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Jahresrückblick von Apotheker ohne Grenzen 2021

Jahresrückblick 2021

Das Jahr neigt sich langsam dem Ende zu und Apotheker ohne Grenzen schaut zurück auf ein immer noch weitestgehend von der Pandemie beherrschtes Jahr sowie auf herausfordernde Nothilfeeinsätze, sogar im eigenen Land. Dank der tatkräftigen, ehrenamtlichen Unterstützung unserer AoG-Mitglieder und Einsatzkräfte sowie vieler Spenden, konnten wieder zahlreiche Aktionen und Projekte geplant und erfolgreich umgesetzt werden, um den Menschen in Deutschland sowie weltweit schnelle und pharmazeutische Hilfe leisten zu können.

 

Sehen Sie selbst im folgenden AoG-Jahresrückblick 2021, wie Apotheker ohne Grenzen aktiv Menschen auf der ganzen Welt geholfen hat und auch weiterhin hilft:

PS: Wenn Sie unsere Arbeit auch weiterhin gerne unterstützen möchten oder einzelne AoG-Projekte, die Ihnen am Herzen liegen, dann benutzen Sie gerne folgenden Button. Wir sagen von Herzen DANKE für jede Unterstützung, die wir in unseren weltweiten Projekten einsetzen können!

Januar – Unterstützung in Impfzentren

AoG-Mitglied Elke Althöfer-Blautzik unterstützt ein Impfzentrum in Offenburg

AoG-Mitglied Kristin Hortmann bei der Vorbereitung von Impfdosen

Im Kampf gegen die Pandemie ist das Impfen eine unserer effektivsten Waffen. Im Januar kooperierte Apotheker ohne Grenzen deshalb deutschlandweit mit den Gesundheitszentren und Apothekerkammern, um AoG-Mitglieder als Helfer für die Vorbereitung des Impfstoffes an entsprechende Impfstandorte zu vermitteln.

Januar – AoG im HomeOffice

Alle mussten sich seit Beginn der Pandemie umstellen und umdenken – auch wir haben uns neu organisiert, um trotz Corona stets für den Verein da zu sein.

Seit Anfang der Pandemie koordinieren wir unsere Anwesenheit im Büro in einem Drive-Dokument, so dass immer mindestens eine Person von uns im Büro anwesend ist und unsere Büroräume nie zu voll besetzt sind. Wir haben drei Büroräume in München und können uns deshalb stets gut aufteilen. Auch Anfang 2021 spielte sich der Großteil unserer Arbeit noch im Homeoffice ab.

Das AoG-Team der Geschäftsstelle grüßt aus dem Homeoffice

Februar – Verteilung von Hygieneprodukten in Nepal

Übergabe von Hygieneprodukten an ein junges nepalesisches Mädchen

Aufklärung in dörflichen Bergregionen zu der richtigen Hygiene – wie Händewaschen – in Zeiten der Pandemie

Auch Nepal wurde hart von der Coronapandemie getroffen und viele wichtige Einnahmequellen brachen für die Einheimischen weg. Vor allem die armen Nepali konnten sich deshalb keinen adäquaten Schutz gegen das Corona-Virus leisten.

Gemeinsam mit unserem bereits bestehenden Partner, der nepalesischen Hilfsorganisation Public Health Concern Trust (PHECT), und der zuständigen lokalen Verwaltung konnten Hygienetüten für bedürftige Nepali gepackt und verteilt werden.

Die Tüten beinhalteten jeweils drei Stück Seife und fünf wiederverwendbare Masken. Um eine nachhaltigen Schutz sicherzustellen, wurden die Bewohner zusätzlich über Hygienemaßnahmen und das richtige Händewaschen aufgeklärt. Mit dieser gemeinsamen Aktion haben wir 608 Familien in abgelegenen Bergdörfern erreichen können.

März – 10.000 Hygienetüten für Bedürftige verteilt!

Die meisten Menschen ohne festen Wohnsitz haben keinen Zugang zu einer angemessenen Gesundheitsversorgung und leiden besonders unter der Pandemie. Fehlende finanzielle Mittel erschweren einen adäquaten Schutz gegen das Virus.

Wir wollten möglichst viele Obdachlose und Bedürftige in Deutschland mit einem persönlichen Alltagshygiene- und Körperpflegepaket ausstatten und riefen deshalb im Februar bundesweit Apotheken und Unternehmen zu Sach- und Geldspenden auf.  Über unsere Regionalgruppen wurde ein Bedarf von etwa 10.000 Hygienetüten ermittelt und dementsprechend einiges an Produkten gebraucht.

Bis März kamen bereits tausende Artikel zusammen: Apotheken, Unternehmen, Spender und Mitglieder – jeder wollte seinen Beitrag zu dieser Aktion leisten und so spendeten alle fleißig!

Auch in der Geschäftsstelle trafen die ersten Paletten ein, wurden ausgepackt, sortiert, umgelagert, neu verpackt, abgezählt, an die AoG-Regionalgruppen versendet und eingetütet. Eine Mammutarbeit, aber dank vieler helfender Hände und kreativen und aktiven Mitgliedern alles machbar.

PhiP Antonia Brede in der Geschäftsstelle beim Stapeln von Zahnpasta

FSJler Louis Juchum beim Eintüten der Produkte für die Hygienetüten

AoG-Fundraiserin Kira Morandin beim Einladen von 5 Paletten vom LKW

April – Hygienetüten-Aktion: die AoG-Regionalgruppen haben fleißig verteilt!

Verteilung der AoG-Hygienetüten in Münster

Verteilung der AoG-Hygienetüten auf der Kölner Domplatte

AoG sagt DANKE an alle Helfer und Spender

Durch die zahlreichen Spenden und die viele ehrenamtliche Unterstützung konnten wir letztendlich die 10.000 gewünschten Hygienetüten packen und mit Hilfe der Regionalgruppen deutschlandweit an Bedürftige verteilen. An dieser Stelle noch einmal ein riesiges Dankeschön für die Unterstützung von allen Seiten. Nicht zuletzt dank dieser großen Hilfsbereitschaft kann AoG mit Aktionen wie diese Hygienetütenaktion einen Beitrag zur gesundheitlichen Versorgung für Menschen leisten.

Mai – Neue Gesichter in der Geschäftsstelle

In der AoG-Geschäftsstelle gab es einige Veränderungen Mitte des Jahres: Nachdem unsere langjährige AoG-Projektkoordinatorin Stefanie Pügge zum Ende des letzten Jahres den Verein nach 8 Jahren verließ, trat Irene Markert im Mai ihre Nachfolge hat. Irene war bereits im Sommer 2018 als PhiP (Pharmazeutin im Praktikum) für 6 Monate in der Geschäftsstelle in München. Außerdem verabschiedeten wir unsere PhiP Antonia Brede und unseren FSJler Louis Juchem. Kathrin Walter folgte als neue Pharmazeutin im Praktikum.   

Projektkoordinatorin Irene Markert

PhiP Kathrin Walther

Juni – Impfen bei unserem AoG-Projekt in Mainz

Apothekerinnen Andrea Adrian, Kristin Hortmann und Helena Schröder unterstützen die Impfaktion

Auch die Apothekerinnen Andrea Roth und Christine Gerdum helfen bei der Vorbereitung der Impfdosen

An insgesamt drei Tagen war ein AoG-Team in Mainz aktiv und half dabei über 50 Obdachlose zu impfen. Beim Aufziehen der Spritzen galt äußerste Sorgfalt und pharmazeutische Fachexpertise war gefragt.

Im Vorfeld wurden mit den Obdachlosen Termine vereinbart. Am Eingang hieß es dann Fieber messen, Informationsunterlagen und (falls noch nicht vorhanden) Impfpass abholen. Im Patientenzimmer erhielten sie von einem Arzt unseres Projektpartners Armut und Gesundheit in Deutschland e.V. die Impfung und nach 15 Minuten warten im großen Speiseraum der Pfarrer-Landvogt-Hilfe, konnten sie schließlich wieder gehen. Alle vorhandenen Dosen Impfstoff konnten ohne Probleme verabreicht werden und wurden dankend angenommen.

Juli – Hochwasserkatastrophe in Deutschland

Die Flutkatastrophe im Juli, von der vor allem die Regionen Ahrweiler und Eiffel in Rheinland-Pfalz und Regionen in NRW stark betroffen waren, bedeutete für Apotheker ohne Grenzen einen noch nie dagewesenen Nothilfeeinsatz im eigenen Land. Binnen kürzester Zeit mobilisierten wir unser gesamtes Netzwerk, um den betroffenen Menschen in den Katastrophengebieten mit unserer vollen pharmazeutischen Kompetenz helfen zu können.

Unsere ehrenamtlichen Mitglieder engagierten sich in den Apotheken vor Ort und Hygienetüten wurden zur Verfügung gestellt, um auch in dieser Ausnahmesituation einen Schutz vor dem Coronavirus zu ermöglichen. Dringend benötigte Arzneimittellieferungen wurden sortiert und verteilt. Als Übergangslösung organisierte AoG in Kooperation mit action medeor zwei Container, die unter anderem für Arzneimittelabgaben und Beratung, sowie auch für Medikationsanalysen genutzt werden. Einer der Container steht in Kalenborn und ist für die dortige Bevölkerung in den nächsten Monaten sowohl Anlaufstelle mit einer Apotheke und einer Arztpraxis. Dank der schnellen und zahlreichen Spenden und der Einsatzbereitschaft unserer ehrenamtlichen Helfer konnten wir in den betroffenen Regionen einen großen Beitrag zur Aufrechterhaltung der pharmazeutischen Infrastruktur leisten und sind auch über das Jahr hinaus noch immer aktiv in vielen Regionen mit einzelnen längerfristigen Projekten. Wir von Apotheker ohne Grenzen bleiben dran!

Weitere Informationen zu allen Aktionen der Nothilfe nach dem Hochwasser und wie AoG weiterhilft finden Sie HIER

Das volle Ausmaß der Katastrophe ist nur schwer zu begreifen

Unsere zweite AoG-Vorstandsvorsitzende Dr. Petra Nolte unterstützt im Ahrtal nach der Flutkatastrophe

AoG-Einsatzkräfte Dr. Charlotte Lübow, Dr. Martina Gerhardt und Kathrin Bell-Brust erfassen die vorrätigen Arzneimittel im Sanitätslager des ASB in Bad Neuenahr

August – Schnelle Hilfe nach Erdbeben auf Haiti

Nach dem schweren Erdbeben im Süden von Haiti Mitte August, fehlte es in der betroffenen Region an medizinischem Personal und Material, um die vielen Verletzten versorgen zu können. Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen waren zerstört

Das AoG-Projekt in Baudin, der Gesundheitsposten Medi-Pharma, war glücklicherweise weder von dem Erdbeben, noch von dem Tropensturm, der wenige Tage später über die Insel zog, betroffen. Allen Mitarbeiter geht es gut und Gebäude, sowie die neue Solaranlage auf dem Dach des Gesundheitspostens sind unbeschädigt. Gerade deshalb war die Anteilnahme des Teams für die Betroffenen im Südosten der Insel groß. Alle wollten helfen.

Mit der Hilfe von Apotheker ohne Grenzen konnte diese Hilfe schnell und unbürokratisch durch finanzielle Unterstützung ermöglicht werden. Die Leiterin des AoG-Projektes auf Haiti, Krankenschwester Alène Renfort, fuhr gemeinsam mit dem Arzt Dr. Nicolas und einer weiteren Krankenschwester ins ca. 4 Stunden entfernte Les Cayes, um vor Ort zu helfen und dringend benötigte Medikamente und Verbandsmaterialien zu liefern.  

Das von AoG entsandte Team unterstützt vor Ort bei der Versorgung von Patienten und liefert dringend benötigte Medikamente und Materialien

Viel Andrang beim Arzt Dr. Nicolas

September – Erste Projektreise nach Griechenland: Hilfe für Flüchtlinge

In Athen werden Kisten mit Arzneimittelspenden sortiert

Unsere ehrenamtlichen Projektkoordinatoren Mana Emami und Dominik Walther melden sich mit einem kurzen Video aus Griechenland

Unsere ehrenamtliche AoG-Einsatzkräfte Mana Emami und Dominik Walther reisten Mitte September mit einem Team unseres Projektpartners Medical Volunteers International (MVI) für zwei Wochen nach Griechenland.  

Der Verein aus Hamburg gewährleistet die medizinische Versorgung von Geflüchteten in Thessaloniki, Athen und auf Lesbos. MVI koordiniert unter anderem ehrenamtliche medizinische Fachkräfte aus aller Welt, die die Menschen in den Camps behandeln.

Unsere beiden AoG-Einsatzkräfte erhielten auf ihrer ereignisreichen Reise spannende Einblicke in die Arbeit von MVI. Neben der Besichtigung von Flüchtlingscamps, Kliniken, Großhändlern und Apotheken in Thessaloniki, Athen und auf Lesbos, gab es einige Gespräche mit den Projektkoordinatoren und Verantwortlichen vor Ort.

Unser Ziel: Gemeinsam mit MVI möchte Apotheker ohne Grenzen ein langfristiges und nachhaltiges Projekt für Geflüchtete im nächsten Jahr auf die Beine stellen.

September – AoG-Mitgliederversammlung 2021

Mit reichlich Verspätung dank Corona – aber besser spät als nie –  fand im September unsere AoG-Mitgliederversammlung für 2021 statt. Dank der Onlineübertragung konnten nicht nur die Mitglieder vor Ort einen aktuellen Überblick über die Entwicklung des Vereins bekommen. Natürlich war es nach so langer Zeit auch schön die vielen bekannten Gesichter wiederzusehen, aber auch neue AoG-Mitglieder persönlich kennenzulernen. Wir danken allen Teilnehmern und freuen uns schon auf die Mitgliederversammlung im nächsten Jahr.

AoG-Mitgliederversammlung in der Hybridvariante

Oktober – AoG-Einsatzkräfte helfen in der Nothilfe auf Haiti

Die Apothekerinnen Petra Isenhuth und Katarzyna Ostendorf bei der Übergabe auf Haiti zusammen mit Andor und Jaquet, den beiden Helfern in der Apotheke

AoG-Einsatzkraft Petra hilft einer Mutter mit einem Neugeborenen

Apothekerin Petra Isenhuth berichtet von ihrem Einsatz auf Haiti und wie die Feldapotheke aufgebaut ist
AoG Einsatzkraft Katarzyna Ostendorf gibt eine Übersicht über das Feldcamp

Im August unterstützten wir die Erdbebenopfer auf Haiti bereits mit der Finanzierung eines Einsatzteams aus dem AoG-Projekt in Baudin. In Zusammenarbeit mit unserem Partner International Medical Corps (IMC) entschieden wir uns aufgrund der immer noch sehr angespannten Situation, einen Nothilfeeinsatz mit AoG-Einsatzkräften aus Deutschland zu starten.

Den Anfang machte AoG-Mitglied und Apothekerin Petra Isenhuth. Sie unterstütze drei Wochen lang die Feldapotheke im Küstenort Aquin mit ihrer pharmazeutischen Kompetenz. Nach ihr folgte Apothekerin und AoG-Einsatzkraft Katarzyna Ostendorf, um den Einsatz fortzuführen. Gemeinsam mit Jaquet und Andor, den beiden nicht pharmazeutischen Assistenten in der Feldapotheke, konnten täglich etwa 80 Patienten behandelt und viele andere wichtige Aufgaben erledigt werden.

Trotz des vorzeitigen Abbruchs der Nothilfe auf Haiti aufgrund der sich schnell verschlechternden Sicherheitslage im Land, kann Apotheker ohne Grenzen auf einen erfolgreichen Einsatz zurückblicken.

Oktober – AoG-Virathon: Gemeinsam bewegen für den guten Zweck

Bereits zum zweiten Mal startete im Oktober bei Apotheker ohne Grenzen der AoG-Virathon. Vom 4. bis zum 10. Oktober waren die AoG-Community und Freunde sowie Unterstützer aufgerufen, sich sportlich zu betätigen und dadurch Spendengelder für AoG zu sammeln. Schlussendlich kamen durch die Aktion über 2.000 Euro zusammen! Wir danken allen Teilnehmern der Aktion und freuen uns schon auf das nächste Mal!!

Egal ob Laufen, Radfahren, Paddeln, Reiten oder Gassi gehen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt

Oktober – Projektreise nach Tansania

Gruppenfoto beim Besuch von action medeor Tansania in Masambako

Bei der Computerschulung soll der Umgang mit Programmen für Onlinemeetings geübt werden

Nach über 1 ½ Jahren coronabedingter Pause war es im Oktober endlich wieder möglich, unseren Projektpartner in Tansania zu besuchen. AoG-Projektkoordinatorin Irene Markert flog mit der ehrenamtlichen AoG-Einsatzkraft Dr. Martina Gerhardt für eine dreiwöchige Projektreise nach Tansania. Im Gesundheitszentrum in Hanga fanden neben den üblichen Strategiegesprächen und einer Lagerbesichtigung mit Inventur auch eine Schulung für digitale Kommunikation statt, um beispielsweise Onlinemeetings möglich zu machen. Dadurch erhoffen wir uns zukünftig eine bessere Kommunikation über die Ferne.

Oktober – Große Aufräumaktion im Arzneimittellager in Berlin

Das Berliner AoG-Team war erneut bei einem Vor-Ort-Einsatz im Arzneimittellager der Notfallambulanz der Berliner Stadtmission aktiv. Ein zweiköpfiges Team unter Leitung von Marie Kiefer hat „aufgeräumt“ und die bereits im September begonnene Arbeit fortgesetzt. Etwa 20 Medikamentenkisten wurden bei dieser Aktion organisiert, verfallene Arzneimittel entsorgt, Medikamente nach Wirkstoffen und Dosierungen sortiert sowie Schrank und Kisten neu arrangiert.

Unsere AoG-Unterstützerinnen Lena, Marie und Andrea beim Sortieren (v.l.n.r.)

(links, Apotheker ohne Grenzen) sortiert Arzneimittel im Lager der Notfallambulanz am Berliner Hauptbahnhof zusammen mit Frank (rechts, Berliner Stadtmission)

November – AoG-Projektreise nach Uganda

AoG-Einsatzkraft Dr. Hans-Martin Kallenberger und unsere Projektkoordinatorin Ursula Neideck am Äquator auf dem Weg nach Rushooka

Das medizinische Personal vor Ort wird zum Thema Antibiotikaresistenzen geschult

Vor etwas mehr als einem Jahr startete in Rushooka, im Süden Ugandas, ein neues Projekt mit Apotheker ohne Grenzen. Dort unterstützen wir die Schwestern des Ordens „Töchter der göttlichen Liebe“ beim Aufbau einer Geburtenstation durch die Ausstattung mit Medikamenten und Verbandsmaterialien. Im November waren unsere AoG-Projektkoordinatorin Ursula Neideck und AoG-Einsatzkraft Dr. Hans-Martin Kallenberger erstmals für 2 Wochen vor Ort, um die Einrichtungen und die Partner vor Ort kennenzulernen, sowie das weitere Vorgehen zu planen. Neben Schulungen und vielen Gesprächen, wurde vor allem die aktuelle Lagerung der Medikamente inspiziert und neu durchdacht.

November – “Friends of Carina” unterstützt Argentinienprojekt

Bei einem Charityevent für die „Friends of Carina“ in Zürich berichtete unsere langjährige Argentinien-Projektkoordinatorin Dr. Carina Vetye von der Entwicklung ihrer Arbeit in den Armenvierteln von Villa Zagala. Der Schweizer Verein wurde vor vier Jahren ins Leben gerufen, um die großartige Leistung und Arbeit unserer AoG-Projektkoordinatorin und ihrem Team in Buenos Aires zu unterstützen. An diesem Abend kam eine beeindruckende Spendensumme von 27.300 CHF (26.000 Euro) zusammen, die der Arbeit in Buenos Aires direkt zugutekommt! Apotheker ohne Grenzen, Dr. Carina Vetye und ihr ganzes Team vor Ort in Argentinien sagen von Herzen DANKESCHÖN!

AoG-Projektkoordinatorin Dr. Carina Vetye präsentiert den aktuellen Stand ihrer Arbeit in Buenos Aires

November – AoG-Regionalgruppentreffen

Auch Online stets eine super Stimmung bei unseren AoG-Regionaltreffen!

Einmal im Jahr veranstaltet Apotheker ohne Grenzen ein Treffen in Kassel mit allen AoG-Regionalgruppen, weil der persönliche Kontakt zwischen den Mitgliedern und Engagierten bei Apotheker ohne Grenzen besonders wichtig ist und gefördert werden soll. Coronabedingt musste dieses Treffen, wie auch schon im letzten Jahr, online stattfinden. Nichtsdestotrotz haben wir uns am 30. November vor unseren Bildschirmen zusammengefunden, um uns gegenseitig auf den neuesten Stand zu bringen und uns über verschiedene Themen auszutauschen.

Wir danken allen Mitgliedern für die zahlreiche Teilnahme und hoffen sehr alle im nächsten Jahr wieder persönlich zu sehen!

Dezember – Back to Argentina

Nach knapp zwei Monaten in Deutschland ging es für unsere AoG-Projektkoordinatorin Dr. Carina Vetye Anfang Dezember wieder zurück nach Argentinien, um ihre Arbeit im Gesundheitszentrum in Villa Zagala wiederaufzunehmen. Mit dabei hatte sie rund 100 kg Gepäck, die es glücklicherweise ohne größere Zwischenfälle durch den Zoll und in Argentinien nach 30 Stunden Reise wieder zurück zu Carina geschafft haben.

Carina bei ihrer Ankunft in Buenos Aires

Dezember – Alle Jahre wieder: Hirtenbriefe eintüten

In der AoG-Geschäftsstelle kamen wir schnell in Weihnachtsstimmung beim gemeinsamen Eintüten

AoG-Mitglied Barbara Weinmüller sortierte im eigenen Wohnzimmer fast 600 Hirtenbriefe

Kisten voller Hirtenbriefe für die AoG-Mitglieder sortiert

Jedes Jahr zur Weihnachtszeit steht in der Geschäftsstelle das sogenannte „Eintüten“ auf dem Plan. Dabei werden der AoG-Hirtenbrief – ein Jahresrückblick mit Grußworte unseres Vorstandsvorsitzenden Jochen Schreeck in extra dafür designte Briefumschläge verpackt. Anschließend müssen alle Briefumschläge noch nach aufsteigender Postleitzahl sortiert werden. Dank der tollen Unterstützung der Münchener AoG-Regionalgruppe in der Geschäftsstelle und von AoG-Mitglied Barbara Weinmüller, die allein etwa 600 Briefe bei sich zu Hause mit ihrem Mann gepackt hat, konnten wir schon nach zwei Tagen bei einem Glühwein auf die letzte sortierte Kiste voller Briefe anstoßen. Noch einmal ein riesiges Dankeschön an alle Helfer!

Dezember – Zweite Reise nach Griechenland

Vom 14. bis 20. Dezember besuchte unsere Projektkoordinatorin Irene Markert zusammen mit Judith Klemm, der aktuellen Pharmazeutin im Praktikum, das neue AoG Projekt in Athen, um die Partner von Medical Volunteer International (MVI) vor Ort bei der Organisation des neu eingerichteten Medikamentenlagers zu unterstützen. MVI versorgt in einer Klinik und in den Straßen von Athen Geflüchtete und Obdachlose mit Hilfe mobiler Einsatzärzte, die alle wichtigen Hilfsmittel und Medikamente in Rucksäcken mit sich führen. Um den Menschen entsprechende Hilfe leisten zu können ist die Organisation und Kontrolle der Arzneimittel im Medikamentenlager sehr wichtig. Unsere beiden Einsatzkräfte unterstützten vor Ort unter anderem bei der Inventur und sortierten 5 große Kisten mit Arzneimittelspenden, die aus Spanien eintrafen. Leider waren aufgrund schlechter Qualität, Beschädigung oder Überschreiten des Verfallsdatums nur wenige Spenden wirklich brauchbar.

Mit der Unterstützung von Apotheker ohne Grenzen sollen Medikamente in Zukunft bedarfsgerecht und vor Ort gekauft werden, um die Arzneimittelspenden weitestgehend reduzieren und die Qualität der Versorgung verbessern zu können.

AoG-Projektkoordinatorin Irene Markert und AoG-PhiP Judith Klemm auf dem täglichen Weg in das Medikamentenlager

Beschriftung der neuen Kisten im Arzneimittellager

Die Ärzte von MVI mit ihren Medikamentenrucksäcken in den Straßen von Athen

Dezember – AoG-Unterstützung auf den Philippinen

Verteilung der AoG-Hygiene-Kits an Menschen in den Straßen

Auch an die Kleinsten im Land werden Hygienetüten verteilt

Im Süden der philippinischen Insel Mindoro konnten die German Doctors dank einer finanziellen Unterstützung von 4.000 Euro durch Apotheker ohne Grenzen 1.156 Hygiene-Pakete an Bedürftige verteilen. Darin befanden sich vor allem Shampoo, Seifen, Desinfektionsmittel, Gesichtsmasken, Zahnbürsten und Zahnpasta. Angesichts der aktuellen Lage im Land ist es jetzt besonders wichtig, die einheimische Bevölkerung im Kampf gegen das Virus zu unterstützen und entsprechenden Schutz zu ermöglichen.