In Nothilfe

Erdbeben auf Indonesien

AoG geht in den Nothilfeeinsatz

Am Freitag, dem 28. September ereignete sich in Indonesien ein Erdbeben der Stärke 7,7 auf der Richterskala. Das Epizentrum befand sich in der Zentralprovinz Sulawesi. Ein Tsunami erreichte kurz darauf die Gegend um Palu City und Donggala und seither gab es mehrere starke Nachbeben.

Bis zu 1,5 Millionen Menschen können von der Katastrophe betroffen sein. Viele Gegenden sind noch nicht erreicht worden und die Zahl der Verletzten steigt.

Es ist bereits klar, dass über 2.000 Menschen ihr Leben verloren haben. Über 5.000 Menschen gelten noch immer als vermisst.

Apotheker ohne Grenzen hat bereits mit der Partnerorganisation Navis e.V. ein Fact-Finding-Team zusammengestellt, um vor Ort die Lage zu beurteilen und einen Noteinsatz in die Wege zu leiten. Am Dienstag, den 2. Oktober wird das Team in das Krisengebiet aufbrechen. Dr. Ralph Bültmann, AoG-Schatzmeister und erfahrene Einsatzkraft aus Nepal, wird Teil des Teams sein. Vor Ort wird geschaut, welche weiteren Hilfsmaßnahmen benötigt werden und in welche Regionen Einsatzkräfte gesandt werden.

Wir halten Sie auf dem Laufenden und freuen uns über jede Unterstützung!

XXXXXXXXXXXXXXX AoG-Nothilfeeinsatz beendet XXXXXXXXXXXXXXX

Montag, 8. Oktober 2018: Von Freitag bis Sonntag war das Fact-Finding-Team in Palu und Umgebung und konnte sich dort ein eigenes Bild der Lage machen. Es führte Gespräche mit unterschiedlichen Institutionen vor Ort. Die Situation hat sich über das Wochenende weiterhin verbessert, es gibt im Krisengebiet Strom und Wasser und auch die medizinisch-pharmazeutische Versorgung kann über lokale Kräfte abgedeckt werden. AoG-Einsatzkraft Dr. Ralph Bültmann sprach mit vielen Ärzten im Einsatzgebiet: „Medikamente und Materialien sind vorhanden. Die medizinische Versorgung ist mehr als ausreichend.“ Die Auffanglager lösen sich langsam wieder auf bzw. verteilen sich an verschiedene Stellen, es gibt keine Krankheitsausbrüche oder akute Versorgungsengpässe.

Offizielle Bestätigung der Regierung von Indonesien: Keine medizinische Nothilfe von internationalen Organisationen benötigt – Lage vor Ort im Griff

Seitens der AHA, der Krisen-Koordinierungsstelle, kam am Wochenende die offizielle Nachricht, dass in erster Linie Hilfe im Bereich Fracht und Logistik (z.B. Zelte, Wasseraufbereitung, Generatoren) und finanzielle Unterstützung benötigt werden, und dass die medizinische Versorgung lokal abgedeckt wird.

Ein Nothilfeeinsatz kann nur in Abstimmung und unter Anforderung der lokalen Behörden erfolgen. Diese Anforderung wurde in Bezug auf medizinische Nothilfe zwischenzeitlich widerrufen. Apotheker ohne Grenzen respektiert und beachtet stets die Entscheidungen im Nothilfeland und deshalb ist unsere Einsatzkraft Dr. Ralph Bültmann bereits auf dem Rückflug Richtung Deutschland. Seitens AoG werden keine weiteren Einsatzteams nach Indonesien gesendet.

Am aktuellen Einsatz kann man sehen, dass Apotheker ohne Grenzen jederzeit bereit sind, professionelle pharmazeutische Nothilfe zu leisten. Unsere Einsatzkräfte sind gut geschult und werden von der AoG-Koordinierungsstelle in München bei jedem Schritt im Katastrophengebiet intensiv begleitet.

Möchten Sie unsere Arbeit unterstützen, so dass wir auch für den nächsten Nothilfeeinsatz bereit sind?

Jede Unterstützung ist willkommen!

Gerne können Sie auch direkt auf unser Konto spenden:

Deutsche Apotheker- und Ärztebank

BLZ:     300 606 01
IBAN:   DE 88 3006 0601 0005 0775 91
BIC:      DAAEDEDDXXX

Freitag, 5. Oktober 2018: Zwischenstation Balikapapan – AoG-Einsatzkraft Ralph Bültmann mit dem Fact-Finding-Team von Navis am Flughafen in Balikpapan. Derzeit sind sie unterwegs zur Insel Borneo nach Palu City. Dort wollen sie neben Palu auch die Ortschaften Donggala und Sigi aufsuchen, weil da die Zerstörungen am größten sein sollen.

Militärflughafen in Balikpapan (© NAVIS e.V.)

Das Einsatzteam von AoG und Navis ist bereit! (© NAVIS e.V.)

Donnerstag, 4. Oktober 2018: AoG-Einsatzkraft, Dr. Ralph Bültmann, sitzt mit dem Navis-Team im Flugzeug Richtung Balikpapan:

Von dort aus versuchen sie nach Palu weiterzukommen. Das Team ist vor Ort bereits gut vernetzt und motiviert sowie erfinderisch genug einen geeigneten Weg durch das zerstörte Gebiet zu finden.