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Spenden statt schenken

Apotheker ohne Grenzen ruft auf –

Spenden statt schenken Aktion zur Weihnachtszeit

Schon bereits in den vorherigen Jahren haben sich mehrere Apothekenbesitzer und Unternehmen dazu entschieden, statt Ihren Kunden und Geschäftspartnern ein Weihnachtsgeschenk zu überreichen, Apotheker ohne Grenzen mit dieser Aktion zu unterstützen und damit weltweit Menschen in Not zu helfen.

Bei dieser Aktion spenden Apotheken und Unternehmen an Apotheker ohne Grenzen und bekommen dafür kostenlos unsere schönen AoG-Spenden statt Schenken-Postkarten

 

Spenden statt Schenken

Diese Karten gibt es in mehreren Größen und Motiven.

Falls Sie auch Interesse haben, uns mit der Aktion „Spenden statt Schenken“ zu unterstützen, laden Sie sich gerne unsere Info-Datei herunter und geben Sie uns per E-Mail j.klemm@psfde.org Bescheid, welche Anzahl und Motive Sie von unseren „Spenden-statt-Schenken-Karten“ gerne kostenlos bekommen möchten! Judith Klemm, unsere AoG-PhiP (Pharmazeutin im Praktikum) beantwortet gerne Ihre Fragen uns sendet Ihnen die Karten zu.

Wir freuen uns auch dieses Jahr wieder über jede Unterstützung!

Gemeinsam können wir dadurch den Menschen ein Leben in Gesundheit ermöglichen und die Auswirkungen von Covid-19 bekämpfen.

Hochwasser Deutschland – Apotheker ohne Grenzen hilft vor Ort

Ehrung für den Einsatz von AoG nach der Flutkatastrophe


Mainz, November 2021

Am Samstag, den 20. November, fand in Mainz die Vertreterversammlung der Apothekerkammer Rheinland-Pfalz statt. Unsere zweite AoG-Vorstandsvorsitzende Dr. Petra Nolte durfte dort stellvertretend für Apotheker ohne Grenzen und alle, die sich nach der Flutkatastrophe engagiert haben oder es immer noch tun, eine Urkunde entgegennehmen. Damit verbunden war eine großzügige Spende von 5.000 Euro. .

Wir möchten uns herzlich für diese Anerkennung und Unterstützung der AK Rheinland-Pfalz bedanken. Auch nach einigen Monaten ist in den betroffenen Regionen längst keine Normalität zurückgekehrt. Es ist noch immer viel Unterstützung notwendig und wir freuen uns diese weiterhin leisten zu können, auch dank dieser tollen Spende.

Dankend nimmt Dr. Petra Nolte den Scheck über 5.000 Euro entgegen. | Fotorechte: Marcus Steinbrücker

Ehrung für den Einsatz von Apotheker ohne Grenzen bei der Flutkatastrophe 2021

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Gesundheitscontainer für Hochwasserregion

Kalenborn, September 2021

Seit der Flutkatastrophe im Juli ist Apotheker ohne Grenzen im ständigen Einsatz für die vor Ort betroffene Bevölkerung und für betroffene Apotheken, um die pharmazeutische Infrastruktur wieder ans Laufen zu bekommen und zu gewährleisten.

In zwei Projekten arbeiten wir Hand in Hand mit unserem Kooperationspartner action medeor e.V. zusammen, mit dem wir einen Gesundheitscontainer in Kalenborn aufstellen, in dem eine Ärztin und eine Apothekerin in den nächsten Monaten für Ihre Patienten in der Region tätig sein können.

Sehen Sie selbst – die Einrichtung des Containers ist im vollen Gange! – Apothekenbesitzerin Inge Göttling von der Burg Apotheke im Ahrtal berichtet über die aktuelle Situation und freut sich, dass sie wieder für ihre Patienten da sein kann.

Apotheker ohne Grenzen – wir bleiben dran und helfen mit unserer pharmazeutischen Kompetenz vor Ort in den Hochwasserregionen!

Link zum Interview-Video der Apothekerin im Gesundheitscontainer: HIER

Artikel über die zerstörte Apotheke in Altenahr von Apothekerin Inge Göttling: HIER

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Klinik wird von Apotheker ohne Grenzen versorgt


Bad Neuenahr, August 2021

Auch die Dr. von Ehrenwall`sche Klinik, ein Fachkrankenhaus für Psychiatrie, Psychotherapie und Neurologie in Bad Neuenahr-Ahrweiler, musste nach dem Hochwasser den Betrieb einstellen. Wir konnten die neu eingerichteten fünf psychischen Institutsambulanzen und die Tagesklinik mit dringend benötigten Materialien erstausstatten.

Dazu zählen unter anderem Desinfektionsmittel, Utensilien zur Blutentnahme, Abwurfbehälter, Blutdruck und Blutzuckermessgeräte inkl. ausreichend Teststreifen, Stethoskope und eine Personenwaage.

Unsere AoG-Einsatzkraft Dr. Petra Nolte, die seit dem 1. August die ehrenamtliche Projektkoordination im Ahrtal übernommen hat, organisierte die benötigten Materialien und übergab sie an die stellvertretende Verwaltungsleiterin Frau Heideck.

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Multifunktionscontainer im Einsatz

 

Ahrtal, August 2021

In Zusammenarbeit mit action.medeor e.V. konnte ein Multifunktionscontainer zwischen Dernau und Rech eingerichtet werden. Am Container befinden sich aktuell Briefkästen der umliegenden Apotheken, in die die Patienten ihre Rezepte einwerfen können, um von den Apotheken mit den entsprechenden Medikamenten beliefert werden zu können. Schon bald sollen dort auch weitere Gesundheitsdienste wie eine psychosoziale Betreuung der traumatisierten Menschen angeboten werden.

Ein interessanter Artikel zum Thema gibt es HIER

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Apotheker ohne Grenzen schickt weitere helfende Hände ins Krisengebiet


Bad Neuenahr, 11. und 12. August 2021

Die AoG-Einsatzkräfte Charlotte Lübow, Thilo Faber, Martina Gerhardt und Kathrin Bell-Brust haben sich bereiterklärt ehrenamtlich dem Hilfegesuch des ASB in Bad Neuenahr zu folgen und vor Ort mitzuwirken. Die Apotheker:innen sind allesamt Mitglieder bei AoG und dem AoG-Aufruf nach Hilfskräften gefolgt. Das dortige Materiallager des ASB ist vollgepackt mit Arzneimitteln und Medizinprodukten, ohne Strukturierung droht allerdings die Übersicht verloren zu gehen. Die Arzneimittel, sowie Verbandszeug, Desinfektionsmittel, Pflaster, etc. werden für die vielen tatkräftigen privaten Aufräumhelfer benötigt. Diese ziehen sich beim Kampf gegen die antrocknenden Schlammmassen leicht Schnittverletzungen und andere Wunden zu, die medizinisch versorgt werden müssen. Daneben ist immernoch aufgrund der Zerstörung von zahlreichen Apotheken rund um die Region Ahrweiler vor allem auch die ältere und chronisch kranke Bevölkerung mit hohem Medikationsbedarf auf die Arzneimittel aus dem Lager angewiesen.

Die Tätigkeiten der Einsatzkräfte beziehen sich auf den Bereich des Lagermanagements und der Lagerlogistik. Konkret beinhaltet dies die Erfassung der vorhandenen Arzneimittel, Feststellung der Indikation und Strukturierung der Arzneimittelverteilung. Damit halten die AoG-Einsatzkräfte die Übersicht in der Wertschöpfungskette aufrecht und ermöglichen einfache und schnelle pharmazeutische Hilfe vor Ort.

AoG-Einsatzkräfte Charlotte Lübow, Martina Gerhardt und Kathrin Bell-Brust erfassen die vorrätigen Arzneimittel im Sanitätslager des ASB in Bad Neuenahr

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Aufruf an alle betroffenen Apotheken in den Hochwasserregionen – Apotheker ohne Grenzen unterstützt beim Aufbau


Im Zuge der Flutkatastrophe arbeitet Apotheker ohne Grenzen an Lösungsansätzen für weiterführende Hilfsmaßnahmen um schnellstmöglich die pharmazeutische Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen bzw. wiederherzustellen.

 

Betroffene Apotheken bitte melden!


Apotheker ohne Grenzen unterstützt in folgenden Bereichen:

  • Kurzfristige Unterstützung betroffener Apotheken durch pharmazeutisches Fachpersonal
  • Personelle Unterstützung und Beratung beim Aufbau und Betrieb von Not-Apotheken und weiteren Interims-Lösungen auf Basis unserer langjährigen Erfahrung
  • Finanzielle Unterstützung bei der Anschaffung und Ausgestaltung von kurzfristigen und Interims-Lösungen zur Sicherstellung der Versorgung
  • Verbesserung der bereits aktiven Interims-Lösungen
  • Kontaktvermittlung und Unterstützung bei der Kommunikation mit den zuständigen Behörden
  • Weitere Optionen der Unterstützung sind nach Einzelfall-Klärung möglich

Betroffene Apotheken können sich bis zum 6. September 2021 jederzeit in der Geschäftsstelle von AoG melden, idealerweise direkt mit einem konkreten Bedarf und Zeitraum.

AoG-Geschäftsstelle: 089-415 597 38 | AoG-Projektkoordinatorin Irene Markert: i.markert@psfde.org

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Pharmazeutische Infrastruktur wieder aufbauen
– mittel- und langfristig


München, 1. August 2021

Apothekerin Dr. Petra Nolte übernimmt nach der Übergabe von Claudia Krämer die Koordination der Hilfe vor Ort. Entscheidend in den kommenden Wochen wir die Frage nach Lösungen für den langfristigen Aufbau sein. Soll das Zerstörte wiederaufgebaut werden? Wenn ja, wird es anders neu aufgebaut, um solche Katastrophen zu verhindern? Die Betroffenen stehen diesbezüglich vor schwierigen finanziellen, logistischen und technischen Herausforderungen.

Ein Ansatz ist das Etablieren von Container-Apotheken. Dies bedeutet, dass betroffenen Apotheken ein medizinischer Container zur Verfügung gestellt wird. Darin können sie Medikamente verkaufen, Patienten beraten und Medikationspläne überwachen. Auch der Einbindung von psychologischer Betreuung soll in den Containern der nötige Raum gegeben werden. Eine Herstellung von Rezepturarzneimitteln ist in solchen Containern allerdings nicht vorgesehen. Ob diese Container tatsächlich eine geeignete Übergangslösung darstellen, wird Apotheker ohne Grenzen in der nächsten Zeit herausarbeiten.

Aufstellung von für den Übergang gedachten Container in Altennahr – hier vom DRK

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AoG-Einsatz in einer betroffenen Apotheke in der Hochwasserregion

 

Grafschaft, 29. Juli 2021

Während Jochen Wenzel und Claudia Krämer die übergeordnete Arzneimitteldistribution und Koordination der Hilfskräfte übernehmen, unterstützt Apothekerin Anne Matheis die Robert-Koch-Apotheke in Grafschaft. Die Apotheke muss kurzfristig die Arzneimittelversorgung für das gesamte Ahrtal übernehmen, nachdem 10 der 11 dort ansässigen Apotheken durch die Fluten zerstört werden.

Sie schildert in einem eigenen Bericht ihre Erfahrungen während des Einsatzes. Der Bericht ist zudem als Blogeintrag auf der Homepage der von-Sickingen-Apotheke zu finden (von-Sickingen-Apotheke).

 

„Das hier war kein schleichendes Hochwasser, das hier gleicht einem Tsunami“
– Anne Matheis, AoG Einsatzkraft, über die Ausmaße der Flutkatastrophe


Durch die Vermittlung von Apotheker ohne Grenzen e.V. durfte ich zwei Tage dem Team der Robert-Koch-Apotheke von Markus Gottschalk in Grafschaft, oberhalb von Bad Neuenahr-Ahrweiler, unter die Arme greifen, das in einem Teil des Krisengebiets die Versorgung mit Medikamenten übernommen hat. Mein Team hat mir dafür zwei Tage lang in Bechhofen und Landstuhl den Rücken freigehalten, vielen Dank dafür!

Das Team von Markus Gottschalk und Filialleiterin Stefanie Jeske leistet einen wirklich tollen Job zur Zeit. In der Nacht waren von jetzt auf gleich 10 von 11 Apotheken in dem dortigen Notdienstbezirk nicht mehr betriebsbereit, die Robert-Koch-Apotheke musste vier Tage die komplette alleinige Arzneimittelversorgung für das Ahrtal übernehmen. Nach vier weiteren Tagen waren immerhin 5 von 11 Apotheken wieder einsatzfähig.

Die Medikamente der Menschen im Ahrtal wurden schlagartig auf einmal vernichtet (Insuline, Blutdruckmedikamente, einfach alles!) und mussten schnellstmöglich ersetzt werden. So etwas kann nur eine Apotheke vor Ort leisten, das kann und will auch kein Arzneimittelversender.

Durch das große und dichte Netz der Apotheken vor Ort war es möglich, dass wir eine virtuelle Apothekenschlammeimerkette eingerichtet haben und wir so die Robert-Koch-Apotheke entlasten konnten.

AoG-Einsatzkraft Anne Matheis (li) und das Team der Robert-Koch-Apotheke halten in der kritischsten Phase die Arzneimittelversorgung des Ahrtals aufrecht

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Einblicke in ein Einsatztagebuch von zwei AoG-Einsatzkräften

 

Altenahr, 25. Juli 2021

Nach einigen Tagen vor Ort übergibt Andreas Portugal die Verantwortung über die Einsatzleitung in die Hände von Jochen Wenzel, ebenfalls Apotheker und ehrenamtliches Vorstandsmitglied von Apotheker ohne Grenzen. Auch Jochen reist aus seinem Urlaub an. Vor Ort kommt noch Claudia Krämer hinzu, eine AoG-Einsatzkraft und Apothekerin aus Dresden. Zusammen besprechen sie das weitere Vorgehen mit Andreas. Jochen wird sich in den nächsten Tagen der Versorgung der Bevölkerung mit den notwendigen Arzneimitteln widmen. Währenddessen wird Claudia vermehrt nach Übergangslösungen für die vielen zerstörten Apotheken suchen, damit diese möglichst schnell wieder als gesundheitliche Versorgungspunkte zur Verfügung stehen. AoG wendet somit die Grundkonzepte ihrer Unterstützungsarbeit auch in Deutschland an: neben einer kurzzeitigen Soforthilfe wird auch die mittel bis langfristige Hilfe ins Auge gefasst, damit in der betroffenen Region wieder eine funktionierende pharmazeutische Infrastruktur aufgebaut werden kann.

 

Eindrücke eines mehrtägigen AoG-Nothilfe-Einsatzes:

 

Sonntag, 25. Juli:

Vor Abfahrt führe ich (Claudia) eine Telefonkonferenz mit der Geschäftsführung von Apotheker ohne Grenzen, um mich final abzustimmen und wenige Unklarheiten zu beseitigen. Nach der Anreise nehmen wir vor Ort in Heimerzheim Kontakt zum DRK-Heimerzheim auf, die ein medizinisches Versorgungszelt für kleinere Verletzungen, Durchfallerkrankungen, etc. errichtet haben. Durch Gespräche finden wir heraus, dass der Inhaber einer Apotheke im Nachbarort Bornheim Mitglied bei uns ist und wir nehmen Kontakt auf. Wir bestellen dort Arzneimittel, Verbandszeug und andere medizinische Ware, welche wir direkt in den Krisen-Hotspot zum DRK in Heimerzheim liefern lassen.

 

Montag, 26. Juli:

Heute ist vor allem der Erfassung des Bedarfs an der Tagesordnung. Wo wird konkret und dringend Hilfe benötigt? Welche Arzneimittel fehlen? Wie können wir diese beschaffen? Es gibt viele Hilfsangebote, die allerdings auch koordiniert werden müssen. Die Lieferungen von gespendeten Masken, Wunddesinfektionsmitteln und Erste-Hilfe-Ausrüstungen müssen erfasst und geordnet weitergegeben werden, damit der Überblick nicht verloren geht. Am Nachmittag bekommen wir von der DRK-Station am Nürburgring eine weitere Lieferung. Die Station versorgt zentral alle Kranken- und Rettungswagen, sowohl vom DRK, als auch von den Maltesern, dem ASB und dem DLRG mit Verbandstoffen und freiverkäuflichen Arzneimitteln. Bedauerlicherweise wird klar, dass nicht jede Hilfe optimal koordiniert abläuft. Eine große Bestellung wirft heute Fragen auf, da sie weder bei uns noch beim DRK angemeldet ist. Ich (Jochen) verbringe den Tag damit die Bestellungen zu koordinieren, durch die zerstörten Straßen ist das Fahren in eine 25 km weit entfernte Ortschaft sehr schwierig.

 

Dienstag, 27. und & Mittwoch 28. Juli:

Am Mittwoch holen wir zunächst 50 Tetanus-Impfstoffe in einer Apotheke in Neuwied und liefern diese zum DRK nach Heimerzheim. Einige Helfer haben Schnitt-, Brand- oder Risswunden und werden prophylaktisch von einem erfahrenen Arzt gegen Tetanus geimpft. Daneben vernetzen wir nun das DRK direkt mit noch verfügbaren Apotheken vor Ort, damit die Hilfe in Zukunft auf kürzeren Wegen ablaufen kann. Anschließend besuchen wir diverse Apotheken in Bad Neuenahr-Ahrweiler und Altenahr, teilweise können wir mit den Besitzern sprechen und teilweise ist niemand anzutreffen.

Vom Shuttle-Service am Innovationspark Ahrweiler werden täglich hunderte Helfer in die betroffenen Orte gebracht. Einige private Helferinneninitiativen sind auch vor Ort. Wir stimmen unsere Arbeit mit „Helfer-Shuttle“ ab, eine private Initiative die Pflaster an die Helfenden verteilt. In den nächsten Tagen wird diese Initiative uns bei der Kontaktaufnahme zu den betroffenen Apotheken unterstützen. Wir können der Hirsch-Apotheke, Paradies-Apotheke und Burg-Apotheke konkrete Hilfe anbieten. Des Weiteren verteilen wir im Mayschosser Kreis mehrere hundert Masken, sowie Steriliumflaschen zur Desinfektion. Der medizinische Leiter von Bode, Hersteller von Sterillium Virugard, drückt seine Dankbarkeit den Helfenden gegenüber aus: „Es ist super, dass ihr uns helft, denn wir können die Leute nur dann versorgen, wenn wir auch Material haben, danke, danke danke an euch.“

 

Donnerstag, 29. Juli:

Heute unternehmen wir erneut Kontaktversuche zu den fehlenden Apotheken. Gleichzeitig arbeiten wir an einer mobilen Impfversorgung. Als Impfstoffe werden neben Tetanus und Hepatitis auch der Impfstoff gegen Corona diskutiert. Denn neben den dramatischen Ereignissen der vergangenen Woche, dürfen wir die Gefahr durch die Ansteckung mit dem Corona-Virus nicht aus den Augen verlieren. Durch ein Impfzelt am Bahnhof in Ahrweiler wird die Immunisierung mit den o.g. Impfstoffen zur Verfügung gestellt.

 

Freitag, 30. Juli:

Heute reise ich (Jochen) ab und Claudia beginnt nebenbei die Vorbereitung für die Übergabe der Aufgaben an AoG-Vorstandsmitglied Dr. Petra Nolte ab Samstag, den 1. August. Nach Rücksprache mit dem DRK-Lager in Bad Neuenahr zeigt sich, dass diese nun inzwischen super versorgt sind, einzig Fenistil fehlt ihnen. Knapp 2.000 Tuben Fensitil können wir dann über die Rosen-Apotheke in Neuwied organisieren. Nach der Abreise von Jochen bin ich (Claudia) noch nach NRW, um dort die Lage der Versorgung zu beurteilen. Die Apotheken in Ortschaften wie Kall und Nettersheim sind ebenfalls betroffen, scheinen aber bereits etwas aufgeräumter zu sein.

 

Samstag, 31. Juli:

Ich (Claudia) reise noch ein letztes Mal ins Ahrtal um dort mit der Vertreterin der Apothekerkammer Rheinland-Pfalz zu reden. Dort treffe ich auf Menschen, die mir von ihren Erlebnissen in der Nacht der Flutwelle berichten. Ich bekomme Gänsehaut, ihre Erzählungen klingen dramatisch.

Mit einigen Apotheken arbeiten wir an mittelfristigen Übergangslösungen. Natürlich muss dabei der hohe Standard der deutschen Apotheken in Bezug auf Hygiene, Gute Herstellungspraxis und fachgerechter Arzneimittellagerung immer im Blick behalten werden. Ich reise ab und treffe mich in Leverkusen mit Petra, um die Übergabe zu besprechen.

Alte Apothekergefäße – Jahrzehnte überstanden und jetzt auch die Flutkatastrophe

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Erster Koordinierungs-Einsatz vor Ort

 

Altenahr, 23. Juli 2021

Ehrenamtliches AoG-Vorstandsmitglied Andreas Portugal bricht seinen Urlaub ab, um in den besonders betroffenen Gebieten die Koordination der Arzneimittelverteilung vor Ort zu übernehmen. Anpacken lautet die Devise, denn es gibt viel zu tun: dank der großen Unterstützung kann Apotheker ohne Grenzen dringend benötigte Arzneimittellieferungen verteilen. Blutdrucktabletten, Insulin, Schmerzmittel, Verbandszeug, Desinfektionsmittel, Infusionslösungen… All diese essentiellen Dinge fehlen und werden dankend entgegengenommen.

„Ich war schon bei vielen Katastrophen und Einsätzen weltweit, aber was ich hier sehe verschlägt mir den Atem“
– Andreas Portugal, AoG-Vorstandsmitglied

Das Ausmaß der Zerstörung zeigt deutlich: das Hochwasser glich einem reißenden Fluss

Der Zustand der Ortschaften verschlägt auch erfahrenen Einsatzkräften wie Andreas Portugal den Atem: „Die Wassermassen müssen so schnell, mit solch einer Wucht gekommen sein. Eine unheimliche Zerstörung – wir müssen helfen wo wir können!“

Andreas beim Sortieren der Arzneimittel und Hygieneartikel

Die betroffenen Menschen sagen DANKE

HIER geht es zu einem Interview-Video, welches die PZ mit Einsatzkraft Andreas Portugal über seinen Einsatzerfahrungen in den Hochwasserregionen gehalten hat.

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Weil vor Ort helfen essentiell ist – AoG schickt erste Einsatzkraft in das Krisengebiet

 

Erftstadt, 21. Juli 2021

Apothekern ist bekannt, wie wichtig der Einsatz vor Ort nahe an der Bevölkerung ist. Dies ist nicht nur im Routinealltag wichtig, sondern vor allem nach einschneidenden Katastrophen. Nach der Hochwasserkatastrophe ist die Hilfsbereitschaft in der deutschen Bevölkerung riesig, dies spiegelt sich vor allem in den zahlreichen Spenden wieder. Unter dem Motto „Gemeinsam helfen – gemeinsam stark“ ruft AoG dazu auf, als Einsatzkraft vor Ort mitzuhelfen.

Einer dieser Einsatzkräfte ist Gertrude Mevissen. Sie ist Apothekerin und AoG-Mitglied und unterstützt Apothekerin Jutta Döbel bei der Bewältigung der täglichen Aufgaben nach der totalen Zerstörung ihrer Apotheke. Die Aufgaben unterscheiden sich stark von der üblichen Offizin, denn aufgrund der Fluten sind auch nahegelegene Arztpraxen beschädigt. Impfungen werden daher in die Apotheke verlagert, Medikationspläne auf College-Blöcken verfasst und Botendienste erfordern kreative Routenfindung, da viele Straßen nicht befahrbar sind. Gleichzeitig laufen Corona-Tests, Ausstellungen von Impfzertifikaten und die Routinebetreuung der Patienten weiter.

Apothekerin Gertrude hilft in der Apotheke im Erftstadt Center aus

Coronatests in der Apotheke

Improvisation ist gefragt bei der Erstellung von Medikationsplänen

Die Apotheke in Erftstadt wird zum Impfzentrum, denn die Räume der benachbarten Arztpraxis sind überflutet

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AoG stellt Soforthilfe in Zusammenarbeit mit Armut und Gesundheit e.V.

 

Mainz, 19. Juli 2021

Durch viel Erfahrung in anderen Noteinsätzen ist klar, dass sofortige Hilfe entscheidend für die betroffene Bevölkerung ist. Die starken Überflutungen haben insgesamt 65 Apotheken zerstört. Dies bedeutet in den besonders betroffenen Regionen, dass die grundsätzliche medizinische Versorgung neu sichergestellt werden muss – und das in Zeiten einer Pandemie bei der unter Normalzustand bereits besondere Hygienebedingungen gelten.

In Zusammenarbeit mit dem Mainzer Kooperationspartner Armut und Gesundheit e.V. stellt Apotheker ohne Grenzen e.V. Hygiene-Sets zur Verfügung, die zuvor in Mainz im Rahmen der deutschlandweiten AoG-Obdachlosenaktion 2021 verteilt wurden. Die Hygienesets bieten den Betroffenen eine Grundausstattung, um sich auch während der Katastrophe weiterhin vor Corona schützen zu können. Prof. Dr. Trabert, Facharzt für Allgemein- und Notfallmedizin, fährt in die Krisengebiete und bietet neben der Verteilung von Arzneimitteln und Hygiene-Sets der zum Teil schwer traumatisierten Bevölkerung ein offenes Ohr.

Apotheker ohne Grenzen bietet in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Trabert von Armut und Gesundheit e.V. Soforthilfe

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Die Flut kommt

 

Ahrweiler, 14. Juli 2021

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch bringen starke Regenfälle eine Jahrhundertflut in den Westen Deutschlands. Besonders betroffen sind die Regionen Ahrweiler und Eifel in Rheinlandpfalz sowie das Oberbergische Land in NRW. Aber auch Teile Bayerns und Sachsen bleiben von Fluten nicht verschont. Über 160 Menschen sterben, unzählige verlieren ihre Existenzgrundlage. Die Bilder, die den Rest des Landes aus den Katastrophengebieten erreichen sind erschreckend.

Betroffen sind auch Apotheken und Arztpraxen vor Ort, wodurch die medizinische Versorgung der bereits stark belasteten Bevölkerung zu einer großen Herausforderung wird. Rezepte gehen verloren, Arzneimittelvorräte werden unbrauchbar und der Zugang zu Therapiemöglichkeiten chronisch erkrankter Menschen ist in Gefahr.

zerstörte Apotheke in Altenahr, Landkreis Ahrweiler in Rheinlandpfalz

Das Ausmaß der Katastrophe wird erst nach Abfluss der Wassermassen deutlich

Zerstörung in Ahrweiler

Die volle Wucht der Zerstörung – selbst LKWs und große Baumstämme wurden mitgerissen

AoG ruft auf – Spenden für die Opfer in den Hochwasserregionen

Apotheker ohne Grenzen ruft auf –

Spenden für die Opfer in den Hochwasserregionen

Die Flutkatastrophe hat in Deutschland für schwere Zerstörungen gesorgt und übersteigt alles bisher Erlebte bei weitem mit vielen Vermissten und Toten. Viele Ortschaften sind von den Überschwemmungen betroffen und gesundheitliche Einrichtungen und jegliche Infrastruktur ist zerstört!

Apotheker ohne Grenzen leistet Nothilfe!

Apotheker ohne Grenzen hilft beim Wiederaufbau

der gesundheitlichen Infrastruktur!


Helfen auch Sie – mit Ihrer Spende.

Apotheker ohne Grenzen ist als gemeinnütziger Verein mit über 20 Jahren Erfahrung in der Nothilfe spezialisiert auf schnelle und flexible pharmazeutische Einsätze in Katastrophen und unterstützt in langfristigen Projekten lokale sowie internationale Partner mit der Beschaffung von lebenswichtigen Medikamenten und pharmazeutischem Knowhow.


Hochwasser Deutschland – So hilft Apotheker ohne Grenzen:

  • Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln durch schnellen Aufbau der pharmazeutischen Infrastruktur
  • AoG-Einsatzkräfte helfen vor Ort in Apotheken und Gesundheitseinrichtungen
  • Versorgung von Helfern und Freiwilligen vor Ort und der betroffenen Bevölkerung mit dringend benötigten Arzneimittel, Verbandsmaterial und Hygiene-Artikel
  • Organisation von Interims-Notfall-Apotheken
  • Beratung zur Notfall- und KatastrophenPharmazie für Apotheken und Behörden
  • Organisation und Logistik von Materialien und Impfstoffen (z.B. Tetanus) in den Katastrophengebieten


Schon jetzt bedanken wir uns für Ihre große Spendenbereitschaft!

… und garantieren, dass wir Ihre Spendengelder zielgerichtet und effizient jetzt in der akuten Nothilfe sowie auch in einigen Monaten beim Aufbau der gesundheitlichen Infrastruktur einsetzen werden.


JEDE SPENDE ZÄHLT!
– Apotheker ohne Grenzen sagt DANKE

Spendenkonto:

Verwendungszweck: Hochwasser
Apotheker ohne Grenzen Deutschland e.V.
Deutsche Apotheker- und Ärztebank
IBAN: DE 88 3006 0601 0005 0775 91
BIC: DAAEDEDDXXX

 

 

 

 

 

 

Eine gerechte Verteilung des Impfstoffs gegen Covid-19

Kampf gegen Covid-19

Apotheker ohne Grenzen appelliert:
Eine gerechte Verteilung des Impfstoffs
gegen Covid-19

Grenzenlos Helfen – Gemeinsam stark gegen Corona!!

Der Zugang zu Impfstoffen gegen das Coronavirus ist weltweit sehr ungleich verteilt. Insgesamt haben sich die 27 reichsten Staaten knapp 22 % des weltweit verfügbaren Impfschutzes gesichert, obwohl sie nur gut 10% der Weltbevölkerung repräsentieren. Viele reiche Länder sicherten sich Hunderte Millionen Dosen potenzieller Vakzine von verschiedenen Herstellern. Entwicklungs- und Schwellenländern haben das Nachsehen. Die Konsequenzen zeigen sich schon jetzt im Vergleich der Impfquoten: Während in den USA bereits 48% der Bevölkerung einen vollständigen Impfschutz erhalten haben, sind es in unserem Projektland Nepal gerade einmal 2,6 %. In der Demokratische Republik Kongo, wo Apotheker ohne Grenzen mehrere langfristige Projekte unterstützt und aufbaut, verfügt noch keine einzige Person über einen vollständigen Impfschutz. (Stand Juli 2021).

Eine Initiative kämpft gegen diese Ungerechtigkeit an und möchte einen weltweiten, gerechten Zugang zu den Vakzinen ermöglichen: COVAX.

COVAX steht für „Covid-19 Vaccines Global Access“ und wurde im April 2020 von der Weltgesundheitsorganisation WHO und Partnerorganisationen ins Leben gerufen. Die Idee dahinter: Alle Staaten der Welt zahlen in einen gemeinsamen Fonds ein. Mit diesem Geld soll dann gebündelt Impfstoff vor allem für ärmere Länder – besonders in Afrika, Asien, Ozeanien und Südamerika eingekauft werden.

Denn uns ist allen bewusst: die weltweite Ungleichverteilung birgt eine große Gefahr für alle Menschen! Je mehr sich SARS-CoV 2 in den ärmeren Ländern weiter ausbreitet, umso wahrscheinlicher entstehen Mutationen, gegen welche die bisher verabreichten Impfungen schlechter oder gar nicht wirken. In unserer global vernetzten Welt können sich diese Varianten des Virus schnell auch wieder in den Industrienationen ausbreiten – und der Pandemiekreislauf beginnt von neuem. Erst wenn das Virus weltweit besiegt ist, kann es sich nicht erneut ausbreiten oder neue Mutationen entwickeln.


Die Pandemie ist erst zu Ende, wenn sie für alle zu Ende ist. Je länger wir mit einer global gerechten Verteilung des Impfstoffs warten, umso mehr zögern wir das Ende der Pandemie hinaus.


Mit der COVAX-Initiative gibt es bereits einen internationalen Mechanismus, der eine gerechte globale Verteilung des Impfstoffs zu einem fairen Preis zum Ziel hat.

Dieses Ziel wurde bisher nicht erreicht und kann nicht erreicht werden, solange COVAX als einer von mehreren Käufern mit den reichen Industrienationen um die knappen Impfstoffdosen konkurrieren muss.

In dieser Situation gibt es drei Möglichkeiten, zu einer zumindest gerechteren Verteilung des Impfstoffs zu kommen:

 

1. Schnelle Weitergabe überschüssiger Impfdosen an Covax

Zahlreiche Industriestaaten haben Verträge über deutlich mehr Dosen von bereits zugelassenen Impfstoffen geschlossen, als sie zur Immunisierung ihrer Bevölkerung brauchen. Inzwischen haben einige Regierungen angekündigt, Impfdosen weiterzugeben. Zudem müssen Exportverbote, die nicht durch eine akute Notlage im eigenen Land berechtigt erscheinen, aufgehoben werden, damit Covax Zugang zu mehr Impfdosen bekommt.
Die Zeit drängt, dies muss jetzt schnell umgesetzt werden!

 

2. Bessere Finanzierung von COVAX

Aktuell ist es Covax zwar gelungen, genug Mittel einzuwerben um die geplanten Ausgaben bis Ende 2021 zu decken. Allerdings decken diese Planungen nur die Immunisierung der gefährdetsten Gruppen ab. Für eine Herdenimmunität in den Ländern des globalen Südens reichen die Mittel bei weitem nicht. Deshalb sehen wir die Industriestaaten in der Pflicht ihre Finanzierung für COVAX weiter aufzustocken. Angesichts der ansteckenderen Delta-Variante ist das dringender denn je.

 

3. Steigerung der Impfstoffproduktion durch Lizenzvergabe im Interesse der öffentlichen Gesundheit

Ungenutzte Produktionskapazitäten müssen besser genutzt werden. Der Medicine Patent Pool (MPP) hat mehr als zehn Jahre Erfahrung darin mit Inhabern geistiger Eigentumsrechte freiwillige, nicht exklusive Lizenzen für Medikamenten z.B. gegen HIV oder Tuberkulose auszuhandeln. Interessierte Generikahersteller können beim Medicine Patent Pool alle benötigten Lizenzen en Block erhalten.

Die Rechteinhaber sollten möglichst rasch Verhandlungen über alle für die Herstellung von Covid-19 Impfstoffen notwendigen Patente mit dem MPP aufnehmen und vorantreiben. So lassen sich die verfügbaren Produktionskapazitäten besser nutzen, ohne den Patentschutz aufzuheben. Regierungen sollten darauf dringen, dass die Patente, deren Entwicklung sie mit öffentlichen Geldern gefördert haben, rasch in den Patentpool eingebracht werden.

 

Wir als Apotheker ohne Grenzen wünschen uns eine gerechte Verteilung des Impfstoffes gegen Covid-19, um den Menschen in unseren Projektländern helfen zu können. Solange weltweit Impfstoff fehlt, können wir als NGO nur mit Appellen auf die Situation und die Verbesserungsmöglichkeiten aufmerksam machen.


Wir nutzen seit Pandemiebeginn und auch weiterhin die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Partnern vor Ort, um ….

  • präventiv weiter zu arbeiten (mit Aufklärung und Hygiene-Unterstützung)
  • gezielt mit finanzieller Unterstützung und lokaler Beschaffung Corona-Patienten zu versorgen
  • vorbereitet zu sein, wenn die Impfstoffverteilung auch in den Projektgebieten anläuft.

AoG – Nothilfe Nepal

Bitte um Spendenhilfe

AoG – Nothilfe Nepal

++ Nothilfe Nepal – AoG startet Spendenaufruf ++

Stand 20. Mai 2021:

Während ein Großteil der medialen Berichterstattung auf Indien schaut, schwappt die Covid-19-Pandemie rüber auf das benachbarte Land Nepal!

Apotheker ohne Grenzen wird aktiv und hilft in der Notlage!

Wir wollen schnell und effektiv helfen und deshalb hatten wir in den letzten Tagen intensiven Kontakt zu unserem nepalesischen Projektpartner PHECT
(Public Health Concern Trust-NEPAL).

PHECT ist eine nepalesische Hilfsorganisation, die 1991 gegründet wurde und sich dem Motto „empowering people through health action“ verschrieben hat. AoG arbeitet schon seit 2017 im Bereich sexuelle und reproduktive Gesundheit mit PHECT zusammen. Neben der Aufklärungsarbeit betreibt PHECT auch zwei Krankenhäusern in Kathmandu – das Kathmandu Model Hospital und das Kitipur Hospital – und bietet eine umfassende Gesundheitsversorgung an. In dieser Funktion ist PHECT direkt an der Versorgung von an Covid-19 erkrankten Patienten beteiligt.

PHECT-Koordinatorin Dr. Tara Shakya berichtet, dass Intensivkapazitäten und vor allem Sauerstoff in den meisten Krankenhäusern bereits knapp sind. Auch im Kitipur Hospital, in dem sie arbeitet, wird die Lage zunehmend schwieriger. Es fehlen vor allem Sauerstoff, Schutzausrüstung, Desinfektionsmittel und andere Verbrauchsmaterialien. Rasches Handeln ist geboten – das Angebot dieser Waren auf dem lokalen Markt ist begrenzt, die Preise steigen weiter bis nichts mehr verfügbar ist.

Tara berichtet aus Kathmandu: “Due to the COVID 2nd wave, the situation now in Nepal is influencing a lot. …phect-NEPAL is doing a lot at its capacity to fight against this pandemic. Our community hospital „Kirtipur Hospital“ under phect-NEPAL now a days also facing the scarcity of hospital consumables like oxygen, PPE, face shields, Pulse oximeter, masks, Sanitizer, Chlorine etc. Thus we would like to ask for your support on this matter and a generator if possible.”

AoG braucht Ihre HILFE!

Wir bitten um Spenden, um schnell helfen zu können!

Apotheker ohne Grenzen überprüft jede Nothilfe und jeden Nothilfeeinsatz genauestens nach Effektivität und arbeitet nur mit verlässlichen Partnern zusammen – so können Sie sicher sein, dass Ihre Spende auch genau da ankommt wo sie soll – in diesem Fall bei den von Covid-19 betroffenen Menschen in Kathmandu.

AoG sagt DANKE für jede Unterstützung – JEDE SPENDE ZÄHLT!

Betreff „Nothilfe Nepal“
Deutsche Apotheker- und Ärztebank
IBAN: DE 88 3006 0601 0005 0775 91
BIC: DAAEDEDDXXX

Oder auch über unseren Facebook-Spendenaufruf

AoG aktiv in bundesweiter Obdachlosen-Aktion

Apotheker ohne Grenzen

Spenden für Obdachlose

Finaler Stand zur AoG-Obdachlosen-Aktion 2021

Mai 2021 – Finale Pressemitteilung

Hilfsorganisation verteilt 10.200 Alltagshygiene-Tüten an Bedürftige: Bundesweite Aktion von Apotheker ohne Grenzen ist ein voller Erfolg

München, Mai 2021 – Die Hilfsorganisation Apotheker ohne Grenzen Deutschland e.V. (AoG) hat in den vergangenen drei Monaten erfolgreich eine bundesweite Hilfsaktion für Obdachlose und Bedürftige durchgeführt. Ziel der Aktion war es möglichst viele Obdachlose in Deutschland mit einem persönlichen Alltagshygiene- und Körperpflegepaket auszustatten, um ihnen konkret in der Pandemie zu helfen sich besser zu schützen. Dafür rief der Verein zu Sach- sowie Geldspenden bei Apotheken und Unternehmen auf und die 15 deutschlandweiten AoG-Regionalgruppen ermittelten den Bedarf an Hygiene-Tüten.

52 karikative Institutionen – wie z.B. Tafeln, Bahnhofsmissionen, Ambulanzen – meldeten insgesamt einen Bedarf an 10.200 Alltagshygiene-Tüten. Ein Spendenvolumen an Geld- und Sachspenden von insgesamt über 90.000 Euro wurde gespendet, so dass die Tüten mit vielen Hygieneartikeln prallgefüllt werden konnten. Zur Standard-Füllung gehörten FFP2-Masken, OP-Masken, Desinfektionsmittel, Körperpflege, Taschentücher, Pflaster, Seife und Hustenbonbons.

Die Verteilung der Tüten übernahmen die ehrenamtlichen Mitglieder der Regionalgruppen zwischen Kiel und Freiburg, die mit den lokalen Hilfseinrichtungen die Übergaben der Tüten koordinierten. Vereinzelte, letzte Verteilaktionen finden in den nächsten 3 Wochen noch statt.

„Wir haben es geschafft: mit vereinter Kraft der ehrenamtlichen Helfer sowie mit der beindruckenden Spendenresonanz vieler Unterstützer konnten wir diese Aktion erfolgreich durchführen und somit vielen Bedürftigen in ganz Deutschland helfen. Das Feedback aus den Obdachlosen-Einrichtungen ist überwältigend. Unser Motto bei AoG ist –Wir helfen nicht nur weltweit, sondern auch vor der eigenen Haustür – und deshalb freut es uns umso mehr, dass unsere deutschlandweite Aktion so erfolgreich war“, sagt Kira Morandin, AoG-Referentin für Fundraising und Koordinatorin der Obdachlosen-Aktion.

Einige ausgewählte Artikel zur Obdachlosen-Aktion:

Apotheker ohne Grenzen sagt DANKE an alle Spender, Unterstützer und ehrenamtliche Helfer!

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Update zur aktuellen Obdachlosenaktion

April 2021 – Wir haben es geschafft!

Apotheker ohne Grenzen (AoG) hat das gesteckte Ziel erreicht: 10.000 Alltagshygiene-Tüten für Obdachlose in ganz Deutschland.

Zu Beginn des Jahres 2021 ist diese Idee entstanden, um noch mehr für Bedürftige im eigenen Land während der Corona-Pandemie zu sorgen. Seit Februar wurden hierfür Geld- und Sachspenden von Unternehmen, Apotheken und Privatpersonen gesammelt.

In den vergangenen Wochen ist einiges vorangegangen:

LKWs mit vollen Paletten an Sachspenden von Unternehmen kamen in der AoG-Geschäftsstelle in München und im AoG-Zweitlager in Mainz an. Andrea Adrian, ein ehrenamtliches Mitglied von Apotheker ohne Grenzen und Projektkoordinatorin vom Mainzer Projekt, stellte für die Obdachlosenaktion ihren Keller zur Verfügung, um diese logistische Herausforderung besser gemeinsam meistern zu können.

Viele Kisten mit Sachspenden aus Apotheken und von einzelnen Personen kamen in den vergangenen Monaten in beiden Lagern an. Das alles musste ausgepackt, umgelagert, abgezählt, eingetütet und neu verpackt werden, um es in die AoG-Regionalgruppen zu versenden.

Apotheker ohne Grenzen ist deutschlandweit in 15 AoG-Regionalgruppen vertreten. Ein Großteil der Regionalgruppen ist an der Obdachlosenaktion beteiligt. Zum Teil packen die Regionalgruppen ihre Tüten selber, nachdem sie die entsprechenden Güter, wie z.B. FFP2- Masken, Desinfektionsgel, Seife, Taschentücher, etc. aus Mainz oder München erhalten haben. Ein Teil der Regionalgruppen hat allerdings nicht die Kapazitäten und den Platz, um die benötigte Anzahl an Tüten zu packen. Diese werden von Andrea Adrian in Mainz oder von der Geschäftsstelle in München gepackt und anschließend als fertig gepackte Tüten an die jeweiligen Regionalgruppen versendet.

Aktuelle Bilder und Updates der Aktion:

Jederzeit auf dem AoG-Instagram Account: in dem Story-Highlight „Hygienetüte“ und auf der Facebook-Seite von Apotheker ohne Grenzen.

Sobald die Tüten in den Regionalgruppen angekommen sind, werden diese von ehrenamtlichen Mitgliedern von Apotheker ohne Grenzen an die entsprechenden Obdachloseneinrichtungen übergeben.

Vor Ostern konnten bereits 500 Hygienetüten an die Münchner Bahnhofsmission und 830 Hygienetüten in Nürnberg an mehrere Obdachloseneinrichtungen übergeben werden. Diese verteilten die Tüten dann an die Obdachlosen.

Apotheker helfen Obdachlosen

Über das Osterwochenende hat die AoG-Regionalgruppe in Hamburg zudem bewiesen, was durch gute Organisation möglich ist, indem sie 1.900 Hygienetüten befüllten.

Mitte April befinden sich viele Regionalgruppen in der Eintüt- und Übergabephase und geben ihr Bestes, damit die Obdachlosen in ihrer Nähe möglichst bald ihre AoG-Hygienetüte erhalten.

Apotheker ohne Grenzen bedankt sich von Herzen bei allen Unterstützern und Spendern!

…und auch vor allem bei allen ehrenamtlichen Helfern und Unterstützern, ohne die eine solch große Aktion nicht möglich wäre!

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Eine Tüte Alltagshygiene für Obdachlose in Deutschland

Februar/März 2021 – In der andauernden Corona-Pandemie möchte Apotheker ohne Grenzen (AoG) möglichst viele Obdachlose in Deutschland mit einem persönlichen Alltagshygiene- und Körperpflegepaket ausstatten – und ruft deshalb bundesweit Apotheken, Unternehmen und Spender zu Sach- und Geldspenden auf. Der gemeinnützige Verein sammelt Spenden wie FFP2-Schutzmasken oder Desinfektionstücher zentral in Mainz, wo sie von ehrenamtlichen Mitgliedern sortiert, abgepackt und verschickt werden. Die Verteilung der Tüten übernehmen die ehrenamtlichen Mitglieder der 15 Regionalgruppen zwischen Kiel und Freiburg, die mit lokalen Hilfseinrichtungen kooperieren. In Mainz, Berlin und Frankfurt/Main unterstützt Apotheker ohne Grenzen bereits seit Jahren Notfallambulanzen für Obdachlose bei deren pharmazeutischer Betreuung.

„Bedürftige Menschen in aller Welt mit pharmazeutischer Kompetenz und sicheren Arzneimitteln besser zu versorgen und nachhaltige Gesundheitsstrukturen aufzubauen – das bleibt das Kernziel unseres Vereins“, sagt Kira Morandin, AoG-Referentin für Fundraising und Koordinatorin der Obdachlosen-Aktion: „Doch nicht nur die Menschen in Nepal, Kongo oder Mexiko brauchen unsere Hilfe. Wir wollen auch in Deutschland ein Zeichen setzen und während der Corona-Pandemie möglichst viele obdachlose Menschen mit einer Tüte Alltagshygiene versorgen. Dazu setzen wir auf Kooperationen mit Hilfseinrichtungen vor Ort, die mit großem Engagement jeden Tag viele tausend Menschen mit Lebensmitteln versorgen. An Apotheken und Unternehmen appellieren wir, sich mit Sach- und Geldspenden an der bundesweiten Hilfsaktion zu beteiligen. In diesen schwierigen Pandemie-Zeiten müssen wir alle zusammenstehen.“

So können Sie helfen:

Für Sachspenden:

1. rufen Sie unsere Koordinatorin Kira Morandin an oder schreiben ihr eine Mail
„ Wir möchten eine Sachspende tätigen. Was müssen wir tun?“
Kontakt: Kira Morandin | k.morandin@psfde.org | 0179 616 4587

2. Sie bekommen ein Formular mit der Bitte alle Artikel aufzuführen.
Wenn Sie eine Spendenquittung benötigen, brauchen wir zusätzlich eine Pro-Forma-Rechnung (wir hängen Ihnen eine Mustervorlage für die Pro-Forma-Rechnung an als Beispiel)

3. Nach Prüfung der Angaben und Absprache mit dem Lager in Mainz übersenden wir Ihnen die Adresse vom AoG-Lager. Bitte dorthin die Ware versenden.

4. …so geht es weiter: im März werden alle Tüten gepackt und dann zu unseren 15 deutschlandweiten AoG-Regionalgruppen versendet. Diese haben zuvor die Kontakte zu den Obdachlosen-Institutionen aufgenommen und den Bedarf an Tüten ermittelt.

Für Geldspenden

Bitte die Geldspende auf folgendes Konto überweisen mit dem Betreff „Obdachlosen-Aktion“

Apotheker ohne Grenzen Deutschland e.V.
Deutsche Apotheker- und Ärztebank
BLZ: 300 606 01
IBAN: DE 88 3006 0601 0005 0775 91
BIC: DAAEDEDDXXX

Jahresrückblick von Apotheker ohne Grenzen 2020

Jahresrückblick 2020

// Ein besonderes Jahr geht für Apotheker ohne Grenzen zu Ende.
2020 ist das Jahr des 20-jährigen Jubiläums des Vereins und wir wollten gemeinsam mit unseren Mitgliedern und Freunden & Unterstützern auf 20 Jahre erfolgreiche Geschichte des Helfens mit gezielter pharmazeutischer Kompetenz zurückblicken. Doch jede Planung, egal ob zu den Jubiläumsfeierlichkeiten oder den Projekten, musste schon im Frühjahr an die ungewöhnlichen Umstände angepasst werden.

Wir haben schnell auf die jeweiligen neuen Situationen reagiert und konnten dadurch unsere Arbeit und Hilfe für die Kranken und Bedürftigen auf der Welt auch während des Jahres 2020 fortsetzen.
Sehen Sie selbst in unserem Jahresrückblick 2020!

Januar – Fortbildungsvortrag für die Apothekerkammer Nordrhein

AoG-Vortrag bei der Apothekerkammer Nordrhein

Anfang des Jahres war unser Handeln noch nicht von Corona geprägt.
Unsere zweite AoG-Vorsitzende Dr. Petra Nolte hielt am 21. Januar an der Universitätsklinik Essen einen Vortrag. In diesem informierte sie Mitglieder der Apothekerkammer Nordrhein nicht nur über die Bedingungen, unter denen im Einsatz gearbeitet wird, sondern auch ausführlich über das IEHK (Interagency Emergancy Health Kit), und die damit verbundene Arbeit von Apotheker ohne Grenzen im Nothilfeeinsatz. Besonders gefragt sind bei diesen Einsätzen Improvisationsgeschick und Kreativität, um z.B. die Feldapotheke aufzubauen und Patienten ohne gemeinsame Sprache ihre Medikamenteneinnahme nahe zu bringen.

Januar – neues AoG-Projekt in Frankfurt

Zu Beginn des Jahres 2020 startete unser neues Deutschlandprojekt in Frankfurt am Main. In Mainz und Berlin arbeitet AoG bereits seit vielen Jahren erfolgreich mit Obdachlosenambulanzen zusammen, um sowohl medizinische Versorgung als auch soziale Unterstützung sicherzustellen.
Die Caritas Elisabeth-Straßenambulanz in Frankfurt am Main wird ab jetzt von fünf AoG-Mitgliedern unterstützt. Diese beteiligen sich an der Organisation und Optimierung der Arzneimittelvorräte für die Ambulanz und den Bus zur mobilen Versorgung. Außerdem erstellten unsere Mitglieder Informationsmaterial in unterschiedlichen Sprachen für die Patienten.

neues Projekt in Frankfurt gestartet

Februar – Einsatz in Haiti

Die neue Solaranalge wird auf dem Gesundheitszentrum installiert

Unsere ehrenamtliche Einsatzkraft Sabrina Segebrecht war vom 22. Februar bis zum 7. März auf AoG-Projektreise in Haiti.
Sie begutachtete die neuen Anschaffungen der Gesundheitsstation Medi-Pharma in Baudin, welche von Apotheker ohne Grenzen finanziert wurden. Durch einen Kühlschrank ist ab jetzt auch die Versorgung mit kühlpflichtigen Arzneistoffen wie Impfstoffen möglich und eine Solaranlage sorgt dafür, dass immer ausreichend Strom für die Kühlung vorhanden ist.
Die Leiterin der Gesundheitsstation, Aléne, nutzte sofort die neuen Möglichkeiten und führte erste Impfungen durch.

Februar – Einsatz in Burundi

Am 24. Februar reisten Stefanie Pügge aus der AoG-Geschäftsstelle und Apothekerin Monika Zimmer für einen 2-wöchigen Einsatz gemeinsam nach Burundi. Dort unterstützt Apotheker ohne Grenzen seit 2018 eine PTA-Schule.
Unsere „AoG-Patenschüler“, welche AoG mit einem Stipendium vor Ort unterstützt, lernen fleißig, um bald ihr Abschlussdiplom in den Händen halten zu können.
Mit diesem Projekt hilft Apotheker ohne Grenzen nachhaltig, indem AoG jungen Menschen eine Zukunft bietet und gleichzeitigt die lokalen Gesundheitsstrukturen verbessert!

AoG-Einsatzkraft Monika Zimmer gibt eine Schulung in der PTA-Schule in Burundi

AoG unterstützte die PTA-Schule und die zum Projektpartner angeschlossenen Schulen und Kindergärten während der Pandemie mit Hygieneartikeln

Aufklärungsarbeit und Informationen, wie man sich vor dem Virus schützen kann

März – Rückholaktion von den Philippinen

Apothekerin Elke Althöfer-Blautzik im Einsatz für AoG

Lebenswichtig während der Pandemie – ein Stück Seife

Seit Mitte Februar 2020 war unsere ehrenamtliche Einsatzkraft Elke Althöfer-Blautzik für Apotheker ohne Grenzen auf den Philippinen und unterstützte dort die Apotheke im ländlichen Conner, nördlich von Manila. Eigentlich hätte sie noch bis Ende des Monats vor Ort bleiben und helfen sollen. Allerdings musste sie überstürzt ausreisen, nachdem der Präsident Duterte eine Schließung der Grenzen ab dem 15. März ankündigte.
Nach nächtlichem Packen, einer 12-stündigen Busfahrt nach Manila und dem langen Rückflug nach Deutschland, war nicht nur Elke froh, dass sie wieder sicher in Deutschland gelandet war.
Trotz der fehlenden Reisen unterstütze AoG das Philippinenprojekt weiter aus der Ferne: Gemeinsam mit unserem langjährigen Projektpartner German Doctors halfen wir 3.500 Familien auf der philippinischen Insel Mindoro, indem wir ihnen Seife gaben und sie sich so vor dem Virus schützen konnten.

März – Einsatz in Argentinien

Anfang März flog AoG-Projektkoordinatorin Dr. Carina Vetye nach Argentinien. Die ursprünglich sechswöchige Projektreise dauerte letztendlich ein halbes Jahr. Dies lag daran, dass auch Argentinien seine Grenzen schloss und eine Ausreise kaum noch möglich war.
Carina unterstützte in dieser Zeit die Slum-Apotheke in Buenos-Aires und ihre Arbeit war wichtiger denn je: Sie war beteiligt an mehreren großen Covid-19-Testing-Tagen in den Slums und sorgte dafür, dass die AoG-Apotheke trotz der Einschränkungen weiter geöffnet war und die Bewohner im Viertel Villa Zagala zuverlässig ihre Medikamente erhielten.

Apothekerin Dr. Carina Vetye in der AoG-Apotheke am Medikamenten-Ausgabefenster

Lange Warteschlangen vor dem Gesundheitszentrum

April – Helfen in Deutschland während der Pandemie

Herstellung von Desinfektionsmittel für das Mainzer AoG-Projekt

Selbstgemachte FaceShields selbstgemacht von den AoG‘lern

Doch nicht nur die weltweiten Länder wurden durch die Pandemie herausgefordert.
Auch in Deutschland war dringend Hilfe nötig: besonders bei den Menschen, die auf der Straße leben. Apotheker ohne Grenzen erreichte ein Hilferuf von unserem Projektpartner der Medizinischen Ambulanz ohne Grenzen in Mainz. Diese benötigte Schutzkleidung und Desinfektionsmittel.

Ehrenamtliche Mitglieder der AoG-Regionalgruppe Mainz reagierten schnell:
Das Staatstheater Mainz spendete selbstgenähte Masken, die Schloß Wachenheim AG spendete Alkohol, welches unser AoG Mitglied, Apotheker Dr. Christian Becker, zu Desinfektionsmittel verarbeitete. Diese Aktion war wieder ein toller Beweis dafür, was wir durch Zusammenhalt und durch das Engagement unserer Mitglieder erreichen können.

April – Corona-Vorbereitungen weltweit

Am 26. Mai veranstaltete die Fachschaft Pharmazie FU Berlin ein Instagram Live-Interview mit unseren AoG-Mitgliedern Victoria Arnlind und Trang Luu aus der Berliner Regionalgruppe. Victoria war 2015 die erste Pharmazeutin im Praktikum bei Apotheker ohne Grenzen und war damals mit im AoG-Nothilfe-Einsatz „Nepal Erdbeben 2015“. Trang ist seit 2018 AoG-Mitglied und engagiert sich sehr viel in der AoG-Regionalgruppe Berlin.
In dem Interview beantworteten die beiden Fragen bezüglich der Aktivitäten als PhiP in der Geschäftsstelle, wie man bei AoG in seiner eigenen Stadt aktiv werden kann und vieles mehr.
Das Interview finden Sie in unseren Stories auf der AoG-Instagram-Seite.

Mai – Live Interview

Am 26. Mai veranstaltete die Fachschaft Pharmazie FU Berlin ein Instagram Live-Interview mit unseren AoG-Mitgliedern Victoria Arnlind und Trang Luu aus der Berliner Regionalgruppe. Victoria war 2015 die erste Pharmazeutin im Praktikum bei Apotheker ohne Grenzen und war damals mit im AoG-Nothilfe-Einsatz „Nepal Erdbeben 2015“. Trang ist seit 2018 AoG-Mitglied und engagiert sich sehr viel in der AoG-Regionalgruppe Berlin.
In dem Interview beantworteten die beiden Fragen bezüglich der Aktivitäten als PhiP in der Geschäftsstelle, wie man bei AoG in seiner eigenen Stadt aktiv werden kann und vieles mehr.
Das Interview finden Sie in unseren Stories auf der AoG-Instagram-Seite.

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Juni – Happy Birthday AoG

AoG feiert sein 20-jähriges Jubiläum

Am 7. Juni 2000 wurde AoG als humanitäre Organisation im internationalen Netzwerk „Pharmaciens sans Frontièrs“ von 37 Apothekern ins Leben gerufen. Mittlerweile haben wir über 2.000 Mitglieder, 15 bundesweite Regionalgruppen und engagieren uns sowohl in der Nothilfe als auch in langfristigen Projekten.
Aufgrund der Corona-Pandemie konnten wir den Geburtstag von AoG leider nicht in geplantem Ausmaß feiern und fürs erste nur aus der Ferne miteinander anstoßen.

Juni – Virathon

Für die Woche vom 8. – 14. Juni organisierte die Leipziger Regionalgruppe den ersten AoG-Virathon. Die Woche stand unter dem Motto: „Laufen für den guten Zweck – Bleibt fit – helft weltweit“.
Durch diese tolle Aktion wurden insgesamt über 2.100 € an Apotheker ohne Grenzen gespendet. Mit dem Geld wurden unseren lokalen sowie internationalen Partner bei der Beschaffung von lebenswichtigen Medikamenten und medizinischer Ausrüstung unterstützt.
Wir freuen uns schon auf einen nächsten AoG-Virathon im Jahr 2021.

Laufen für den guten Zweck – der erste AoG-Virathon

Juli – Regionalgruppen-Treffen mal anders

Regionalgruppentreffen dieses Jahr mal online anstatt gemeinsam in Kassel

Eigentlich planten wir wie im letzten Jahr unsere AoG-Regionalgruppen in Kassel zusammenzubringen und uns gegenseitig auszutauschen.
Dieser Plan ist durch Corona leider ins Wasser gefallen – aber wir ließen uns nicht davon aufhalten und führten das Treffen einfach online durch.
Ehrenamtliches Engagement ist der Grundpfeiler unserer Arbeit. Der Austausch untereinander ist sehr wichtig und brachte auch dieses Mal wieder kreative und innovative Ideen an den Tag.

August – Seife und Hygiene-Gel für indigene Gemeinden in Mexiko

Im AoG-Mexiko-Projekt verteilten die von Apotheker ohne Grenzen ausgebildeten „Promotores de salud“ (Gesundheitshelfer) dieses Jahr immer wieder Seife und Hygiene-Gel an ihre Dorfgemeinden. Zusätzlich klärten sie die Einwohner auf, mit welchen Maßnahmen sie sich vor Corona schützen können. Durch diese Aktionen sorgte Apotheker ohne Grenzen dafür, dass auch sehr abgeschiedene Gemeinden, die einen schweren Zugang zur Gesundheitsversorgung haben, ausreichend vor dem Virus geschützt sind.

Seife und Hygiene-Gel für Dorfgemeinden in Mexiko

September – AoG-Projektkoordiantoren-Workshop

AoG-Projektkoordinatoren-Workshop mal anders

Ursprünglich war für dieses Jahr ein Workshop für unsere AoG-Projektkoordinatoren geplant. Dieser musste jedoch aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen. Aus diesem Grund stellten wir das Ganze kurzer Hand auf einen Online-Workshop um. Wir behandelten in diesem Rahmen das hochaktuelle Thema Antibiotikaresistenzen mit einem speziellen Fokus auf die AWaRe-Klassifikation der World Health Organization (WHO). Auch eine Einführung in das Thema „Prävention von sexueller Ausbeutung und Missbrauch in der Projektarbeit von AoG“ stand auf der Agenda

September – Mitgliederversammlung & neuer Vorstand

Am 20. September galt es eine neue Herausforderung zu meistern: Die erste Mitgliederversammlung unter Coronabedingungen. Die Teilnahme war trotz Corona vor Ort unter Sicherheitsmaßnahmen möglich oder von Zuhause vor dem Bildschirm. Diese Aktion wurde auch dank Pharma4u möglich gemacht, welche uns die Räumlichkeiten stellten und bei der technischen Umsetzung halfen.
Neben der Vorstellung des Geschäftsberichtes 2019 und die aktuelle Situation in den Projekten und Finanzen, wurde auch eine Satzungsänderung beschlossen, mit welcher die Regionalgruppen explizit als Organ des Vereins in der Satzung verankert wurden. Darüber hinaus wurde ein neuer AoG-Vorstand gewählt.

AoG-Mitgliederversammlung im September unter Corona-Bedingungen

Oktober – Veränderung in der Geschäftsstelle und expopharm

AoG-YouTube-Video

Ein Abschiedsfoto nach sieben Monaten Einsatz mit dem Team in Buenos Aires bevor es für eine kurze Verschnaufpause zurück nach Deutschland ging für unsere AoG-Projektkoordinatorin.

Im Oktober gab es einige spannende Veränderungen: Unser neuer FSJler Louis Juchem trat unserem Team in der AoG-Geschäftsstelle in München bei. Ende des Monats verabschiedete sich unsere Pharmazeutin im Praktikum Giannina Diete.
Aber das wichtigste war: Carina kam nach ihrem siebenmonatigen Einsatz in den Slums von Buenos Aires wieder gesund und sicher zurück nach Deutschland. Dies waren sehr harte und anstrengende Monate für unsere AoG-Projektkoordinatorin, welche Anfang Dezember bereits ihre nächste Reise nach Argentinien antrat.
Anfang des Monats war Apotheker ohne Grenzen auch wieder auf der expopharm vertreten – dieses Mal natürlich online.

November – neue PhiP, RG-Treff online & erste Geburt in Rushooka

Diesen Monat gab es gleich drei Gründe zur Freude bei Apotheker ohne Grenzen:
Anfang des Monats kam unsere neue PhiP Antonia Brede in die Geschäftsstelle, um Apotheker ohne Grenzen für ein halbes Jahr zu unterstützen.
Apotheker ohne Grenzen betreut seit Oktober 2020 ein neues Projekt im Süden von Uganda, welches Frauen eine sichere und professionell begleitete Geburt ermöglicht. Im November wurde das erste Kind in dieser Gesundheitseinrichtung geboren.
Ende des Monats fand wieder ein deutschlandweites Regionalgruppentreffen von Apotheker ohne Grenzen statt. Dies diente dem Austausch zwischen Geschäftsstelle und Regionalgruppen, sowie den Gruppen untereinander. Außerdem hielt unsere Projektkoordinatorin Carina einen Vortrag über ihren Einsatz in Argentinien.

Auf der neuen Geburtsstation ist das erste Baby geboren worden

Vortrag von Dr. Carina Vetye über ihren langen Einsatz während der Pandemie in Argentinien – unsere AoG-Mitglieder aus den Regionalgruppen hörten gespannt zu

Dezember – Facebook-Adventskalender

Der AoG-Adventskalender

Zum Ende des Jahres organisierte unsere Regionalgruppe Leipzig noch einen sehr kreativen und abwechslungsreichen Adventskalender für unsere AoG-Facebook-Seite. Hinter jedem Türchen versteckte sich entweder eine kleine Bastelanleitung, eine Geschichte aus unseren Projektländern, ein Rezept, Sportübungen, …

Apotheker ohne Grenzen feiert sein 20-jähriges Jubiläum

Apotheker ohne Grenzen feiert sein 20-jähriges Jubiläum

Im Jahr 2000 fing alles an: 37 Apotheker gründeten den Verein Apotheker ohne Grenzen mit der Mission Menschen in Not zu helfen und nachhaltig Gesundheitsstrukturen weltweit zu verbessern. Die Projekte u.a. in Nepal, Philippinen, Kenia, Mexiko, Argentinien und auch in Deutschland zeigen deutlich den gelungenen Einsatz: Apothekerinnen und Apotheker sowie PTA sind im Auftrag von AoG seit 20 Jahren laufend unterwegs, um die Arzneimittelversorgung für Menschen, die von Katastrophen und Armut betroffen sind, zu verbessern.

Viel hat sich in den vergangenen Jahren im Verein entwickelt und wir können auf zahlreiche Einsätze und Projekte zurückblicken, können stolz von über 2.000 Mitglieder berichten und haben auf unserem Weg viele Unterstützer und Freunde gewonnen.

Blicken Sie mit uns in diesem Jahr zurück auf die Anfänge, viele spannende Geschichten und Eindrücke von unseren Einsätzen und so mancher Schnappschuss wie auch Anekdote wird auch gezeigt.

Liebe Freunde und Unterstützer von Apotheker ohne Grenzen,

wir haben uns im Verein schon sehr auf das AoG-Jubiläumsjahr gefreut und wollten das Jahr 2020 mit schönen Jubiläumsaktionen begleiten und zurückblicken auf unsere Erfolge in den Projekten, Eindrücke aus über 25 Nothilfeeinsätzen geben und gemeinsam feiern.

Im Moment konzentriert sich unsere volle Energie und Kraft auf die Bekämpfung von Covid-19 und die Unterstützung unserer weltweiten Projekte.

Bitte haben Sie Verständnis, dass ein großer Teil unserer geplanten Jubiläumsaktionen bis auf Weiteres „auf Eis liegt“.

Erst müssen wir alle gemeinsam diese Pandemie besiegen und den Menschen in unseren weltweiten Projekten helfen.

Um mit den Worten unseres ersten Vorsitzenden zu schließen:

Wir sind uns bewusst, dass schwierige Zeiten auf uns zukommen, sowohl was unsere finanziellen, unsere personellen Ressourcen und unsere bisherigen Arbeitsweisen angeht.

Aber wir wären nicht Apotheker ohne Grenzen wenn wir nicht weiter über die Grenzen hinwegschauen würden.

In diesem Sinne, bleiben Sie und Ihre Lieben gesund!

Bitte unterstützen Sie uns weiter, auf dass auch wir weiterhin mit unserer pharmazeutischen Kompetenz und vollem Einsatz Menschen auf der Welt helfen können.

Wir sagen von Herzen – DANKE!

So ändern sich die Zeiten – Spendenboxen damals und heute:

Früher bestanden unsere Spendenboxen aus einer selbstgebastelten Aluminiumdose.

Wie auf dem Bild zu erkennen, bohrten die Ehrenamtlichen mit einer Bohrmaschine zwei Löcher in die Unterseite der Dose, um dort eine Schnur zu befestigen, die dazu diente, dass die Spendendosen in Apotheken festgebunden werden konnten und nicht geklaut wurden. Zudem haben die ehrenamtlichen Helfer jede Dose einzeln mit einem AoG-Aufkleber beklebt.

Es hat sich viel getan: heute bestellen wir professionelle Spendenboxen, da wir bei der jährlichen Stückzahl sonst nicht mehr hinterherkommen würden. Die Boxen bestehen aus Plastik, können einfach mit einem Schlüssel geöffnet und problemlos wiederverwendet werden!

In diesem Sinne: DANKE an alle Apotheken, die uns über all die Jahre unterstützt haben und unsere AoG-Spendenbox in ihrer Apotheke aufgestellt haben.

Parabéns a vocêHappy BirthdayHyvaa syntymapaivaaJoyeux AnniversaireAlles Gute zum Geburtstag

Ein Geburtstagsgruß aus Nepal:

Parabéns a vocêHappy BirthdayHyvaa syntymapaivaaJoyeux AnniversaireAlles Gute zum Geburtstag

Jahresrückblick von Apotheker ohne Grenzen – 2019

Wir haben viel geschafft in diesem Jahr – 2 Nothilfeeinsätze, viele Projektbesuche und Weiterentwicklungen in den weltweiten Projekten, neue Einsatzkräfte ausgebildet, ein neues Deutschlandprojekt in Frankfurt gestartet und dazu verschiedenste Aktivitäten der ehrenamtlichen AoG-Mitglieder. Dieser kleine Jahresrückblick kann nur ansatzweise die Arbeit von Apotheker ohne Grenzen im Jahr 2019 darstellen, zeigt jedoch anschaulich wie vielfältig sich der Verein engagiert.

Unser AoG-Jahresbericht 2019 >>>>> bitte hier downloaden

Januar – Philippinen-Einsatz

Elke Althöfer-Blautzik bei der Abgabe von Medikamenten an eine Mutter mit Kind.

Von 2. Januar bis zum 3. März 2019 war unsere ehrenamtliche Einsatzkraft Elke Althöfer-Blautzik auf den Philippinen und half den örtlichen Mitarbeitern bei ihrer Arbeit in der Apotheke auf der Insel Mindoro. Ihre weiteren Aufgaben lagen in der Schulung des lokalen Personals im Lagermanagement sowie zur Durchführung der Arzneimittelabgabe während der sogenannten „Rolling Clinic“. Diese mobile Klinik, bei denen ein Ärzteteam und einheimische Mitarbeiter mit einem Jeep die abgelegenen und schwer erreichbaren Bergdörfer der Insel Mindoro besuchen, werden von der Partnerorganisation German Doctors organisiert und durch Apotheker ohne Grenzen regelmäßig begleitet.

Februar – Peer-Workshop

Vom 1. – 3. Februar fand das insgesamt zweite Seminarwochenende für die AoG-Einsatzkräfte-Fürsorger, die sogennanten Peers, auf der Burg Rothenfels statt. Während sich das erste Fortbildungswochenende um die Themen Stress, Psychotraumatologie und empathische Gesprächsführung drehte, befassten sich die Peers im Februar mit der praktischen Durchführung der Einsatzkräftebetreuung. Durch die Anwesenheit eines Schauspielers, konnten echte Fälle im Einsatz nachgespielt werden.

Die gutgelaunten Peers bei ihrem Workshop im Februar auf der Burg Rothenfels.

März – AoG gewinnt Vision.A-Award

Große Freude des AoG-Teams bei der Vision.A-Award-Preisverleihung in Berlin über den ersten Preis!

Große Freude im März 2019: AoG gewinnt mit der AoG-Sommertour 2018 Gold beim Vision.A-Award, der aktuelle Kommunikationstrends, Innovationen und nachhaltige Konzepte des Apotheken- und Gesundheitsmarktes würdigt. In der Kategorie „Kommunikation – Apothekenteams/Healthcare Professionals“ überzeugte AoG die Jury neben fünf anderen Mitstreitern. Das ausgezeichnete Projekt war unsere AoG-Sommertour quer durch Deutschland mit dem AoG-Sommertourbus. Durch unsere Aktion wollten wir Apotheker ohne Grenzen bekannter machen, Spenden für unsere Projekte sammeln, neue Mitglieder werben und möglichst viele Leute innerhalb und außerhalb von Apotheken für unsere Arbeit und Projekte im In- und Ausland begeistern. Eine super Idee fanden wir – die Jury des Vision.A-Awards offensichtlich auch!

März – Uganda-Einsatz

Die beiden ehrenamtlichen AoG-Einsatzkräfte Karin Schröder und Heidrun Mariacher reisten vom 10.03. – 23.03.2019 mit der AoG-Partnerorganisation amref health africa nach Uganda um bei Gesundheitsveranstaltungen in abgelegenen Gebieten pharmazeutische Hilfe zu leisten. amref health africa Uganda führt in Zusammenarbeit mit dem District Health Office Adjumani und lokalen religiösen Institutionen sogenannte „Family Health Days“ durch.

Der Schwerpunkt liegt hierbei auf Frauen und Kindern. Dabei werden zusammen mit fünf Gesundheitszentren „Outreaches“ (zu Deutsch: Einsätze) in Flüchtlingsgebiete durchgeführt, die einen schlechten Zugang zu einer adäquaten medizinischen Versorgung haben. Während der Outreaches werden neben Impfungen für Kinder unter 5 Jahren auch pränatale Untersuchungen, Entwurmungen oder Blutdruckmessungen für Schwangere angeboten. Komplizierte Fälle werden an die Gesundheitseinrichtungen übermittelt.

Die beiden AoG-Kräfte konnten Besichtigungen der von amref unterstützten Medikamentenlager und Apotheken durchführen, im Bereich Datenerfassung, Bestellung und Fehlbestände beraten, das örtliche Apothekenpersonal zu Lagermanagement und Dokumentation schulen und somit die pharmazeutische Versorgungssituation nachhaltig verbessern.

Viele Patienten nehmen das Angebot bei den „Family Health Days“ dankbar an, die medizinisch-pharmazeutische Versorgungssituation im ländlichen Raum in Uganda ist nicht ausreichend ausgebaut.

März – Nothilfeeinsatz Mosambik

Die Einsatzkraft Marjolein Jacob verabreicht in der Gesundheitsstation dispergierte Malariatablette an ein Kleinkind.

Großer Andrang bei der Nothilfe-Apotheke von AoG in Mosambik: Einsatzkraft Elke Althöfer-Blautzik von Team I bei der Arbeit.

Nach dem verheerenden Zyklon in Südostafrika im Frühling 2019 hatte im März 2019 die Regierung von Mosambik offiziell um internationale Hilfe gebeten. AoG reagierte schnell und professionell: In wenigen Tagen war das AoG-Fact-Finding-Team, bestehend aus dem Vorstandsmitglied Dr. Petra Nolte zusammen mit unserer Partnerorganisation NAVIS e.V., in der besonders zerstörten Küstenregion rund um die Stadt Beira. Dort wurde die Lage eingeschätzt und einen Nothilfeeinsatz vorbereitet.

Über 3 Millionen Menschen benötigten nach den Überschwemmungen humanitäre Hilfe, darunter ca. 1 Millionen Kinder. Vor allem in den ländlichen Gebieten war die Zerstörung katastrophal, viele Menschen waren gezwungen stehendes, verunreinigtes Wasser zu trinken. Nach Auswahl eines geeigneten Einsatzorts durch Petra wurde ein erstes AoG-Einsatzteam entsendet um in Beira in einer Gesundheitsstation medizinisch-pharmazeutische Nothilfe zu leisten.

Insgesamt vier AoG-Einsatzteams halfen von März bis Ende Mai 2019 in mehreren Medikamentenlagern der Notcamps in der zerstörten Küstenregion und konnten viele Patienten mit lebenswichtigen Medikamenten versorgen. Vielen Dank an euch für diesen fantastischen Einsatz!

April – Nepaleinsatz

In der Gesundheitsstation in Basa

Die Einsatzkräfte Jochen Wenzel und Barbara Weinmüller besuchten im April 2019 die beiden AoG-Nepal-Projekte. Im Nepal-Projekt in Basa, wo AoG in Kooperation mit der Basa-Foundation, einen abgelegenen Gesundheitsposten am Fuße des Mount Everests pharmazeutisch unterstützt, wurde eine Bestandsaufnahme der Medikamentenlagerung und ‑bestellung durchgeführt. Anschließend wurde das Gesundheitspersonal im Bereich Lagermanagement und Dokumentation geschult.

Das zweite Nepal-Projekt von AoG wurde 2017 gemeinsam mit action medeor und der nepalesischen Organisation PHECT im Chandragiri District im Großraum Kathmandu zur Aufklärung zu Sexualkrankheiten, Menstruationshygiene und Selbstschutz für Betroffene von sexueller Gewalt begonnen. Dazu wurden Gesundheitshelferinnen zu Themen wie sexuell übertragbare Krankheiten, Menstruationshygiene und im Weiteren auch zu Familienplanung und Selbstschutz bei häuslicher Gewalt geschult. 2019 wurde das Konzept auf einen weiteren Distrikt ausgeweitet. Erstmals wurden auch sogenannte Female Community Health Worker (FCHV) zu Themen wie sexuell übertragbare Krankheiten und deren Prävention, Sexualhygiene und Selbstschutz geschult. Barbara Weinmüller besuchte bei ihrem Einsatz eine Schulungsveranstaltung von Gesundheitshelfern und konnte sich selbst ein Bild der effektiven Aufklärungsarbeit machen.

Die Gesundheitshelferinnen geben ihr Wissen zu Sexualhygiene und Infektionskrankheiten an junge Frauen weiter.

April – DR Kongo-Einsatz

Bettina Rüdy mit einer Kollegin bei der Überprüfung der Bestände und der Finanzen der Apotheke.

Vom 02. – 12. April 2019 flog die Einsatzkraft Bettina Rüdy für AoG in die Demokratische Republik Kongo. Die Apotheke im neu gebauten Gesundheitszentrum in Maluku, einem Vorort der Hauptstadt Kinshasa, wurde gemeinsam mit der Partnerorganisation Hilfe für Menschen im Kongo e.V. eingerichtet. Bettina konnte beim Einkauf und der Abholung einer Erstausstattung von Medikamenten helfen und das Apothekenpersonal im Bereich Lagermanagement und Dokumentation schulen. Auch die feierliche Eröffnung des Gesundheitszentrums und der angeschlossenen Apotheke im April 2019 wurde von Bettina für Apotheker ohne Grenzen begleitet.

April – Mitgliederversammlung in Münster

Am 14. April 2019 fand in Münster die jährliche Mitgliederversammlung statt. Die Mitglieder konnten sich ausführlich über die AoG-Projektarbeiten, die Leistungen und Erfolge des Vereins aus dem Jahr 2018 informieren.

Die AoG-Mitglieder lauschen dem Vortrag des ersten Vorsitzendens Hans-Joachim Schreek bei der Mitgliederversammlung.

Mai – Tansania-Einsatz

Einsatzkraft Martina Gerhard bekommt zum Dank ihrer Hilfe ein Huhn geschenkt.

Die AoG-Einsatzkraft Martina Gerhard war vom 20. Mai – 03. Juni 2019 für Apotheker ohne Grenzen im Einsatz in Tansania. Da es bereits ihr zweiter Besuch im Gesundheitszentrum der Benediktinerabtei St. Bernard in Hanga im Süden Tansanias war, konnte sie die Weiterentwicklung des Projekts beurteilen.

„Das Medikamentenlager und die Medikamentenausgabe sind [personell] sehr gut besetzt und erstmals auch unter Leitung einer ausgebildeten Pharmazeutin. Es gibt momentan keine Fluktuation und keinen Personalmangel in der Apotheke – drei der fünf Mitarbeiterinnen kenne ich schon von meinem letzten Projektbesuch Oktober 2015 – eine sehr gute Basis für unsere weitere Zusammenarbeit. Auch die regelmäßigen Schulungen der letzten Jahre zeigen Wirkung.“
AoG-Einsatzkraft Martina Gerhard

Juni –Pharmaweekend BPhD

Im Rahmen des PharmaWeekends hielten unsere erfahrene AoG-Einsatzkraft Petra Isenhuth und AoG-PhiP (Pharmazeutin im Praktikum) Luise Marenbach am 16. Juni einen spannenden Vortrag über das Thema Ebola. Dabei ging es um die neuen Impfstoffe, die im derzeitigen Ausbruchsgebiet im Osten der DR Kongo eingesetzt werden, und auch um die besonderen Herausforderungen der Infektionsbekämpfung in dieser unruhigen Region, wie z.B. das mangelnde Vertrauen der Bevölkerung in das Gesundheitssystem oder die gezielten Angriffe auf Gesundheitszentren.

AoG-Einsatzkraft Petra Isenhuth und PhiP Luise Marenbach auf dem BPhD PharmaWeekend in Heidelberg

Juli –AoG-Charity-Beachvolleyball Cup

Sportlicher Einsatz von unseren Mitgliedern für Apotheker ohne Grenzen!

Der dritte AoG-Charity-Beachvolleyball Cup am 7. Juli 2019 in Kiel war wieder ein voller Erfolg! Auch das stürmische Ostseewetter konnte die Stimmung der Teilnehmer nicht trüben.

Wer gerade nicht mit Beachvolleyball spielen beschäftigt war, konnte sich am Apotheker ohne Grenzen-Infostand über unsere aktuellen Projekte informieren oder bei einer Limo den anderen Mannschaften zusehen, denn auch für das leibliche Wohl war gesorgt.

Vielen Dank an die AoG-Regionalgruppe Kiel für die großartige Organisation des jährlichen Turniers!

August – Einsatzkräfteschulung II

Vom 23. – 25. August 2019 fand die AoG-Einsatzkräfteschulung II statt, ein spannendes Wochenende mit vielen wichtigen Inhalten für den Einsatz. Auf dem Programm standen Themen wie Lagermanagement, Einsatzplanung und vertiefte Arbeit mit dem IEHK. Highlight des Wochenendes war eine praktische „Einsatzübung“, sowie Geländefahrtraining mit einem Einsatzfahrzeug.

Erste Hilfe Praxisübungen an einem Probanden bei der Einsatzschulung II.

September –expopharm in Düsseldorf

Die AoG-Mitglieder mit großer Motivation bei der Betreuung des Standes bei der expopharm in Düsseldorf.

Vom 25. – 28. September 2019 fand die alljährliche expopharm in Düsseldorf statt. Auch Apotheker ohne Grenzen war wieder mit einem Stand vertreten. Wer wissen wollte, wie ein Einsatz für einen Apotheker oder PTA im Projektland aussieht, welche Voraussetzungen man dafür mitbringen sollte, wie man sich aktiv mit seiner eigenen Apotheke engagieren kann oder wie man Mitglied wird, der konnte sich von erfahrenen AoG-Einsatzkräften und Mitgliedern am Stand beraten lassen. Bei einem speziellen „Apotheker-Quiz“ konnte man zusätzlich sein Wissen auf die Probe stellen. Bildcollagen und Videos erzählten eindrucksvoll aus den weltweiten Katastrophen- und Entwicklungseinsätzen.

Oktober – Mexiko-Einsatz

Ulrike Niehle und Claudia Dirksen fuhren vom 26. September – 12. Oktober 2019 zum Einsatz in das AoG-Mexiko-Projekt. Seit November 2017 unterstützt Apotheker ohne Grenzen die mexikanische Stiftung Leon XIII beim Aufbau eines Gesundheitsprogramms für indigene Bevölkerungsgruppen durch die Schulung von Gesundheitshelfern – den sogenannten „Promotores de salud“.

„Wir haben 3 Gemeinden in der Zone Huatulco und 2 Gemeinden in der Zone Sta. Elena besucht. Bei diesen Besuchen konnten wir nicht nur Gespräche mit den Promotores führen, sondern auch mit den Gemeindemitgliedern selbst. Die Resonanz gegenüber dem Gesundheitsprogram war überall sehr positiv. Die Gemeindemitglieder kommen gerne zu den Vorträgen um neue Dinge zu lernen und sich mit dem Thema Gesundheit zu beschäftigen. Auf die Frage, warum ihnen Gesundheit so wichtig sei, antworten viele, dass Gesundheit das Wichtigste im Leben ist und jeder Mensch glücklicher ist, wenn er gesund ist.“
AoG-Einsatzkraft Claudia Dirksen

Die beiden Einsatzkräfte beim Besuch eines Vortrags über Dengue-Prävention in einer kleinen mexikanischen Gemeinde durch die ausgebildeten „Promotores de salud“

November – Bahamas-Nothilfeeinsatz

Kristin übergibt einer Frau in der mobilen Gesundheitsstation auf den Bahamas Medikamente.

Nach den verheerenden Verwüstungen durch Hurrikan Dorian auf den Bahamas lief schnell die internationale Hilfe an – auch aus Deutschland.

Unsere amerikanische Partnerorganisation International Medical Corps (IMC) hatte AoG kontaktiert und um pharmazeutische Unterstützung gebeten. Vom 23. September – 06. Oktober 2019 machte sich unsere erfahrene AoG-Einsatzkraft Petra Isenhuth auf den Weg nach Freeport auf Grand Bahama, der größten und nördlichsten Insel des Bahamas-Archipels. Dort konnten wir vier Kliniken mit den nötigsten Medikamenten und medizinischen Produkten versorgen. Da eine regionale Klinik durch den Hurrikan zerstört wurde, errichtete IMC daraufhin eine Zeltklinik mit medizinischer Grundversorgung und einer kleinen Apotheke. Schwierig war die fachgerechte Lagerung der Medikamente: In den Zelten herrschten Temperaturen bis zu 35 Grad Celsius.

Fast zwei Monate nach dem Hurrikan waren dessen Auswirkungen immer noch deutlich zu sehen und unsere Hilfe wurde weiterhin dringend benötigt. So fuhr unsere zweite AoG Einsatzkraft, Kristin Hortmann, vom 17.Oktober – 07. November 2019 in den Einsatz. Als im November 2019 die Not auf den Bahamas immer noch groß und die Hilfe und pharmazeutische Kompetenz von Apotheker ohne Grenzen weiterhin benötigt wurden, flog Kristin zum 2. Mal auf die Bahamas, diesmal mit der Verstärkung von Apotheker Tobias Winter. Beide sind am 15. Dezember von ihrem Einsatz zurück in Deutschland.

Dezember – Regionalgruppe Berlin: Rixdorfer Weihnachtsmarkt

Pünktlich zum Nikolaus startete die Regionalgruppe Berlin wieder mit einem AoG-Stand auf dem Alt-Rixdorfer Weihnachtsmarkt. Vom 06. – 08.Dezember 2019 gab es, neben frisch gebackenen Waffeln und selbst gewürztem Apfelpunsch, für die Kleinen auch ein lustiges Entenangelspiel mit tollen Preisen.

Vielen Dank für euren Einsatz!

Die Mitglieder der Regionalgruppe Berlin verkauften auf dem Rixdorfer Weihnachtsmarkt fleißig Punsch und Waffeln – und informierten die Besucher nebenbei über AoG.