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Hilfe nach dem Hochwasser im Mai 2014

Im Mai 2014 wurden die Menschen in  Bosnien-Herzegowina, Kroatien und Serbien von einem  verheerenden Hochwasser getroffen; ganze Landstriche standen für Wochen unter Wasser und die Aufbauarbeiten stellten die staatlichen Stellen und Hilfsorganisationen in den folgenden Wochen vor große Herausforderungen.

Die Apotheker ohne Grenzen entsandten geschulte Einsatzkräfte, um vor Ort den pharmazeutischen Bedarf zu erkunden und Hilfsmaßnahmen in die Wege zu leiten. In Bosnien-Herzegowina unterstützten wir das Krankenhaus in Odzak mit einer Lieferung an dringend benötigten Arzneimitteln, die in Sarajewo beschafft worden waren.

In Serbien unterstützten die Apotheker ohne Grenzen die Krankenhäuser in den vom Hochwasser betroffenen Orten Obrenovac, Paracin, Kupanj, Lazarevac, Smederevska Palanka und Veliki Crljani mit Schmerz- und Desinfektionsmitteln. Die Medikamente wurden bei einem lokalen Großhändler über die staatliche Zentralapotheke in Belgrad beschafft und an die Krankenhäuser geliefert.

In beiden Ländern konnten wir auf lokale Kooperationen zurückgreifen. In Belgrad arbeiteten wir eng mit serbischen Apothekern zusammen, die uns bei der Organisation und dem Monitoring der Maßnahmen unterstützen. Dies war auch eine Gelegenheit, die Pläne zur Gründung der serbischen Apotheker ohne Grenzen weiter voran zu treiben, für die uns vor der Nothilfe bereits eine Kooperationsanfrage vorlag.

Außerdem erhielten wir in Bosnien-Herzegowina und Serbien Unterstützung durch die lokalen Büros von Help e.V., die seit Mitte der 90er Jahre in Bosnien-Herzegowina, Montenegro und Serbien tätig.