In News,Uganda

Die Apotheker ohne Grenzen in Uganda

Mit Apotheker Helfen e.V. haben wir in Uganda ein neues Projekt begonnen. Zusammen mit unserem lokalen Partner EMESCO Development Foundation arbeiten wir im Kibaale District an einer zuverlässigen Arzneimittelversorgung. Dafür haben unsere Projektkoordinatorinnen Stefanie Pügge und Claudia Martin mit Andreas Wiegand von Apotheker Helfen zunächst neun Gesundheitszentren besucht und erste Eindrücke der lokalen Gesundheitsversorgung gewonnen. Das vorläufige Ergebnis: Die Infrastruktur ist nur rudimentär vorhanden und Patienten müssen zu weite Wege auf sich nehmen, um behandelt zu werden und Medikamente zu bekommen. Qualitative Unterschiede im Lagermanagement sind unübersehbar. Pharmazeutisches Fachpersonal gibt es auf dieser Ebene der Gesundheitseinrichtungen leider auch noch nicht.

Uganda_Workshop_2017
Aufgrund des fehlenden pharmazeutischen Personals in nahezu allen Gesundheitseinrichtungen im Kibaale District haben wir in einem viertägigen Workshop die lokalen Mitarbeiter geschult. Organisiert und verwirklicht wurde das Training zusammen mit unseren Partnern. Themen waren unter anderem Lagermanagement, Umgang mit Stock Cards, Medikamentenbestellung, rationaler Gebrauch und Abgabe von Medikamenten, uvm. Mit interaktiven Übungen und praxisnahen Aufgaben haben wir die Teilnehmer hinsichtlich ihrer Verantwortung im lokalen Gesundheitssytem sensibilisiert. PTAs oder Apotheker gibt es hier im District nicht. Die Teilnehmer sind sehr dankbar: „Der Workshop war sehr gut und hat uns gezeigt wie wir mit einfachen Mitteln unsere tägliche Arbeit verbessern können. Leider gibt es in dieser Gegend viel zu selten die Möglichkeit Schulungen zu besuchen.“
Uganda_Workshop2_2017

Der vor Ort neu eingestellte und einzige Apotheker im Kibaale District, der ebenfalls am Training teilgenommen hat, steht den Teilnehmern auch über unseren Aufenthalt hinaus mit pharmazeutischem Fachwissen zur Seite und wird die Gesundheitseinrichtungen regelmäßig zur Supervision besuchen. Nur so kann sichergestellt werden, dass der Workshop auch nach unserer Abreise weiter wirkt und die Teilnehmer das dort gewonnene Wissen im harten Alltag anwenden und sich letztlich auf einem qualitativ höheren Niveau als vorher um die Gesundheit der Menschen vor Ort kümmern können. Die Teilnehmer können nun mit ihrem neu gewonnen Wissen in die Gesundheitseinrichtungen zurück und das Gelernte dort an ihre Mitarbeiter und Kollegen weitergeben. Für unsere Mitarbeiterinnen, Stefanie Pügge und Claudia Martin, geht es dagegen zurück nach Deutschland, um weiter dafür zu arbeiten, unserem Ziel ein Stück näher zu kommen: So vielen Menschen wie möglich auf der Welt zu einer besseren Gesundheit zu verhelfen, indem wir nachhaltig arbeiten und die Menschen vor Ort dazu befähigen, sich professionell und effektiv um sich und andere kümmern zu können.

 

Falls Sie uns mit einer kleinen oder größeren Spende für unser Uganda-Projekt und viele andere Einsätze unterstützen wollen, können Sie das gerne hier tun.

 

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