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Coronavirus – Update von Apotheker ohne Grenzen

Liebe Freunde und Unterstützer von Apotheker ohne Grenzen,

aus aktuellem Anlass wollen wir Sie mit dieser Informationsseite im Bezug zur Entwicklung der Covid-19 Pandemie und dessen Auswirkungen auf unsere tägliche Arbeit im Verein und besonders in unseren weltweiten Projekten auf dem Laufenden halten.

Bitte schauen auch gerne auf unsere Facebook-Seite, welche stets up-to-date ist.

Bleiben Sie gesund!

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Stand: 31. März 2020:

😷 Schnelle Reaktion auf Hilferuf – Medizinische Versorgung in Ambulanz ohne Grenzen gesichert 😷

Letzte Woche erhielt AoG einen dringenden Hilferuf aus der Zitadelle in Mainz. In der „Ambulanz ohne Grenzen“, die vom Verein Armut und Gesundheit in Deutschland e.V. betrieben wird, gingen die Schutzausrüstung für die Mitarbeiter und das Desinfektionsmittel langsam aus. Wir mussten handeln!

Deshalb traf sich sofort die Mainzer AoG-Regionalgruppe um schnelle Hilfe zu organisieren. Denn die zuverlässige Versorgung von Menschen ohne Krankenversicherung und Obdachlosen ist wegen der Schließung vieler unterstützender Einrichtungen im Moment besonders wichtig.

Über das Wochenende gelang es den ehrenamtlichen Mitgliedern Einmalkittel, Mundschutz, Desinfektionsmittel und einige Schutzbrillen zu beschaffen und an die Ambulanz zu übergeben. Damit konnte der normale Betrieb heute weitergeführt werden und die medizinische Versorgung gesichert werden.

Vielen Dank für euren tollen Einsatz!

Auch in Corona-Zeiten sind wir voll im Einsatz mit pharmazeutischer Kompetenz – Apotheker ohne Grenzen!

FB Bild

Apothekerin und ehrenamtliche AoG-Einsatzkraft, Andrea Adrian, übergibt
die Lieferung an Prof. Gerhard Trabert.

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Stand: 25. März 2020:

AOG Sondernewsletter: Im Kampf gegen das Coronavirus

Die Welt steht Kopf – Wir hoffen, Sie sind wohlauf

Liebe Freunde und Unterstützer von Apotheker ohne Grenzen,

eigentlich sollte unser Verein in unserem 20-jährigen Jubiläum etwas in Feierlaune sein, doch leider erinnert mich die Situation in Deutschland derzeit an die lokalen Zustände auf einigen meiner Einsätze für Apotheker ohne Grenzen: Die Kollegen*Innen in den Apotheken arbeiten am Limit und jeden Tag, zeitweise stündlich, müssen Sie sich auf neue Situationen einstellen. Bei Bestellungen, Hygienemaßnahmen, Herstellung von Desinfektionsmitteln und bei Beratungen sind wir derzeit jeden Tag von Neuem auf unser Improvisationstalent angewiesen.

AoG-Projektkoordinatorin, Dr. Carina Vetye, ist im Einsatz vor Ort in unserem AoG-Projekt in den Slums von Buenos Aires.

Nicht in Apotheken arbeitendes pharmazeutisches Personal, freigestellt von Universitäten, Behörden oder aus der Wirtschaft, springt jetzt in Fieberambulanzen oder Krankenhausapotheken ein. Viel Einsatz, Flexibilität und vor allem Hilfsbereitschaft sind hier zu finden. Dabei tragen wir im Gesundheitssektor auch ein großes Risiko und man kann nur Vermutungen anstellen, wie sich die Situation hier und im Rest der Welt entwickeln wird.

Sicher gibt es kaum etwas Positives über Covid-19 zu berichten. Doch neben der beschriebenen Solidarität wird die Welt vereint durch den Kampf gegen das Virus. Auch ist es bemerkenswert, dass alle Maßnahmen weltweit einem Grundsatz folgen: Kranke, Ältere und Schwache schützen.

Gerade Apotheker ohne Grenzen beschäftigt die Bekämpfung des Virus nicht nur hier vor Ort in unseren deutschen Apotheken, sondern auch weiterhin in unseren Projekten weltweit.

Kongo

Vorbereitungen im Kampf gegen das Coronavirus
in unserem AoG-Projekt im Kongo

All unsere Projekte laufen weiter, egal ob in Argentinien, im Kongo oder in Deutschland. Unsere Reiseaktivitäten sind derzeit eingestellt, alle ehrenamtlichen Einsatzkräfte wurden zurückgeholt und geplante Reisen verschoben. Dr. Carina Vetye, unsere AoG-Koordinatorin in Argentinien, ist weiterhin vor Ort und arbeitet für unser Projekt in den Slums von Buenos Aires. Mit großer Sorge sehen wir aus ihren Berichten via Skype, wie sich die Situation in den Elendsvierteln täglich verschlechtert und sich der Betrieb im Gesundheitszentrum und in unserer AoG-Apotheke von nur noch einigen wenigen aufrecht erhalten lässt. Die Versorgung der Kranken und Hilfsbedürftigen ist stark gefährdet!

Die Pandemie erfordert zusätzliche Maßnahmen in unseren Projektgebieten. Gemeinsam mit unseren Partnern arbeiten wir daran, dass sich auch dort die Menschen vorbereiten und schützen können. Anders als bei uns fehlen dort aber oftmals die notwendigen Mittel um Resilienz aufzubauen.

Trifft das Virus auf ein schwaches Gesundheitssystem, auf eine bereits geschwächte Bevölkerung in gedrängten Slums, auf Menschen die keinen Zugang zu sauberem Wasser und Seife haben, so müssen wir mit hohen Fallzahlen und höheren Todeszahlen rechnen.

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Diese Frau lebt im Elendsviertel von Buenos Aires:
hier ist es schwierig die vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen einzuhalten.
Jeder Eimer Wasser wird mühsam in ihre Wohnung im 2. Stock getragen.

Dem steigenden, humanitären Bedarf für unsere Einsatzkräfte, stehen die Einschränkungen der Arbeitsmöglichkeiten durch Reisebeschränkungen und andere Maßnahmen gegen die Pandemie gegenüber.

Wir sind uns bewusst, dass schwierige Zeiten auf uns zukommen, sowohl was unsere finanziellen, unsere personellen Ressourcen und unsere bisherigen Arbeitsweisen angeht.

Aber wir wären nicht Apotheker ohne Grenzen wenn wir nicht weiter über die Grenzen hinwegschauen würden.

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Pharmazeutische Kompetenz, die wirkt – hier und in unseren weltweiten Projekten

Bitte unterstützen Sie uns dabei!
Danke für Ihre Solidarität!

Ich wünsche Ihnen insbesondere Gesundheit

Jochen Schreeck
Apotheker & Vorstandsvorsitzender Apotheker ohne Grenzen Deutschland e.V.

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Stand: 23. März 2020:

😷 Im Kampf gegen das Coronavirus – Kongo 😷

Unser Projektpartner Hilfe für Menschen im Kongo e.V. sendet uns ein Video von der aktuellen Situation im
Kongo mit den Worten:

„Hier führt uns der leitende Arzt unseres kleinen Krankenhauses in Maluku dem Centre Hospitalier et Maternité à Maluku (CHM „Nzoto mpe Motema“), Dr. Patrick, am 20. März durch die Einrichtung, um zu zeigen, wie sie sich auf das Coronavirus vorbereiten. Dr. Patrick hat uns das Video einfach geschickt, um uns teilhaben zu lassen an ihrer aller Anstrengung, gut gerüstet zu sein; es zeigt ganz gut die Situation im CHM in Maluku und ihr rührendes Bemühen, ihr Bestes zu geben.“

Weitere Informationen:

„Seit dem 19. März hat der kongolesische Staat sehr konsequente und drastische Maßnahmen im Kampf gegen das Virus erlassen: Versammlungsverbot, Schließung aller Schulen ( auch unsere Schule in Maluku ist geschlossen) und Universitäten, usw.
An dem Tag, als der Erlass in Kraft trat, gab es in ganz Kinshasa mit 12 Millionen Einwohnern 14 mit dem Coronavirus infizierte Menschen.
In unseren Projekten geht es Gott sei Dank allen gut, und alle machen sehr bewusst und klar strukturiert ihre Arbeit.
Hoffen wir, dass der Kongo vom Schlimmsten verschont bleiben möge! Vielen Dank, dass wir dies – auch unsere Sorgen – mit Ihnen teilen dürfen!
Bleiben Sie mit Ihren Lieben behütet und gesund!“

Gemeinsam stark!
Apotheker ohne Grenzen bleibt dran und hilft! Hier in Deutschland und in unseren weltweiten Projekten – Grenzenlos Helfen!

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Lage in den AoG-Projektländern

Video zur aktuellen Lage in unseren Projektländern von AoG-Projektkoordinatorin Stefanie Pügge:

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AoG-Mitgliederversammlung

Die AoG-Mitgliederversammlung, die am 25. April 2020 stattfinden sollte, wird auf unbestimmte Zeit verschoben. Sobald es einen neuen Termin gibt, werden wir dazu weitere Informationen veröffentlichen. Auch die AoG-Schulung III wird verschoben.

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AoG-Einsatzkräfteschulung I

Die AoG-Einsatzkräfteschulung I ist zum jetzigen Zeitpunkt (Stand: 16. März 2020) noch nicht abgesagt. Dies wird in KW 14 entschieden. Wir werden mit Blick auf die aktuelle Situation weiter informieren.

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AoG-Einsatzkraft aus den Philippinen vorzeitig zurückgeholt

Bis letzte Woche (KW 11) war unsere Einsatzkraft, Elke Althöfer-Blautzik, noch für Apotheker ohne Grenzen auf den Philippinen und unterstützte dort die Apotheke im ländlichen Conner, nördlich von Manila.

Eigentlich hätte sie noch bis Ende des Monats vor Ort bleiben sollen. Die Ankündigung von Präsident Duterte, zum 15.3. als Schutzmaßnahme vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus die Grenzen zu schließen, erforderte jedoch eine schnelle Ausreise.

Nach nächtlichem Packen, einer 12-stündigen Busfahrt nach Manila und dem langen Flug nach Deutschland ist Elke Anfang der Woche gut wieder in Deutschland angekommen.

Wir bleiben nun mit unserem Projektpartner auf den Philippinen in Kontakt, um bestmöglich aus der Ferne unterstützen zu können.

Auf den Philippinen gibt es bisher 187 bestätigte Coronafälle und 12 Tote. (Stand: 17.03.2020)

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Hamsterkäufe auch in Argentinien

Auch in Argentinien wurde ab dem 16. März das öffentliche Leben stark eingeschränkt, vorerst bis Ende März. Überall finden Hamsterkäufe statt: Statt Desinfektionsmitteln, Nudeln oder Mate-Tee gibt es nur noch leere Regale.

Doch während Coronavirus für die einen bedeutet, noch schnell ganz viel einzukaufen, bedeutet es für die anderen kein kostenloses Essen mehr zu bekommen. Denn einige Suppenküchen haben für zwei Wochen geschlossen.

AoG arbeitet und versorgt die Patienten weiterhin zuverlässig.

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Aktuelle Lage im AoG-Projekt in Argentinien

Unsere AoG-Projektkoordinatorin, Dr. Carina Vetye, berichtet über die aktuelle Lage in den Slums von Buenos Aires. Zurzeit ist sie als Europäerin in Quarantäne.