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Wichtige Hilfe im Kampf gegen Omikron in Buenos Aires

Apotheker ohne Grenzen – Wichtige Hilfe im Kampf gegen Omikron in Buenos Aires

Stand: Januar 2022 – Die Pandemie hat uns auch zu Beginn des Jahres 2022 noch fest im Griff. Weltweit steigen die Fallzahlen aufgrund der neusten Coronavariante Omikron wieder deutlich an und die Bevölkerung sieht sich erneut mit starken Einschränkungen konfrontiert.

Argentinien trifft es momentan besonders hart. Das Land liegt an 7. Stelle der weltweiten Fahlzahlen und die Positivrate bei den Tests an einigen Tagen bei 75%. Täglich fällt Personal aus in der Slumapotheke in Villa Zagala und wenn eine Mitarbeiterin zurückkommt, ist bereits die nächste positiv.

Wir sind so geschlaucht, so müde. Seit Jahren gibt es einen Schlag nach dem anderen. Immer mehr Arbeit und immer weniger Mitarbeiterinnen.

Warten auf lebenswichtige Medikamente vor der AoG-Slumapotheke (Bild: Januar 2022)

Unsere AoG-Projektkoordinatorin Dr. Carina Vetye berichtet von zwei harten Jahren in Buenos Aires, von Schicksalsschlägen in der Slum-Apotheke und den Folgen der Pandemie für die argentinische Bevölkerung:

März 2020:

Einer der härtesten Pandemie-Lockdowns startet in Argentinien und zerstört die meisten Familien wirtschaftlich und seelisch.

Die Menschen sind so traurig, keiner kann sich vorstellen, was es heisst, so viele Monate eingesperrt zu sein. Das Ergebnis: kaputte und bankrotte Familien und fast 120.000 Tote trotz dieser wahnsinnigen Anstrengung der Bevölkerung.

Mitte 2020:

Immer mehr Lockdown-Arbeitslose, immer mehr Obdachlose, ganze Familien leben auf den Straßen. Wer die Miete nicht zahlen kann, fliegt raus, auch Eltern mit Kleinkindern.

Dezember 2020:

Unsere Kinderärztin hat Krebs und kann nicht mehr im Gesundheitszentrum arbeiten.

Anfang 2021:

Die Suppenküchen wissen nicht mehr, wie sie den Ansturm von Bedürftigen bewältigen sollen.

März 2021:

Eine unserer Allgemeinärztinnen hat Tuberkulose und fällt aus.

 

Arbeiten auf engstem Raum in der Slumapotheke

Unsere AoG-Projektkoordinatorin Dr. Carina Vetye berichtet von zwei harten Jahren in Buenos Aires, von Schicksalsschlägen in der Slum-Apotheke und den Folgen der Pandemie für die argentinische Bevölkerung:

Mitte 2021:

Drei von vier Kinder in der Provinz Buenos Aires sind arm. Nachdem die Schulen ein Jahr lang geschlossen waren, gehen Hundertausende von Kindern und Jugendlichen nicht mehr zu Schule.

August 2021:

Die argentinische Hauptstadt gibt immer noch ein deprimierendes Bild ab mit massenhaft bankrotten Restaurants und Geschäften, einer leblosen Fußgängerzone.

Dezember 2021:

Immer wieder Stromausfälle in Buenos Aires bei 40 Grad und darüber. Hundertausende haben somit auch kein Wasser, weil es nicht in die Tanks gepumpt werden kann. Der Strompreis wurde nicht erhöht, um die Menschen nicht noch mehr zu belasten, auch Wasser-, Gas- und Verkehrsmittelpreise sind nur wenig gestiegen. Als Folge können die Anbieter nicht investieren und die Infrastruktur – die eh schon am Limit war – bricht immer wieder zusammen. Die Inflation liegt über 50 Prozent, aber diese Zahl ist schöngerechnet. Die Preissteigerungen waren höher.

Januar 2022:

In der AoG-Apotheke versorgen wir 30 Prozent mehr an Patienten mit chronischen Krankheiten.

Es sind Patienten, die langfristig Hilfe benötigen. Die Arbeitslast und die Verantwortung werden damit immer größer und diese Arbeit wichtiger denn je.

Das Team der AoG-Apotheke kämpft täglich weiter und hat dabei ein klares Ziel:

„Trotz Platzknappheit in der knapp 1,5 m breiten Apotheke und mit 50 Prozent Personalausfall stemmen wir uns gegen die Omikron-Welle und bieten eine stabile Basisgesundheitsversorgung an!“

AoG-Projektkoordinatorin und Apothekerin Dr. Carina Vetye in der sehr kleinen Slum-Apotheke im Gesundheitszentrum – durch ein perfektes Lagermanagement meistert das Apothekerinnen-Team das Arbeiten auf engstem Raum unter Coronabedinungen

Apotheker ohne Grenzen – verlässliche und lebenswichtige Hilfe in den Slums von Buenos Aires!

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