das CAS, nachdem sich die Situation des Projekts hinsichtlich der personellen Besetzung im CAS  und der Bevölkerungsstruktur im Viertel geändert hatte.

+ Puebla

2002 bis 2003

Seinen Anfang nahm das Engagement der Apotheker ohne Grenzen in Mexiko 2002 mit der pharmazeutischen Begleitung eines ärztlichen Einsatzes der Gesundheitsbehörden im Bundesstaat Puebla. Das Familienministerium DIF und das Gesundheitsministerium im Bundesstaat Puebla hatten eine Gesundheitskampagne gestartet.

Ein Regierungsplan sah die Unterstützung von medizinisch unterversorgten Gebieten vor. Der Plan konnte oft nicht in die Tat umgesetzt werden, weil es an Arzneimitteln fehlte. Die Apotheker ohne Grenzen stellten sämtliche Arzneimittel kostenlos zur Verfügung. In einer fünf Tage dauernden Aktion wurden knapp 1.500 Patienten in der Sierra um Coxcatlán akut medizinisch versorgt. Beschafft wurden sie überwiegend in Mexiko. Auch die Lagerhaltung in der provisorischen Apotheke übernahmen Mitarbeiter der Apotheker ohne Grenzen.

Dringend erforderliche Aufklärung über Hygiene und Ernährung für die Patienten stand ebenfalls auf dem Programm. Diese Gesundheitskampagnen ermöglichten keine nachhaltige Betreuung der Patienten seitens der mexikanischen Ministerien bzw. Gesundheitszentren. Die Apotheker ohne Grenzen haben daher entschieden, derartige Kampagnen nicht weiter zu unterstützen.