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: News

Aktuelle News aus der Ukraine

Infos und Updates AoG-Ukraine Nothilfe

Liebe Freunde und Unterstützer von Apotheker ohne Grenzen,

AoG ist im Nothilfe-Modus für die Ukraine! Im Moment kommen wir mit der Kommunikation nicht mehr hinterher, deshalb finden Sie untenstehend unter verschiedenen Rubriken Antworten zu vielen Ihrer Fragen.

Rubrik 1: Wie kann ich spenden und AoG unterstützen:

  • Apotheker ohne Grenzen freut sich über jede Spende mit dem Betreff „Ukraine-Hilfe“:

 

Deutsche Apotheker- und Ärztebank
IBAN: DE 88 3006 0601 0005 0775 91
BIC: DAAEDEDDXXX

 

  • Oder Online:
  • Ukraine-Spenden bis zu 300 Euro – Regelung vereinfachter Zuwendungsnachweis:


Spenden bis zu 300 Euro
können ohne amtliche Spendenquittung (Zuwendungsbestätigung) mit dem Einzahlungsbeleg der Überweisung (z.B. einem Kontoauszug) beim Finanzamt eingereicht werden.

Liebe Spender, wir arbeiten mit Hochdruck an einer schnellen Spendenquittung-Versendung. Wir bitten um etwas Geduld! Bei allen Spenden im Wert bis zu 300 Euro bitten wir den Kontoauszug sowie unseren AoG-Beleg beim Finanzamt vorzulegen.

AoG-Vereinfachter Spendennachweis: Hier
AoG-Freistellungsbescheid: Hier

Rubrik 2: Aktuellste Updates über „Wie hilft AoG“

  • Die aktuellsten News zu unserer Hilfe, Hilfslieferungen und Einsätze finden Sie über die AoG-Facebook-Seite: HIER

 

  • Wie AoG hilft – Eindrücke unserer AoG-Hilfsaktionen finden Sie auf unserer EXTRA-Newsseite: HIER
  • Auch weltweit ist Apotheker ohne Grenzen aktiv: Wo und wie wir helfen, sehen Sie: HIER

Rubrik 3: Presseanfragen

  • Pressekontakt von AoG: AoG-Referentin für Kommunikation & Fundraising: Kira Morandin | k.morandin@psfde.org | 089 415 597 59 | mobile: 0179 616 458 7
  • Gerne vermitteln wir Interviews mit unseren Einsatzkräften
  • Gerne erstellen wir FREI-Anzeigen: z.B. für Magazine, Webbanner, Fülleranzeigen….

Rubrik 4: Alte Arzneimittelspenden – Bitte nicht!

Gut gemeint, ist nicht immer gut gemacht: Aktuell erreichen uns viele Anfragen, ob man alte Arzneimittelspenden oder Sammlungen für die Ukraine organisieren soll. Wir von Apotheker ohne Grenzen sagen deutlich dazu NEIN und raten davon ab! Eine Geldspende an einen Verein wie AoG ist zielgerichteter als eine Sammlung von alten Arzneimittelspenden, da wir bedarfsgerecht Arzneimittel einkaufen und gezielt vor Ort die hilfsbedürftigen Institutionen beliefern.

  • Lesen Sie hierzu unseren Arzneimittel-Flyer: HIER
  • Verschiedene Artikel zu diesem Thema: LINK
Arzneimittel_Spenden_3
  • Verschiedene Artikel zu diesem Thema: LINK
Arzneimittel_Spenden_2

Rubrik 5: Welche Hilfsanfragen werden gerade bei AoG priorisiert:

Unsere Ukrainehilfe läuft seit Beginn des Krieges auf Hochtouren. Uns erreichen weiterhin sehr viele Anfragen. Über 100 Hilfslieferungen für die Ukraine haben wir bereits organisiert (Stand: Anfang April) oder sind gerade dabei sie zu koordinieren und abzuwickeln.

Aufgrund der immer noch großen Anzahl an Anfragen und mit Blick auf unsere personellen und finanziellen Kapazitäten müssen wir die Hilfsgesuche neu priorisieren!

AoG bedient ab Anfang April primär Anfragen von:

  • Personen oder Organisationen, mit denen wir in der Vergangenheit schon gemeinsam und erfolgreich mehrere Hilfstransporte in die Ukraine auf den Weg gebracht haben
  • langjährigen Partnerorganisationen
  • Personen oder Organisationen, die zukünftig längerfristig in der Ukrainehilfe mit uns zusammenarbeiten


In begründeten Fällen werden auch noch Einzelanfragen bedient, wenn die bereits vier, unten genannten Prioritäten erfüllt sind!

Apotheker ohne Grenzen möchte natürlich am liebsten alle Anfragen bedienen und auf den Weg Richtung Ukraine bringen, es hat sich jedoch nach nunmehr 6 Wochen gezeigt, dass die Anfragenanzahl zu groß ist und um unsere pharmazeutische Kompetenz bestmöglich und effizient einsetzen zu können, müssen wir die neue Priorisierung vornehmen!

Noch ein Tipp:
Wenn wir eine Einzelanfrage von Ihnen nicht bedienen können – hier noch ein Tipp: wenden Sie sich bitte direkt an eine Apotheke Ihres Vertrauens. Aufgrund einer Sondergenehmigung des BMG zur Ukrainenothilfe vom 6. März 2022 sind auch Apotheken ausfuhrberechtigt. (siehe Rubrik 7)

Die vier Prioritäten für Einzelanfragen an AoG:

  1. eine konkrete Arzneimittelbedarfsliste liegt in deutscher und/oder englischer Sprache und mit Mengenangaben vor
  2. der Bestimmungsort ist bekannt und hat vollständige Adresse
  3. es ist sichergestellt, dass die Arzneimittel von medizinischem / pharmazeutischen Fachpersonal entgegengenommen werden kann
  4. der Transport von Deutschland bis zum Bestimmungsort in der Ukraine muss bereits geregelt sein

Rubrik 6: Wie kann ich mit meiner Apotheke helfen

Apotheken können AoG-Spendenboxen aufstellen, mit unseren Arzneimittelspenden-Flyern Kunden der Apotheke aufklären, Poster bestellen…etc.

Rubrik 7: Private Arzneimittelbeschaffung und Transport zur Ukraine – NICHT erlaubt!

Normalerweise dürfen keine Arzneimittel aus der EU ausgeführt werden. Zur Unterstützung der Ukraine hat das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) jedoch eine aktuelle Allgemeinverfügung erlassen mit Wirkung zum 6. März 2022:

Es gilt: der Export von Arzneimitteln darf nur von pharmazeutischen Unternehmen, Großhandel, Apotheken und registrierte NGOs durchgeführt werden.

Der Export von Arzneimitteln durch Privatpersonen ist nicht erlaubt!

LINK zur aktuellen Allgemeinverfügung vom Bundesministerium für Gesundheit:

Arzneimittellieferung

Rubrik 8: Information zur allgemeinen Bedarfsliste der ukrainischen Regierung

Das ukrainische Gesundheitsministerium hat eine Liste der am dringendsten benötigten Medikamente und Verbrauchsmaterialien veröffentlicht. Sie signalisiert den grundsätzlich großen Bedarf des Landes an Unterstützung in diesem Bereich.

Damit die Hilfe aber wirkt, muss sie

  • Bedarfsgerecht sein.
    Das heißt sie muss auf einer konkreten, aktuellen Bedarfsliste des Empfängers basieren, die Wirkstoffe, Dosierung, Darreichungsform und die benötigte Menge enthält.
  • An einen konkreten qualifizierten Empfänger (z.B. ein Krankenhaus oder eine lokale Gesundheitsbehörde) gehen, der die Sachgerechte Handhabung der Arzneimittel gewährleisten kann.

Indem AoG auf solche konkreten Anfragen reagiert, reagieren wir gleichzeitig auf den Hilferuf des ukrainischen Gesundheitsministeriums.

All information in English

Information and updates on emergency aid for Ukraine

Dear friends and supporters of Pharmacists without Borders,

Pharmacists without Borders Germany is currently dealing with the emergency situation in Ukraine. At the moment, we are unable to answer individual questions and requests. We have created a frequently asked questions (FAQ) section below.

Section 1: How can I make a donation to Pharmacists without Borders?

Our banking details:

Deutsche Apotheker- und Ärztebank
IBAN: DE 88 3006 0601 0005 0775 91
BIC: DAAEDEDDXXX

 

  • Or donate online here:

Section 2: About us:

Pharmacists without Borders Germany (Apotheker ohne Grenzen Deutschland e.V.) is a pharmacist-led humanitarian aid organisation. Founded in the year 2000, Pharmacists without Borders engages in the improvement of health systems around the world. Our competence and expertise are in demand and provided in a number of ways: we provide high-quality medicines and services to patients, organise appropriate medicines supply and storage, training and education for local people, and work in close partnership with local Non-Governmental organisations.

Pharmacists without Borders also has extensive expertise in the provision of emergency relief following natural disasters. We minimise acute medicines shortages by delivering medicines rapidly and therefore alleviate the suffering of the affected population. We prepare and train all our volunteers thoroughly before their deployment to the frontline.

Pharmacists without Borders is a registered charity with more than 2,000 members and is not only active in developing countries, but also runs projects in Berlin, Mainz and Frankfurt am Main to support refugees and homeless people in Germany.

Section 3: Current updates on our projects and missions

The latest news about our projects and emergency missions are on our facebook page which is constantly updated.

Section 4: Press and contacts

  • Contact Kira Morandin, Communication and Fundrasing | k.morandin@psfde.org | 089 415 597 59 | mobile: 0179 616 4587
  • We can assist with interviews with our volunteers and staff
  • We can create FREE advertisements for magazines, websites, filler ads, etc.

Section 5: Medicines donations – please do not donate medicines

Donated unused and used medicines are not helping. We receive many questions about donating medicines for Ukraine and how best to do this. Pharmacist without Borders does not support medicines donations of any kind. The best way to support our work is by donating money to us which allows us to tailor the purchase of the right quality medicines in the right quantities to the people who need them and deliver them to our local partner organisations.

  • Please read our medicines donations flyer: Here

Section 6: Campaign of the European Pharmacists’ Defence Association

Link to website of the campaign

Sending Medicines to Ukraine

With the catastrophic war in Ukraine destroying not only peoples lives but also the fabric of society, the population of the peace-loving nation of Ukraine is going to need all the support it can get.

To date, the generosity of the world’s population has been astonishing. Millions of people in Poland and the other neighboring countries have welcomed refugees into their homes. Members of the public right across the world have inundated the disaster charities with generous financial donations and many governments have acted together in their support for the Ukrainian people.

Spontaneously, communities, schools, and various places of worship across the European continent have organized collections of provisions, much of which is being transported in vans to the border with Ukraine.

Help us to treat the casualties of this war in Ukrainian hospitals

People have also sent all kinds of medicines, those that they have at home or purchased from their local pharmacy, those that they have sent together with clothes and food. As the crisis deepens however, the casualties are needing much more specialist medication; that which is used in hospitals to treat the injuries of war. Hospitals treating the casualties need medicines that are available only from specialist suppliers and those which due to their nature must be stored and transported under optimum conditions. Many medicines for hospitals are found in infusion bags, others may be specialist medicated wound dressings; some must be maintained and transported at certain temperatures. Hospitals can only treat their patients with such medicines if they know that they have arrived through proper channels and for which the quality can be guaranteed, for only then will they know that they are safe to use on patients that need them the most.

The supplies of hospital medicines are running low

Pharmacists across the continent of Europe have responded to the increasing calls for specialist help from Ukrainian hospitals by launching a campaign. Led by their national pharmacists’ organisations, they are using their expertise around medicines to organize the sourcing, logistics and the safe delivery of specialist medicines to where it is most needed.

Working with a charity called Pharmacists Without Borders an appropriate place to make your financial donations has been created, funds gathered will then be used to purchase the required medicines from the most appropriate suppliers. Additionally, in due course, pharmacists who are already volunteering from all over the world, will be sent to help in hospitals and refugee centres being established to support the humanitarian effort.

Specialist Transportation

The Polish Government has kindly agreed to provide a secure medical train that will receive the medicines delivered from specialist manufacturers and then transport these across the border into Ukraine under the best possible transportation conditions. From the initial delivery destination in Lviv, onward distribution to numerous other locations in Ukraine will then be made using appropriate hospital transportation.

Ukraine-Nothilfe – eine erste Bilanz

Apotheker ohne Grenzen – schnelle und effiziente Hilfe seit über 6 Wochen

Stand: Mitte April 2022 – Fast zwei Monate herrscht in der Ukraine das Unfassbare: Krieg. Die Not der Menschen wächst mit jedem Tag, den der Krieg in der Ukraine andauert. Millionen sind auf der Flucht oder harren in Kellern, Bunkern und U-Bahnstationen aus. Es gibt nur wenige Nahrungsmittel in den zerbombten Städten und vor allem fehlt es an lebenswichtigen Arzneimitteln.


Von der ersten Stunde an hilft Apotheker ohne Grenzen aktiv den betroffenen Menschen und kann dank überwältigender Unterstützung von vielen Spendern sowie den vielen ehrenamtlichen Helfern im Verein die letzten Wochen über sich hinauswachsen.

Eine erste Bilanz der Ukraine-Nothilfe von Apotheker ohne Grenzen in Bildern und Geschichten

Es ist Zeit eine erste Bilanz zu ziehen, um aufzuzeigen was bereits erreicht werden konnte und wie Apotheker ohne Grenzen bereits ganz konkret geholfen und Hilfslieferungen auf den Weg Richtung Ukraine gesendet hat bzw. weiterhin tut. Seit 22 Jahren steht der Verein für pharmazeutische Nothilfe und auf diesen wertvollen Schatz an Erfahrung und Kompetenz greifen wir zurück, um bedarfsgerecht und effizient zu helfen!


Dank der schnellen Aufstellung eines ehrenamtlich arbeitenden Koordinationsteams konnten wir bereits nach wenigen Tagen beginnen, Hilfsgesuche von Krankenhäusern und medizinischen Einrichtungen in der Ukraine mit offiziellen ukrainischen Stellen zu koordinieren, die Beschaffung von lebenswichtigen Arzneimitteln zu organisieren und dafür zu sorgen, dass alles so sicher wie nur möglich bei medizinischem oder pharmazeutischem Fachpersonal vor Ort ankommt.

Einige Fakten zur Ukraine-Nothilfe:

  • Über 100 Hilfslieferungen für die Ukraine haben wir bereits organisiert oder sind gerade dabei sie zu koordinieren und abzuwickeln.
  • Über 1,2 Millionen Spendengelder konnten wir bereits für die Hilfslieferungen in konkrete Unterstützung umsetzen
  • Sieben AoG-Einsätze wurden bereits mit 11 ehrenamtlichen, geschulten AoG Einsatzkräften vor Ort an den rumänischen sowie polnischen Grenzen zur Ukraine durchgeführt
  • Auch unsere 15 deutschlandweite AoG-Regionalgruppen organisieren in ihren Regionen und Städten Hilfslieferungen und lokale Unterstützungen für Flüchtlinge. So hilft Apotheker ohne Grenzen beispielsweise den ankommenden Flüchtlingen in Berlin mit der Übernahme der Erstversorgung mit dringend benötigten Medikamenten.

Übersicht: Hilfslieferungen in der Ukraine von Apotheker ohne Grenzen

Die Grafik zeigt Ortschaften und Städte in der Ukraine, die AoG bereits mit Hilfslieferungen erreicht hat – oft bereits mehrmalig.

Impressionen von den AoG Hilfslieferungen

Bereits am 27. Februar überquerte eine erste Lieferung dringend benötigter medizinischer Versorgungsmaterialien von Polish Medical Mission den Grenzübergang Hrebenne-Rawa Ruska, finanziell unterstützt durch Apotheker ohne Grenzen und organisiert durch unsere ehrenamtliche polnisch-sprechende Einsatzkraft Katarzyna Ostendorf.

Apotheker ohne Grenzen beteiligte sich mit 50.000€ an Hilfslieferungen von Medikamenten und medizinischem Bedarf an das Notfallkrankenhaus in Ternopil durch das Deutsche Medikamentenhilfswerk action medeor.

Apotheker ohne Grenzen unterstützte das Polish Center for International Aid (PCPM) mit seinem Interagency Emergency Health Kit und 5 TraumaKits (Wert: 14.600 Euro). Die Kits gingen von IMRES, ein internationaler Großhändler für medizinischen Bedarf in der Entwicklungszusammenarbeit in den Niederlanden, auf die Reise in die Ukraine.

Der deutsche Medizinstudent Johannes Müller, welcher in Bulgarien studiert, hat schnelle Hilfe für die Ukraine auf die Beine gestellt. Durch sein großes Netzwerk aus Ärzten und Medizinstudierenden in Bulgarien und Rumänien und dank der Hilfe von Apotheker ohne Grenzen konnten viele Hilfslieferungen in die Ukraine durchgeführt werden.

Apotheker ohne Grenzen vermittelte und koordinierte eine Lieferung von 6 Trauma-Notfall-Kits: Die Kits wurden bereitgestellt vom Sana Klinikum in Berlin-Lichtenberg und durch die Pilotenvereinigung Ukraine Air Rescue nach Polen geflogen. Dort übernahm der Verein Blau-Gelbes-Kreuz e.V. und sorgte für den sicheren Weitertransport in eine Klinik in Lemberg.

Apothekerin Martina Gerhardt aus unserem ehrenamtlichen Ukraine-Koordinationsteam holt die Trauma Notfall-Kits bei Sana Klinikum Berlin ab.

Auf dem Flugplatz Strausberg bei Berlin werden die Kisten in das Flugzeug geladen.

Auf dem Luftweg gelangt die Lieferung in die Ukraine.

Dank der Vermittlungsarbeit von Apotheker ohne Grenzen konnte zusammen mit unserem Partner Malteser Hilfsdienst eine Hilfslieferung von 32 Paletten Richtung Ukraine gesendet werden. Die Lieferungen wurden in folgenden Städten verteilt: Kyiv, Schytomyr, Zaporizzj und Mykolajiv.

Unsere zweite Vorstandsvorsitzende Dr. Petra Nolte mit den Partnern des Malteser Hilfsdienst.

Für geflüchtete ukrainische Waisenkinder in Freiburg unterstützte Apotheker ohne Grenzen den Verein Refudocs Freiburg e.V. mit Arzneimitteln im Wert von 700 €. Einen detaillierten Artikel zu der Aktion finden Sie HIER

Dr. Roland Fressle, 1. Vorsitzender der Refudocs Freiburg, und unser AoG-Mitglied Emilia Neuwirt bei der Übergabe der Medikamente

Über die Regionalgruppe Südbaden unterstützte Apotheker ohne Grenzen außerdem die Klinik für Notfall- und Intensivmedizin in Lviv (Lemberg) in der Westukraine mit Arzneimitteln, Infusionen, Verbandmaterial und medizinischem Sachbedarf im Wert von etwa 8.000 Euro.

Apothekerin und AoG-Mitglied Dr. Bianca Weyer mit der Ware für das Klinikum in Lviv

Dank der Unterstützung von Apotheker ohne Grenzen kann die medizinische Versorgung in der Klinik für Notfall- und Intensivmedizin in Lviv aufrecht erhalten werden.

Über Barbara Weinmüller, ehrenamtliches AoG-Mitglied und Ansprechpartnerin in der Münchner Regionalgruppe, entstand eine Kooperation mit der Organisation „München hilft Ukraine e.V.“ Durch die finanzielle und organisatorische Unterstützung von Apotheker ohne Grenzen im Wert von mehreren zehntausend Euro konnten Krankenhäuser in der Ukraine mit lebenswichtigen Medikamenten versorgt werden.

Die ehrenamtliche Regionalgruppenkoordinatorin Barbara Weinmüller aus München gemeinsam mit den Partnern der Initiative „München hilft Ukraine e.V.“

Christiane Fahrmbacher-Lutz, Inhaberin der Ludwigsapotheke in Augsburg und AoG-Mitglied, unterstützte gemeinsam mit ihrem Apothekenteam die Organisation eines Arzneimitteltransports mit lebenswichtigen Medikamenten in ein ukrainisches Krankenhaus.

Apothekerin und AoG-Mitglied Christiane Fahrmbacher-Lutz und ihr Apothekenteam vor dem beladenen Transporter für die Ukraine.

Lesen Sie HIER einen Artikel zur Arbeit der Apothekerin und ihrem Team

AoG-Einsätze an den Grenzen zur Ukraine

Von Beginn an war Apotheker ohne Grenzen mit Einsatzteams vor Ort. Immer mit der Intention: aktuelle Lage sondieren, Projektpartner vor Ort unterstützen, konkrete Hilfslieferungen koordinieren, helfen – z.B. in „medical points“ in Flüchtlingscamps an den Grenzen und Prozesse der Hilfslieferungsbeschaffung optimieren.

In den folgenden Bildern und Videos bekommen Sie viele Eindrücke von einigen unserer Einsätzen an den Grenzen zur Ukraine:

Einsätze in Rumänien:

  • Bilder vom AoG-Einsatz mit den beiden Apothekern Dominik Essers und Jochen Wenzel vom 6. bis 13. März in Rumänien:

Ehrenamtliche AoG-Einsatzkraft Dominik Essers vor einem Hilfszelt

Jochen Wenzel, ehrenamtliche AoG-Einsatzkraft und AoG-Vorstandsmitglied

Videobotschaft aus dem Rumänieneinsatz von Apotheker Jochen Wenzel:HIER

ankommende Flüchtlinge an den Grenzübergängen

  • Bilder vom AoG-Einsatz mit den beiden Apothekerinnen Melanie Bergkämper und Carlotta Schreeck 31. März bis 13. April in Rumänien:

Carlotta Schreeck und Melanie Bergkämper in Rumänien für Apotheker ohne Grenzen im Einsatz

„Dieses Bild zeigt die Arzneimittel, die wir an die Asociata Ruscovan in Cluj-Napoca gespendet haben. Enthalten sind verschiedene OTC-Arzneimittel (z.B. gegen Schmerzen und Fieber oder Erkältungssymptome). Diese werden nun nach Lugansk gebracht und an die örtliche Polizei übergeben. Da es dort aktuell keine Apotheken gibt, verteilt die Polizei die Medikamente an die Bevölkerung.“

„Dies ist die erste Bestellung, die wir aus Rumänien abgewickelt haben. Sie ist bestimmt für das Perinatalzentrum in Charkow. Enthalten sind unter anderem Antibiotika und Präparate zur parenteralen Ernährung der Neugeborenen.“

Einsätze in Polen:

  • Bilder vom AoG-Einsatz in Polen: Jochen Wenzel und Ute Norwig im Einsatz in Rumänien vom 23. bis 29. März:

Der AoG-Bus – welcher bereits 2018 für die Deutschland-Sommertour genutzt wurde – war wieder im Einsatz

AoG-Einsatzkraft Ute Norwig in Polen: Wie in jeder Nothilfe gab es leider auch dieses Mal wieder wohlgemeinte aber schlechte Arzneimittelspenden. Neun Stunden alte Arzneimittelspenden bei einem „medical point“ sortieren – ohne AoG-Hilfe wären die Medikamentenberge ein Chaos geblieben

Eine Sprachnachricht aus Polen: Jochen Wenzel erklärt die Arbeit in einem medical point am Grenzübergang in Korczowa und wie dankbar die Ärztin vor Ort für die Unterstützung von Apotheker ohne Grenzen war:HIER

Apotheker Andreas Portugal – Gründungsmitglied von Apotheker ohne Grenzen – aus dem ehrenamtlichen AoG-Koordinierungsteam hat eine Hilfslieferung von Apotheker ohne Grenzen persönlich begleitet. Sehen Sie im Video die Eindrücke von der Hilfslieferung: HIER

Botschaften und Einblicke hinter die AoG-Ukraine-Hilfe per Video

Den Startschuss für die Videoreihe „Einblicke in die AoG-Hilfe für die Ukraine“ gab am 8. April die AoG-Geschäftsführerin Eliette Fischbach. In dem ersten Video in dieser AoG-Reihe zieht sie Bilanz und berichtet von den Anfängen der ersten Hilfsleistungen durch den Verein sowie wie in der Zwischenzeit die strategische Ausrichtung neu angepasst werden musste, um noch effizienter und schneller helfen zu können und die Ressourcen im Verein bestmöglich zu nutzen.

Weitere Videobotschaften mit unterschiedlichen Einblicken in die AoG-Hilfe für die Ukraine werden in den nächsten Wochen hier sowie auf dem AoG-YouTube-Kanal zur Ukraine-Nothilfe folgen: HIER

Videobotschaft 1 zur Ukraine-Hilfe von Apotheker ohne Grenzen – AoG-Geschäftsführerin Eliette Fischbach: HIER

Videobotschaft 2 zur Ukraine-Hilfe von Apotheker ohne Grenzen – AoG-Ukraine-Koordinatorin Claudia Dirksen: HIER

Ausgewählte Newsartikel über die AoG-Ukraine-Hilfe

Hier finden Sie ausgewählte Newsartikel der vergangenen Wochen, welche unsere vielseitige Hilfe und Aktivitäten demonstriert:

  • Ukraine: Apotheker ohne Grenzen im Krisenmodus: HIER
  • Glücksfall im Notdienst: Apotheker:innen helfen ukrainischen Waisen: HIER
  • Eine Luftbrücke für Hilfsgüter – und Kriegsopfer: HIER
  • Wittgenstein: Wichtige Arzneien für Ukraine finanzieren: HIER
  • Hilfe für Ukrainer: Vorpommerscher Apotheker fährt bis an die Grenze: HIER
  • So geht Einsatz für die Ukraine: HIER
  • Fünf Kilo Spenden-Bonbons für die Ukraine: HIER
  • AoG in der Ukraine: Nur strukturierte Spenden helfen: HIER
  • Freie Apothekerschaft: Spendenaufruf Ukraine: HIER

DANKE für jede Spende und Unterstützung

Sehr viele Menschen haben durch Ihre Solidarität und Ihr Interesse an unserer Arbeit gezeigt, dass Sie die schreckliche Lage der Menschen in der Ukraine bewegt. Viele haben schnell für sich entschieden: Wir wollen helfen und aktiv werden!

Der Einsatz für die notleidenden Menschen in der Ukraine geht weiter – wir freuen uns auf Eure fortwährende Unterstützung – egal ob durch persönlichen Einsatz, durch eine Geldspende oder Sammelaktion!

AoG auch jetzt gerade weltweit aktiv

Apotheker ohne Grenzen hilft in Langzeit-Projekten weltweit

Die Nachrichten und die schrecklichen Bilder aus der Ukraine machen uns traurig und sprachlos. Seit Beginn des Krieges ist Apotheker ohne Grenzen ununterbrochen im Einsatz, um die betroffenen Menschen vor Ort mit lebenswichtigen Arzneimitteln und Hilfsgütern zu versorgen.

Trotz allem sind wir auch in unseren anderen Projekten nicht untätig, denn in vielen anderen Ländern leiden die Menschen ebenso unter einer schlechten Gesundheitsversorgung und niederen Lebensumständen. Deshalb möchten wir hier auch über unsere aktuelle Arbeit in den weltweiten Projekten wollen berichten.

 

Weltweit aktiv auf vielen Kontinenten

Mexiko:

In den ländlichen Gebieten im Süden von Mexiko, in denen noch immer viele indigene Bevölkerungsgruppen leben, ist die medizinische Versorgung der Bewohner durch den Staat unzureichend. Seit 2017 unterstützt Apotheker ohne Grenzen die mexikanische Stiftung Leon XIII beim Aufbau eines Netzwerks von „Promotores de Salud“ (Gesundheitshelfern), um die medizinische Versorgungsnotlage zu verbessern.

Gerade sind unsere beiden ehrenamtlichen Projektkoordinator:innen Karen Schmidt und Justus Schollmeier von ihrer zweiwöchigen Projektreise nach Mexiko zurückgekehrt. Ihr Ziel war es sich nach der langen coronabedingten Pause einen Eindruck von der aktuellen Situation zu verschaffen und die Kontakte zu den Projektpartnern vor Ort zu stärken. In der Gemeinde Monte Obscuro konnten die beiden an einer sogenannten „Feria de Salud“ teilnehmen. Mit diesen Aufklärungstagen, die von den „Promotores de Salud“ durchgeführt werden, sollen der Gemeinschaft verschiedene Gesundheitsthemen nähergebracht werden. Etwa 50 Leute haben an der Feria zum Thema Diabetes teilgenommen.

 

Projektkoordinator Justus Schollmeier berichtet:

„Die Promotoras waren sehr gut vorbereitet und die Gemeinde hat toll mitgearbeitet.“

Unser ehrenamtlicher Projektkoordinator Justus Schollmeier mit den Partnern in Mexiko. (v.l.n.r. Eleutelia Ortiz Alvares, Justus Schollmeier, Caritina Valencia Lorenzo, Iris Iris Peláez Hernández, Patricia Osorio Lopez, José Antonio López Ruiz)

In der Gemeinde Monte Obscura fand Anfang April eine „Feria de Salud“ zum Thema Diabetes Mellitus statt, an der unsere ehrenamtlichen AoG-Einsatzkräfte Karen Schmidt und Justus Schollmeier ebenfalls teilnehmen konnten.

Die „Ferias“ werden in der Gemeinde sehr gut angenommen und zahlreich besucht. So auch dieses Mal.

Ein Übersichtsplakat der „Promotores de Salud“ zum Thema Diabetes Mellitus für die „Feria de Salud“.

Argentinien:

Auch wenn unsere hauptamtliche Projektkoordinatorin des größten AoG-Projekts in Argentinien, Dr. Carina Vetye, aktuell in Deutschland ist, steht das Projekt in Buenos Aires nicht still. Die letzten Jahre haben ihre Spuren bei der argentinischen Bevölkerung hinterlassen und die Hilfe von Apotheker ohne Grenzen ist wichtiger denn je.

AoG-Projektkoordinatorin Dr. Carina Vetye-Maler berichtet von der aktuellen Situation in Argentinien:

 

„Immer mehr Menschen sind in Argentinien unter die Armutsgrenze gerutscht. Innerhalb von 12 Monaten sind die Preise für Mehl und Brot um ca. 100% gestiegen, das ist eine Katastrophe für die Ärmsten. Die Jüngsten trifft es besonders hart: fast 3 von 4 Kindern sind arm. In der AoG-Apotheke werden nun doppelt so viele chronische Patienten mit Medikamenten versorgt, wie noch vor 10 Jahren. Das Gesundheitszentrum gibt Milchpulver an die Ärmsten ab, diese Hilfe ist von AoG auf die Suppenküchen ausgeweitet worden.“

 

Ein wichtiges Netzwerk wurde in diesen immer härteren Jahren aufgebaut: Da man AoG vertraut, helfen auch die argentinischen Kollegen der lokalen Apothekerkammer mit Arzneimittelspenden für die AoG-Apotheke und mit Lebensmitteln für die Suppenküche.

Philip und Armando, zwei Schüler einer Privatschule in Buenos Aires, haben unter: einen tollen Spendenaufruf für Medikamente gestaltet. (HIER zu sehen)

 

„Es ist so wichtig, dass man nicht das Gefühl hat, sich ganz alleine gegen diese Armutswelle stemmen zu müssen. Für das Gesundheitsteam im Health Center in Buenos Aires ist jede dieser Unterstützungen ein super wertvolles Feedback!“

Viele Menschen suchen Unterstützung, da die Armut in Argentinien steigt.

Eine Mutter wartet mit ihrem Kind auf wichtige Arzneimittel aus der AoG-Apotheke in Villa Zagala, Buenos Aires.

Ghana:

In Ghana findet in diesen Wochen der Auftakt für ein neues AoG-Projekt statt. Das Ziel des Projektes ist die Verbesserung der Diagnostik und der Behandlung von Diabetes und Bluthochdruck in vier Distrikten der Region Bono.

Unsere hauptamtliche AoG-Projektkoordinatorin Ursula Neideck ist gemeinsam mit dem ehrenamtlichen AoG-Koordinator Abraham Dzidonu vor Ort, um den persönlichen Kontakt zu unseren neuen Projektpartnern herzustellen und die Einrichtungen kennenzulernen. Dazu gehört unter anderem die Wellness-Clinic im Tain Hospital wo bereits niederschwellige Angebote zum Screening auf Diabetes und Bluthochdruck bestehen oder auch Ernährungsberatungen durchgeführt werden.

Unsere beiden AoG-Einsatzkräfte Ursula Neideck (hauptamtliche AoG-Projektkoordinatorin) und Abraham Dzidino (ehrenamtlicher AoG-Projektkoordinator) mit den Projektpartnern vor dem Tain Hospital in Wenchi, Ghana.

Eine Ernährungsberatung in der Klinik in Wenchi. Zur Demonstration werden echte Lebensmittel verwendet.

Burundi:

Seit 2018 unterstützt AoG die Ecole Polyvalente Carolus Magnus (EPCM) in Bujumbura, Burundi. Diese Schule bietet als einzige Schule in Burundi eine PTA-Ausbildung an und wird von der lokalen Organisation Fondation Stamm betrieben sowie vom deutschen Verein burundikids e.V. unterstützt. Ziel beider Organisationen ist es, jungen Menschen eine bessere Chance auf eine lebenswerte Zukunft in Burundi zu bieten.

Apotheker ohne Grenzen unterstützt die Schule finanziell sowie inhaltlich, durch Beratung und Hilfe zu Ausstattung, Geräten, Labor- und Unterrichtsmaterialien. Zusätzlich übernimmt AoG seit 2019 auch Patenschaften für fünf PTA Schüler, die sich das Schulgeld von 300 € im Jahr nicht leisten können.

Anfang März waren unsere ehrenamtliche Projektkoordinatorin Monika Zimmer, unsere hauptamtliche Projektkoordinatorin Irene Markert sowie unsere Referentin für Öffentlichkeitsarbeit & Fundraising Kira Morandin bei unserem Projektpartner in Burundi, um im persönlichen Kontakt die Zusammenarbeit weiter auszubauen. Im Zuge ihrer Reise hielten sie einen Workshop zu Thema gefälschte und minderwertige Arzneimittel ab, besuchten das Labor der PTA-Schule sowie ein Flüchtlingslager, welches von der Fondation Stamm unterstützt wird.

Unsere hauptamtliche AoG-Projektkoordinatorin Irene Markert und die ehrenamtliche AoG-Projektkoordinatorin Monika Zimmer in einem Flüchtlingslager, dass vom Projektpartner „Fondation Stamm“ medizinisch unterstützt wird. (v.l.n.r. Irene Markert, Verena Stamm (Gründerin von Fondation Stamm), Monika Zimmer)

Unser AoG-Einsatzteam besucht gemeinsam mit dem Laborleiter Emmanuel das Labor der PTA-Schule. Es ist das am besten ausgestattete Labor von Burundi.

Vor Ort organisierte unser AoG-Einsatzteam einen Workshop zum Thema „gefälschte und minderwertige Arzneimittel“. Unsere ehrenamtliche Projektkoordinatorin Monika Zimmer erklärt den PTA-Schüler:innen die wichtigsten Aspekte zum Thema.

Irene Markert, hauptamtliche Projektkoordinatorin, zeigt woran minderwertige Arzneimittel erkannt werden können.

Im Straßenkinderheim der „Fondation Stamm“ findet regelmäßig ein traditioneller Trommelkurs mit einem ausgebildeten Lehrer statt. Für unser AoG-Einsatzteam wurde extra eine kleine Performance aufgeführt.

Philippinen:

Auf den Philippinen engagiert sich Apotheker ohne Grenzen, zusammen mit den German Doctors, schon seit 2014 für die Verbesserung der Arzneimittelversorgung von abgelegenen Regionen und in Bergdörfern, die z.T. nur zu Fuß erreicht werden können. Hier leben indigene Bevölkerungsgruppen, die keinen Zugang zu einer medizinischen Versorgung haben.

Unsere langjährige, ehrenamtliche Projektkoordinatorin Elke Althöfer-Blautzik ist seit Anfang März im Einsatz auf der Insel Samar, um das dortige neue Projekt der German Doctors in pharmazeutischen Fragestellungen zu unterstützen. Sie hilft dort bei der Sortierung und Inventarisierung von Medikamenten in der Apotheke und bei der Einarbeitung und Schulung neuer Apothekenmitarbeiter:innen zum Lagermanagement und zur Arzneimittelabgabe. Außerdem begleitet sie die sogenannten Rolling Clinics in abgelegene Dörfer, wo die dort lebende Bevölkerung von Ärzt:innen der German Doctors behandelt und versorgt wird. Die dafür benötigten Medikamente werden von Elke zusammengestellt und geprüft.

Elke Althöfer-Blautzik, unsere ehrenamtliche AoG-Projektkoordinatorin sortiert Medikamente mit einem Arzt der German Doctors.

Unsere ehrenamtliche AoG-Projektkoordinatorin Elke Althöfer-Blautzik ist mit dem Rolling Clinics-Team der German Doctors auf dem Weg in ein entferntes Dorf.

Ein Medikamententransport der Rolling Clinic mit essentiellen Medikamenten.

Hier ein kleiner Tipp:
ein schöner Artikel über unser AoG-Philippinen-Projekt im „Journal für die Apotheke“: HIER

Wir freuen uns über jede Unterstützung für unsere weltweiten Projekte! – DANKE

Wichtige Hilfe im Kampf gegen Omikron in Buenos Aires

Apotheker ohne Grenzen – Wichtige Hilfe im Kampf gegen Omikron in Buenos Aires

Stand: Januar 2022 – Die Pandemie hat uns auch zu Beginn des Jahres 2022 noch fest im Griff. Weltweit steigen die Fallzahlen aufgrund der neusten Coronavariante Omikron wieder deutlich an und die Bevölkerung sieht sich erneut mit starken Einschränkungen konfrontiert.

Argentinien trifft es momentan besonders hart. Das Land liegt an 7. Stelle der weltweiten Fahlzahlen und die Positivrate bei den Tests an einigen Tagen bei 75%. Täglich fällt Personal aus in der Slumapotheke in Villa Zagala und wenn eine Mitarbeiterin zurückkommt, ist bereits die nächste positiv.

Wir sind so geschlaucht, so müde. Seit Jahren gibt es einen Schlag nach dem anderen. Immer mehr Arbeit und immer weniger Mitarbeiterinnen.

Warten auf lebenswichtige Medikamente vor der AoG-Slumapotheke (Bild: Januar 2022)

Unsere AoG-Projektkoordinatorin Dr. Carina Vetye berichtet von zwei harten Jahren in Buenos Aires, von Schicksalsschlägen in der Slum-Apotheke und den Folgen der Pandemie für die argentinische Bevölkerung:

März 2020:

Einer der härtesten Pandemie-Lockdowns startet in Argentinien und zerstört die meisten Familien wirtschaftlich und seelisch.

Die Menschen sind so traurig, keiner kann sich vorstellen, was es heisst, so viele Monate eingesperrt zu sein. Das Ergebnis: kaputte und bankrotte Familien und fast 120.000 Tote trotz dieser wahnsinnigen Anstrengung der Bevölkerung.

Mitte 2020:

Immer mehr Lockdown-Arbeitslose, immer mehr Obdachlose, ganze Familien leben auf den Straßen. Wer die Miete nicht zahlen kann, fliegt raus, auch Eltern mit Kleinkindern.

Dezember 2020:

Unsere Kinderärztin hat Krebs und kann nicht mehr im Gesundheitszentrum arbeiten.

Anfang 2021:

Die Suppenküchen wissen nicht mehr, wie sie den Ansturm von Bedürftigen bewältigen sollen.

März 2021:

Eine unserer Allgemeinärztinnen hat Tuberkulose und fällt aus.

 

Arbeiten auf engstem Raum in der Slumapotheke

Unsere AoG-Projektkoordinatorin Dr. Carina Vetye berichtet von zwei harten Jahren in Buenos Aires, von Schicksalsschlägen in der Slum-Apotheke und den Folgen der Pandemie für die argentinische Bevölkerung:

Mitte 2021:

Drei von vier Kinder in der Provinz Buenos Aires sind arm. Nachdem die Schulen ein Jahr lang geschlossen waren, gehen Hundertausende von Kindern und Jugendlichen nicht mehr zu Schule.

August 2021:

Die argentinische Hauptstadt gibt immer noch ein deprimierendes Bild ab mit massenhaft bankrotten Restaurants und Geschäften, einer leblosen Fußgängerzone.

Dezember 2021:

Immer wieder Stromausfälle in Buenos Aires bei 40 Grad und darüber. Hundertausende haben somit auch kein Wasser, weil es nicht in die Tanks gepumpt werden kann. Der Strompreis wurde nicht erhöht, um die Menschen nicht noch mehr zu belasten, auch Wasser-, Gas- und Verkehrsmittelpreise sind nur wenig gestiegen. Als Folge können die Anbieter nicht investieren und die Infrastruktur – die eh schon am Limit war – bricht immer wieder zusammen. Die Inflation liegt über 50 Prozent, aber diese Zahl ist schöngerechnet. Die Preissteigerungen waren höher.

Januar 2022:

In der AoG-Apotheke versorgen wir 30 Prozent mehr an Patienten mit chronischen Krankheiten.

Es sind Patienten, die langfristig Hilfe benötigen. Die Arbeitslast und die Verantwortung werden damit immer größer und diese Arbeit wichtiger denn je.

Das Team der AoG-Apotheke kämpft täglich weiter und hat dabei ein klares Ziel:

„Trotz Platzknappheit in der knapp 1,5 m breiten Apotheke und mit 50 Prozent Personalausfall stemmen wir uns gegen die Omikron-Welle und bieten eine stabile Basisgesundheitsversorgung an!“

AoG-Projektkoordinatorin und Apothekerin Dr. Carina Vetye in der sehr kleinen Slum-Apotheke im Gesundheitszentrum – durch ein perfektes Lagermanagement meistert das Apothekerinnen-Team das Arbeiten auf engstem Raum unter Coronabedinungen

Apotheker ohne Grenzen – verlässliche und lebenswichtige Hilfe in den Slums von Buenos Aires!

Sie wollen helfen und die AoG-Apotheke in Buenos Aires unterstützen?

AoG hilft direkt vor Ort mit Ihrer SPENDE!

 

Jahresrückblick von Apotheker ohne Grenzen 2021

Jahresrückblick 2021

Das Jahr neigt sich langsam dem Ende zu und Apotheker ohne Grenzen schaut zurück auf ein immer noch weitestgehend von der Pandemie beherrschtes Jahr sowie auf herausfordernde Nothilfeeinsätze, sogar im eigenen Land. Dank der tatkräftigen, ehrenamtlichen Unterstützung unserer AoG-Mitglieder und Einsatzkräfte sowie vieler Spenden, konnten wieder zahlreiche Aktionen und Projekte geplant und erfolgreich umgesetzt werden, um den Menschen in Deutschland sowie weltweit schnelle und pharmazeutische Hilfe leisten zu können.

 

Sehen Sie selbst im folgenden AoG-Jahresrückblick 2021, wie Apotheker ohne Grenzen aktiv Menschen auf der ganzen Welt geholfen hat und auch weiterhin hilft:

PS: Wenn Sie unsere Arbeit auch weiterhin gerne unterstützen möchten oder einzelne AoG-Projekte, die Ihnen am Herzen liegen, dann benutzen Sie gerne folgenden Button. Wir sagen von Herzen DANKE für jede Unterstützung, die wir in unseren weltweiten Projekten einsetzen können!

Januar – Unterstützung in Impfzentren

AoG-Mitglied Elke Althöfer-Blautzik unterstützt ein Impfzentrum in Offenburg

AoG-Mitglied Kristin Hortmann bei der Vorbereitung von Impfdosen

Im Kampf gegen die Pandemie ist das Impfen eine unserer effektivsten Waffen. Im Januar kooperierte Apotheker ohne Grenzen deshalb deutschlandweit mit den Gesundheitszentren und Apothekerkammern, um AoG-Mitglieder als Helfer für die Vorbereitung des Impfstoffes an entsprechende Impfstandorte zu vermitteln.

Januar – AoG im HomeOffice

Alle mussten sich seit Beginn der Pandemie umstellen und umdenken – auch wir haben uns neu organisiert, um trotz Corona stets für den Verein da zu sein.

Seit Anfang der Pandemie koordinieren wir unsere Anwesenheit im Büro in einem Drive-Dokument, so dass immer mindestens eine Person von uns im Büro anwesend ist und unsere Büroräume nie zu voll besetzt sind. Wir haben drei Büroräume in München und können uns deshalb stets gut aufteilen. Auch Anfang 2021 spielte sich der Großteil unserer Arbeit noch im Homeoffice ab.

Das AoG-Team der Geschäftsstelle grüßt aus dem Homeoffice

Februar – Verteilung von Hygieneprodukten in Nepal

Übergabe von Hygieneprodukten an ein junges nepalesisches Mädchen

Aufklärung in dörflichen Bergregionen zu der richtigen Hygiene – wie Händewaschen – in Zeiten der Pandemie

Auch Nepal wurde hart von der Coronapandemie getroffen und viele wichtige Einnahmequellen brachen für die Einheimischen weg. Vor allem die armen Nepali konnten sich deshalb keinen adäquaten Schutz gegen das Corona-Virus leisten.

Gemeinsam mit unserem bereits bestehenden Partner, der nepalesischen Hilfsorganisation Public Health Concern Trust (PHECT), und der zuständigen lokalen Verwaltung konnten Hygienetüten für bedürftige Nepali gepackt und verteilt werden.

Die Tüten beinhalteten jeweils drei Stück Seife und fünf wiederverwendbare Masken. Um eine nachhaltigen Schutz sicherzustellen, wurden die Bewohner zusätzlich über Hygienemaßnahmen und das richtige Händewaschen aufgeklärt. Mit dieser gemeinsamen Aktion haben wir 608 Familien in abgelegenen Bergdörfern erreichen können.

März – 10.000 Hygienetüten für Bedürftige verteilt!

Die meisten Menschen ohne festen Wohnsitz haben keinen Zugang zu einer angemessenen Gesundheitsversorgung und leiden besonders unter der Pandemie. Fehlende finanzielle Mittel erschweren einen adäquaten Schutz gegen das Virus.

Wir wollten möglichst viele Obdachlose und Bedürftige in Deutschland mit einem persönlichen Alltagshygiene- und Körperpflegepaket ausstatten und riefen deshalb im Februar bundesweit Apotheken und Unternehmen zu Sach- und Geldspenden auf.  Über unsere Regionalgruppen wurde ein Bedarf von etwa 10.000 Hygienetüten ermittelt und dementsprechend einiges an Produkten gebraucht.

Bis März kamen bereits tausende Artikel zusammen: Apotheken, Unternehmen, Spender und Mitglieder – jeder wollte seinen Beitrag zu dieser Aktion leisten und so spendeten alle fleißig!

Auch in der Geschäftsstelle trafen die ersten Paletten ein, wurden ausgepackt, sortiert, umgelagert, neu verpackt, abgezählt, an die AoG-Regionalgruppen versendet und eingetütet. Eine Mammutarbeit, aber dank vieler helfender Hände und kreativen und aktiven Mitgliedern alles machbar.

PhiP Antonia Brede in der Geschäftsstelle beim Stapeln von Zahnpasta

FSJler Louis Juchum beim Eintüten der Produkte für die Hygienetüten

AoG-Fundraiserin Kira Morandin beim Einladen von 5 Paletten vom LKW

April – Hygienetüten-Aktion: die AoG-Regionalgruppen haben fleißig verteilt!

Verteilung der AoG-Hygienetüten in Münster

Verteilung der AoG-Hygienetüten auf der Kölner Domplatte

AoG sagt DANKE an alle Helfer und Spender

Durch die zahlreichen Spenden und die viele ehrenamtliche Unterstützung konnten wir letztendlich die 10.000 gewünschten Hygienetüten packen und mit Hilfe der Regionalgruppen deutschlandweit an Bedürftige verteilen. An dieser Stelle noch einmal ein riesiges Dankeschön für die Unterstützung von allen Seiten. Nicht zuletzt dank dieser großen Hilfsbereitschaft kann AoG mit Aktionen wie diese Hygienetütenaktion einen Beitrag zur gesundheitlichen Versorgung für Menschen leisten.

Mai – Neue Gesichter in der Geschäftsstelle

In der AoG-Geschäftsstelle gab es einige Veränderungen Mitte des Jahres: Nachdem unsere langjährige AoG-Projektkoordinatorin Stefanie Pügge zum Ende des letzten Jahres den Verein nach 8 Jahren verließ, trat Irene Markert im Mai ihre Nachfolge hat. Irene war bereits im Sommer 2018 als PhiP (Pharmazeutin im Praktikum) für 6 Monate in der Geschäftsstelle in München. Außerdem verabschiedeten wir unsere PhiP Antonia Brede und unseren FSJler Louis Juchem. Kathrin Walter folgte als neue Pharmazeutin im Praktikum.   

Projektkoordinatorin Irene Markert

PhiP Kathrin Walther

Juni – Impfen bei unserem AoG-Projekt in Mainz

Apothekerinnen Andrea Adrian, Kristin Hortmann und Helena Schröder unterstützen die Impfaktion

Auch die Apothekerinnen Andrea Roth und Christine Gerdum helfen bei der Vorbereitung der Impfdosen

An insgesamt drei Tagen war ein AoG-Team in Mainz aktiv und half dabei über 50 Obdachlose zu impfen. Beim Aufziehen der Spritzen galt äußerste Sorgfalt und pharmazeutische Fachexpertise war gefragt.

Im Vorfeld wurden mit den Obdachlosen Termine vereinbart. Am Eingang hieß es dann Fieber messen, Informationsunterlagen und (falls noch nicht vorhanden) Impfpass abholen. Im Patientenzimmer erhielten sie von einem Arzt unseres Projektpartners Armut und Gesundheit in Deutschland e.V. die Impfung und nach 15 Minuten warten im großen Speiseraum der Pfarrer-Landvogt-Hilfe, konnten sie schließlich wieder gehen. Alle vorhandenen Dosen Impfstoff konnten ohne Probleme verabreicht werden und wurden dankend angenommen.

Juli – Hochwasserkatastrophe in Deutschland

Die Flutkatastrophe im Juli, von der vor allem die Regionen Ahrweiler und Eiffel in Rheinland-Pfalz und Regionen in NRW stark betroffen waren, bedeutete für Apotheker ohne Grenzen einen noch nie dagewesenen Nothilfeeinsatz im eigenen Land. Binnen kürzester Zeit mobilisierten wir unser gesamtes Netzwerk, um den betroffenen Menschen in den Katastrophengebieten mit unserer vollen pharmazeutischen Kompetenz helfen zu können.

Unsere ehrenamtlichen Mitglieder engagierten sich in den Apotheken vor Ort und Hygienetüten wurden zur Verfügung gestellt, um auch in dieser Ausnahmesituation einen Schutz vor dem Coronavirus zu ermöglichen. Dringend benötigte Arzneimittellieferungen wurden sortiert und verteilt. Als Übergangslösung organisierte AoG in Kooperation mit action medeor zwei Container, die unter anderem für Arzneimittelabgaben und Beratung, sowie auch für Medikationsanalysen genutzt werden. Einer der Container steht in Kalenborn und ist für die dortige Bevölkerung in den nächsten Monaten sowohl Anlaufstelle mit einer Apotheke und einer Arztpraxis. Dank der schnellen und zahlreichen Spenden und der Einsatzbereitschaft unserer ehrenamtlichen Helfer konnten wir in den betroffenen Regionen einen großen Beitrag zur Aufrechterhaltung der pharmazeutischen Infrastruktur leisten und sind auch über das Jahr hinaus noch immer aktiv in vielen Regionen mit einzelnen längerfristigen Projekten. Wir von Apotheker ohne Grenzen bleiben dran!

Weitere Informationen zu allen Aktionen der Nothilfe nach dem Hochwasser und wie AoG weiterhilft finden Sie HIER

Das volle Ausmaß der Katastrophe ist nur schwer zu begreifen

Unsere zweite AoG-Vorstandsvorsitzende Dr. Petra Nolte unterstützt im Ahrtal nach der Flutkatastrophe

AoG-Einsatzkräfte Dr. Charlotte Lübow, Dr. Martina Gerhardt und Kathrin Bell-Brust erfassen die vorrätigen Arzneimittel im Sanitätslager des ASB in Bad Neuenahr

August – Schnelle Hilfe nach Erdbeben auf Haiti

Nach dem schweren Erdbeben im Süden von Haiti Mitte August, fehlte es in der betroffenen Region an medizinischem Personal und Material, um die vielen Verletzten versorgen zu können. Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen waren zerstört

Das AoG-Projekt in Baudin, der Gesundheitsposten Medi-Pharma, war glücklicherweise weder von dem Erdbeben, noch von dem Tropensturm, der wenige Tage später über die Insel zog, betroffen. Allen Mitarbeiter geht es gut und Gebäude, sowie die neue Solaranlage auf dem Dach des Gesundheitspostens sind unbeschädigt. Gerade deshalb war die Anteilnahme des Teams für die Betroffenen im Südosten der Insel groß. Alle wollten helfen.

Mit der Hilfe von Apotheker ohne Grenzen konnte diese Hilfe schnell und unbürokratisch durch finanzielle Unterstützung ermöglicht werden. Die Leiterin des AoG-Projektes auf Haiti, Krankenschwester Alène Renfort, fuhr gemeinsam mit dem Arzt Dr. Nicolas und einer weiteren Krankenschwester ins ca. 4 Stunden entfernte Les Cayes, um vor Ort zu helfen und dringend benötigte Medikamente und Verbandsmaterialien zu liefern.  

Das von AoG entsandte Team unterstützt vor Ort bei der Versorgung von Patienten und liefert dringend benötigte Medikamente und Materialien

Viel Andrang beim Arzt Dr. Nicolas

September – Erste Projektreise nach Griechenland: Hilfe für Flüchtlinge

In Athen werden Kisten mit Arzneimittelspenden sortiert

Unsere ehrenamtlichen Projektkoordinatoren Mana Emami und Dominik Walther melden sich mit einem kurzen Video aus Griechenland

Unsere ehrenamtliche AoG-Einsatzkräfte Mana Emami und Dominik Walther reisten Mitte September mit einem Team unseres Projektpartners Medical Volunteers International (MVI) für zwei Wochen nach Griechenland.  

Der Verein aus Hamburg gewährleistet die medizinische Versorgung von Geflüchteten in Thessaloniki, Athen und auf Lesbos. MVI koordiniert unter anderem ehrenamtliche medizinische Fachkräfte aus aller Welt, die die Menschen in den Camps behandeln.

Unsere beiden AoG-Einsatzkräfte erhielten auf ihrer ereignisreichen Reise spannende Einblicke in die Arbeit von MVI. Neben der Besichtigung von Flüchtlingscamps, Kliniken, Großhändlern und Apotheken in Thessaloniki, Athen und auf Lesbos, gab es einige Gespräche mit den Projektkoordinatoren und Verantwortlichen vor Ort.

Unser Ziel: Gemeinsam mit MVI möchte Apotheker ohne Grenzen ein langfristiges und nachhaltiges Projekt für Geflüchtete im nächsten Jahr auf die Beine stellen.

September – AoG-Mitgliederversammlung 2021

Mit reichlich Verspätung dank Corona – aber besser spät als nie –  fand im September unsere AoG-Mitgliederversammlung für 2021 statt. Dank der Onlineübertragung konnten nicht nur die Mitglieder vor Ort einen aktuellen Überblick über die Entwicklung des Vereins bekommen. Natürlich war es nach so langer Zeit auch schön die vielen bekannten Gesichter wiederzusehen, aber auch neue AoG-Mitglieder persönlich kennenzulernen. Wir danken allen Teilnehmern und freuen uns schon auf die Mitgliederversammlung im nächsten Jahr.

AoG-Mitgliederversammlung in der Hybridvariante

Oktober – AoG-Einsatzkräfte helfen in der Nothilfe auf Haiti

Die Apothekerinnen Petra Isenhuth und Katarzyna Ostendorf bei der Übergabe auf Haiti zusammen mit Andor und Jaquet, den beiden Helfern in der Apotheke

AoG-Einsatzkraft Petra hilft einer Mutter mit einem Neugeborenen

Apothekerin Petra Isenhuth berichtet von ihrem Einsatz auf Haiti und wie die Feldapotheke aufgebaut ist
AoG Einsatzkraft Katarzyna Ostendorf gibt eine Übersicht über das Feldcamp

Im August unterstützten wir die Erdbebenopfer auf Haiti bereits mit der Finanzierung eines Einsatzteams aus dem AoG-Projekt in Baudin. In Zusammenarbeit mit unserem Partner International Medical Corps (IMC) entschieden wir uns aufgrund der immer noch sehr angespannten Situation, einen Nothilfeeinsatz mit AoG-Einsatzkräften aus Deutschland zu starten.

Den Anfang machte AoG-Mitglied und Apothekerin Petra Isenhuth. Sie unterstütze drei Wochen lang die Feldapotheke im Küstenort Aquin mit ihrer pharmazeutischen Kompetenz. Nach ihr folgte Apothekerin und AoG-Einsatzkraft Katarzyna Ostendorf, um den Einsatz fortzuführen. Gemeinsam mit Jaquet und Andor, den beiden nicht pharmazeutischen Assistenten in der Feldapotheke, konnten täglich etwa 80 Patienten behandelt und viele andere wichtige Aufgaben erledigt werden.

Trotz des vorzeitigen Abbruchs der Nothilfe auf Haiti aufgrund der sich schnell verschlechternden Sicherheitslage im Land, kann Apotheker ohne Grenzen auf einen erfolgreichen Einsatz zurückblicken.

Oktober – AoG-Virathon: Gemeinsam bewegen für den guten Zweck

Bereits zum zweiten Mal startete im Oktober bei Apotheker ohne Grenzen der AoG-Virathon. Vom 4. bis zum 10. Oktober waren die AoG-Community und Freunde sowie Unterstützer aufgerufen, sich sportlich zu betätigen und dadurch Spendengelder für AoG zu sammeln. Schlussendlich kamen durch die Aktion über 2.000 Euro zusammen! Wir danken allen Teilnehmern der Aktion und freuen uns schon auf das nächste Mal!!

Egal ob Laufen, Radfahren, Paddeln, Reiten oder Gassi gehen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt

Oktober – Projektreise nach Tansania

Gruppenfoto beim Besuch von action medeor Tansania in Masambako

Bei der Computerschulung soll der Umgang mit Programmen für Onlinemeetings geübt werden

Nach über 1 ½ Jahren coronabedingter Pause war es im Oktober endlich wieder möglich, unseren Projektpartner in Tansania zu besuchen. AoG-Projektkoordinatorin Irene Markert flog mit der ehrenamtlichen AoG-Einsatzkraft Dr. Martina Gerhardt für eine dreiwöchige Projektreise nach Tansania. Im Gesundheitszentrum in Hanga fanden neben den üblichen Strategiegesprächen und einer Lagerbesichtigung mit Inventur auch eine Schulung für digitale Kommunikation statt, um beispielsweise Onlinemeetings möglich zu machen. Dadurch erhoffen wir uns zukünftig eine bessere Kommunikation über die Ferne.

Oktober – Große Aufräumaktion im Arzneimittellager in Berlin

Das Berliner AoG-Team war erneut bei einem Vor-Ort-Einsatz im Arzneimittellager der Notfallambulanz der Berliner Stadtmission aktiv. Ein zweiköpfiges Team unter Leitung von Marie Kiefer hat „aufgeräumt“ und die bereits im September begonnene Arbeit fortgesetzt. Etwa 20 Medikamentenkisten wurden bei dieser Aktion organisiert, verfallene Arzneimittel entsorgt, Medikamente nach Wirkstoffen und Dosierungen sortiert sowie Schrank und Kisten neu arrangiert.

Unsere AoG-Unterstützerinnen Lena, Marie und Andrea beim Sortieren (v.l.n.r.)

(links, Apotheker ohne Grenzen) sortiert Arzneimittel im Lager der Notfallambulanz am Berliner Hauptbahnhof zusammen mit Frank (rechts, Berliner Stadtmission)

November – AoG-Projektreise nach Uganda

AoG-Einsatzkraft Dr. Hans-Martin Kallenberger und unsere Projektkoordinatorin Ursula Neideck am Äquator auf dem Weg nach Rushooka

Das medizinische Personal vor Ort wird zum Thema Antibiotikaresistenzen geschult

Vor etwas mehr als einem Jahr startete in Rushooka, im Süden Ugandas, ein neues Projekt mit Apotheker ohne Grenzen. Dort unterstützen wir die Schwestern des Ordens „Töchter der göttlichen Liebe“ beim Aufbau einer Geburtenstation durch die Ausstattung mit Medikamenten und Verbandsmaterialien. Im November waren unsere AoG-Projektkoordinatorin Ursula Neideck und AoG-Einsatzkraft Dr. Hans-Martin Kallenberger erstmals für 2 Wochen vor Ort, um die Einrichtungen und die Partner vor Ort kennenzulernen, sowie das weitere Vorgehen zu planen. Neben Schulungen und vielen Gesprächen, wurde vor allem die aktuelle Lagerung der Medikamente inspiziert und neu durchdacht.

November – “Friends of Carina” unterstützt Argentinienprojekt

Bei einem Charityevent für die „Friends of Carina“ in Zürich berichtete unsere langjährige Argentinien-Projektkoordinatorin Dr. Carina Vetye von der Entwicklung ihrer Arbeit in den Armenvierteln von Villa Zagala. Der Schweizer Verein wurde vor vier Jahren ins Leben gerufen, um die großartige Leistung und Arbeit unserer AoG-Projektkoordinatorin und ihrem Team in Buenos Aires zu unterstützen. An diesem Abend kam eine beeindruckende Spendensumme von 27.300 CHF (26.000 Euro) zusammen, die der Arbeit in Buenos Aires direkt zugutekommt! Apotheker ohne Grenzen, Dr. Carina Vetye und ihr ganzes Team vor Ort in Argentinien sagen von Herzen DANKESCHÖN!

AoG-Projektkoordinatorin Dr. Carina Vetye präsentiert den aktuellen Stand ihrer Arbeit in Buenos Aires

November – AoG-Regionalgruppentreffen

Auch Online stets eine super Stimmung bei unseren AoG-Regionaltreffen!

Einmal im Jahr veranstaltet Apotheker ohne Grenzen ein Treffen in Kassel mit allen AoG-Regionalgruppen, weil der persönliche Kontakt zwischen den Mitgliedern und Engagierten bei Apotheker ohne Grenzen besonders wichtig ist und gefördert werden soll. Coronabedingt musste dieses Treffen, wie auch schon im letzten Jahr, online stattfinden. Nichtsdestotrotz haben wir uns am 30. November vor unseren Bildschirmen zusammengefunden, um uns gegenseitig auf den neuesten Stand zu bringen und uns über verschiedene Themen auszutauschen.

Wir danken allen Mitgliedern für die zahlreiche Teilnahme und hoffen sehr alle im nächsten Jahr wieder persönlich zu sehen!

Dezember – Back to Argentina

Nach knapp zwei Monaten in Deutschland ging es für unsere AoG-Projektkoordinatorin Dr. Carina Vetye Anfang Dezember wieder zurück nach Argentinien, um ihre Arbeit im Gesundheitszentrum in Villa Zagala wiederaufzunehmen. Mit dabei hatte sie rund 100 kg Gepäck, die es glücklicherweise ohne größere Zwischenfälle durch den Zoll und in Argentinien nach 30 Stunden Reise wieder zurück zu Carina geschafft haben.

Carina bei ihrer Ankunft in Buenos Aires

Dezember – Alle Jahre wieder: Hirtenbriefe eintüten

In der AoG-Geschäftsstelle kamen wir schnell in Weihnachtsstimmung beim gemeinsamen Eintüten

AoG-Mitglied Barbara Weinmüller sortierte im eigenen Wohnzimmer fast 600 Hirtenbriefe

Kisten voller Hirtenbriefe für die AoG-Mitglieder sortiert

Jedes Jahr zur Weihnachtszeit steht in der Geschäftsstelle das sogenannte „Eintüten“ auf dem Plan. Dabei werden der AoG-Hirtenbrief – ein Jahresrückblick mit Grußworte unseres Vorstandsvorsitzenden Jochen Schreeck in extra dafür designte Briefumschläge verpackt. Anschließend müssen alle Briefumschläge noch nach aufsteigender Postleitzahl sortiert werden. Dank der tollen Unterstützung der Münchener AoG-Regionalgruppe in der Geschäftsstelle und von AoG-Mitglied Barbara Weinmüller, die allein etwa 600 Briefe bei sich zu Hause mit ihrem Mann gepackt hat, konnten wir schon nach zwei Tagen bei einem Glühwein auf die letzte sortierte Kiste voller Briefe anstoßen. Noch einmal ein riesiges Dankeschön an alle Helfer!

Dezember – Zweite Reise nach Griechenland

Vom 14. bis 20. Dezember besuchte unsere Projektkoordinatorin Irene Markert zusammen mit Judith Klemm, der aktuellen Pharmazeutin im Praktikum, das neue AoG Projekt in Athen, um die Partner von Medical Volunteer International (MVI) vor Ort bei der Organisation des neu eingerichteten Medikamentenlagers zu unterstützen. MVI versorgt in einer Klinik und in den Straßen von Athen Geflüchtete und Obdachlose mit Hilfe mobiler Einsatzärzte, die alle wichtigen Hilfsmittel und Medikamente in Rucksäcken mit sich führen. Um den Menschen entsprechende Hilfe leisten zu können ist die Organisation und Kontrolle der Arzneimittel im Medikamentenlager sehr wichtig. Unsere beiden Einsatzkräfte unterstützten vor Ort unter anderem bei der Inventur und sortierten 5 große Kisten mit Arzneimittelspenden, die aus Spanien eintrafen. Leider waren aufgrund schlechter Qualität, Beschädigung oder Überschreiten des Verfallsdatums nur wenige Spenden wirklich brauchbar.

Mit der Unterstützung von Apotheker ohne Grenzen sollen Medikamente in Zukunft bedarfsgerecht und vor Ort gekauft werden, um die Arzneimittelspenden weitestgehend reduzieren und die Qualität der Versorgung verbessern zu können.

AoG-Projektkoordinatorin Irene Markert und AoG-PhiP Judith Klemm auf dem täglichen Weg in das Medikamentenlager

Beschriftung der neuen Kisten im Arzneimittellager

Die Ärzte von MVI mit ihren Medikamentenrucksäcken in den Straßen von Athen

Dezember – AoG-Unterstützung auf den Philippinen

Verteilung der AoG-Hygiene-Kits an Menschen in den Straßen

Auch an die Kleinsten im Land werden Hygienetüten verteilt

Im Süden der philippinischen Insel Mindoro konnten die German Doctors dank einer finanziellen Unterstützung von 4.000 Euro durch Apotheker ohne Grenzen 1.156 Hygiene-Pakete an Bedürftige verteilen. Darin befanden sich vor allem Shampoo, Seifen, Desinfektionsmittel, Gesichtsmasken, Zahnbürsten und Zahnpasta. Angesichts der aktuellen Lage im Land ist es jetzt besonders wichtig, die einheimische Bevölkerung im Kampf gegen das Virus zu unterstützen und entsprechenden Schutz zu ermöglichen.

Spenden statt schenken

Apotheker ohne Grenzen ruft auf –

Spenden statt schenken Aktion zur Weihnachtszeit

Schon bereits in den vorherigen Jahren haben sich mehrere Apothekenbesitzer und Unternehmen dazu entschieden, statt Ihren Kunden und Geschäftspartnern ein Weihnachtsgeschenk zu überreichen, Apotheker ohne Grenzen mit dieser Aktion zu unterstützen und damit weltweit Menschen in Not zu helfen.

Bei dieser Aktion spenden Apotheken und Unternehmen an Apotheker ohne Grenzen und bekommen dafür kostenlos unsere schönen AoG-Spenden statt Schenken-Postkarten

 

Spenden statt Schenken

Diese Karten gibt es in mehreren Größen und Motiven.

Falls Sie auch Interesse haben, uns mit der Aktion „Spenden statt Schenken“ zu unterstützen, laden Sie sich gerne unsere Info-Datei herunter und geben Sie uns per E-Mail j.klemm@psfde.org Bescheid, welche Anzahl und Motive Sie von unseren „Spenden-statt-Schenken-Karten“ gerne kostenlos bekommen möchten! Judith Klemm, unsere AoG-PhiP (Pharmazeutin im Praktikum) beantwortet gerne Ihre Fragen uns sendet Ihnen die Karten zu.

Wir freuen uns auch dieses Jahr wieder über jede Unterstützung!

Gemeinsam können wir dadurch den Menschen ein Leben in Gesundheit ermöglichen und die Auswirkungen von Covid-19 bekämpfen.

Hochwasser Deutschland – Apotheker ohne Grenzen hilft vor Ort

Ehrung für den Einsatz von AoG nach der Flutkatastrophe


Mainz, November 2021

Am Samstag, den 20. November, fand in Mainz die Vertreterversammlung der Apothekerkammer Rheinland-Pfalz statt. Unsere zweite AoG-Vorstandsvorsitzende Dr. Petra Nolte durfte dort stellvertretend für Apotheker ohne Grenzen und alle, die sich nach der Flutkatastrophe engagiert haben oder es immer noch tun, eine Urkunde entgegennehmen. Damit verbunden war eine großzügige Spende von 5.000 Euro. .

Wir möchten uns herzlich für diese Anerkennung und Unterstützung der AK Rheinland-Pfalz bedanken. Auch nach einigen Monaten ist in den betroffenen Regionen längst keine Normalität zurückgekehrt. Es ist noch immer viel Unterstützung notwendig und wir freuen uns diese weiterhin leisten zu können, auch dank dieser tollen Spende.

Dankend nimmt Dr. Petra Nolte den Scheck über 5.000 Euro entgegen. | Fotorechte: Marcus Steinbrücker

Ehrung für den Einsatz von Apotheker ohne Grenzen bei der Flutkatastrophe 2021

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Gesundheitscontainer für Hochwasserregion

Kalenborn, September 2021

Seit der Flutkatastrophe im Juli ist Apotheker ohne Grenzen im ständigen Einsatz für die vor Ort betroffene Bevölkerung und für betroffene Apotheken, um die pharmazeutische Infrastruktur wieder ans Laufen zu bekommen und zu gewährleisten.

In zwei Projekten arbeiten wir Hand in Hand mit unserem Kooperationspartner action medeor e.V. zusammen, mit dem wir einen Gesundheitscontainer in Kalenborn aufstellen, in dem eine Ärztin und eine Apothekerin in den nächsten Monaten für Ihre Patienten in der Region tätig sein können.

Sehen Sie selbst – die Einrichtung des Containers ist im vollen Gange! – Apothekenbesitzerin Inge Göttling von der Burg Apotheke im Ahrtal berichtet über die aktuelle Situation und freut sich, dass sie wieder für ihre Patienten da sein kann.

Apotheker ohne Grenzen – wir bleiben dran und helfen mit unserer pharmazeutischen Kompetenz vor Ort in den Hochwasserregionen!

Link zum Interview-Video der Apothekerin im Gesundheitscontainer: HIER

Artikel über die zerstörte Apotheke in Altenahr von Apothekerin Inge Göttling: HIER

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Klinik wird von Apotheker ohne Grenzen versorgt


Bad Neuenahr, August 2021

Auch die Dr. von Ehrenwall`sche Klinik, ein Fachkrankenhaus für Psychiatrie, Psychotherapie und Neurologie in Bad Neuenahr-Ahrweiler, musste nach dem Hochwasser den Betrieb einstellen. Wir konnten die neu eingerichteten fünf psychischen Institutsambulanzen und die Tagesklinik mit dringend benötigten Materialien erstausstatten.

Dazu zählen unter anderem Desinfektionsmittel, Utensilien zur Blutentnahme, Abwurfbehälter, Blutdruck und Blutzuckermessgeräte inkl. ausreichend Teststreifen, Stethoskope und eine Personenwaage.

Unsere AoG-Einsatzkraft Dr. Petra Nolte, die seit dem 1. August die ehrenamtliche Projektkoordination im Ahrtal übernommen hat, organisierte die benötigten Materialien und übergab sie an die stellvertretende Verwaltungsleiterin Frau Heideck.

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Multifunktionscontainer im Einsatz

 

Ahrtal, August 2021

In Zusammenarbeit mit action.medeor e.V. konnte ein Multifunktionscontainer zwischen Dernau und Rech eingerichtet werden. Am Container befinden sich aktuell Briefkästen der umliegenden Apotheken, in die die Patienten ihre Rezepte einwerfen können, um von den Apotheken mit den entsprechenden Medikamenten beliefert werden zu können. Schon bald sollen dort auch weitere Gesundheitsdienste wie eine psychosoziale Betreuung der traumatisierten Menschen angeboten werden.

Ein interessanter Artikel zum Thema gibt es HIER

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Apotheker ohne Grenzen schickt weitere helfende Hände ins Krisengebiet


Bad Neuenahr, 11. und 12. August 2021

Die AoG-Einsatzkräfte Charlotte Lübow, Thilo Faber, Martina Gerhardt und Kathrin Bell-Brust haben sich bereiterklärt ehrenamtlich dem Hilfegesuch des ASB in Bad Neuenahr zu folgen und vor Ort mitzuwirken. Die Apotheker:innen sind allesamt Mitglieder bei AoG und dem AoG-Aufruf nach Hilfskräften gefolgt. Das dortige Materiallager des ASB ist vollgepackt mit Arzneimitteln und Medizinprodukten, ohne Strukturierung droht allerdings die Übersicht verloren zu gehen. Die Arzneimittel, sowie Verbandszeug, Desinfektionsmittel, Pflaster, etc. werden für die vielen tatkräftigen privaten Aufräumhelfer benötigt. Diese ziehen sich beim Kampf gegen die antrocknenden Schlammmassen leicht Schnittverletzungen und andere Wunden zu, die medizinisch versorgt werden müssen. Daneben ist immernoch aufgrund der Zerstörung von zahlreichen Apotheken rund um die Region Ahrweiler vor allem auch die ältere und chronisch kranke Bevölkerung mit hohem Medikationsbedarf auf die Arzneimittel aus dem Lager angewiesen.

Die Tätigkeiten der Einsatzkräfte beziehen sich auf den Bereich des Lagermanagements und der Lagerlogistik. Konkret beinhaltet dies die Erfassung der vorhandenen Arzneimittel, Feststellung der Indikation und Strukturierung der Arzneimittelverteilung. Damit halten die AoG-Einsatzkräfte die Übersicht in der Wertschöpfungskette aufrecht und ermöglichen einfache und schnelle pharmazeutische Hilfe vor Ort.

AoG-Einsatzkräfte Charlotte Lübow, Martina Gerhardt und Kathrin Bell-Brust erfassen die vorrätigen Arzneimittel im Sanitätslager des ASB in Bad Neuenahr

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Aufruf an alle betroffenen Apotheken in den Hochwasserregionen – Apotheker ohne Grenzen unterstützt beim Aufbau


Im Zuge der Flutkatastrophe arbeitet Apotheker ohne Grenzen an Lösungsansätzen für weiterführende Hilfsmaßnahmen um schnellstmöglich die pharmazeutische Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen bzw. wiederherzustellen.

 

Betroffene Apotheken bitte melden!


Apotheker ohne Grenzen unterstützt in folgenden Bereichen:

  • Kurzfristige Unterstützung betroffener Apotheken durch pharmazeutisches Fachpersonal
  • Personelle Unterstützung und Beratung beim Aufbau und Betrieb von Not-Apotheken und weiteren Interims-Lösungen auf Basis unserer langjährigen Erfahrung
  • Finanzielle Unterstützung bei der Anschaffung und Ausgestaltung von kurzfristigen und Interims-Lösungen zur Sicherstellung der Versorgung
  • Verbesserung der bereits aktiven Interims-Lösungen
  • Kontaktvermittlung und Unterstützung bei der Kommunikation mit den zuständigen Behörden
  • Weitere Optionen der Unterstützung sind nach Einzelfall-Klärung möglich

Betroffene Apotheken können sich bis zum 6. September 2021 jederzeit in der Geschäftsstelle von AoG melden, idealerweise direkt mit einem konkreten Bedarf und Zeitraum.

AoG-Geschäftsstelle: 089-415 597 38 | AoG-Projektkoordinatorin Irene Markert: i.markert@psfde.org

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Pharmazeutische Infrastruktur wieder aufbauen
– mittel- und langfristig


München, 1. August 2021

Apothekerin Dr. Petra Nolte übernimmt nach der Übergabe von Claudia Krämer die Koordination der Hilfe vor Ort. Entscheidend in den kommenden Wochen wir die Frage nach Lösungen für den langfristigen Aufbau sein. Soll das Zerstörte wiederaufgebaut werden? Wenn ja, wird es anders neu aufgebaut, um solche Katastrophen zu verhindern? Die Betroffenen stehen diesbezüglich vor schwierigen finanziellen, logistischen und technischen Herausforderungen.

Ein Ansatz ist das Etablieren von Container-Apotheken. Dies bedeutet, dass betroffenen Apotheken ein medizinischer Container zur Verfügung gestellt wird. Darin können sie Medikamente verkaufen, Patienten beraten und Medikationspläne überwachen. Auch der Einbindung von psychologischer Betreuung soll in den Containern der nötige Raum gegeben werden. Eine Herstellung von Rezepturarzneimitteln ist in solchen Containern allerdings nicht vorgesehen. Ob diese Container tatsächlich eine geeignete Übergangslösung darstellen, wird Apotheker ohne Grenzen in der nächsten Zeit herausarbeiten.

Aufstellung von für den Übergang gedachten Container in Altennahr – hier vom DRK

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AoG-Einsatz in einer betroffenen Apotheke in der Hochwasserregion

 

Grafschaft, 29. Juli 2021

Während Jochen Wenzel und Claudia Krämer die übergeordnete Arzneimitteldistribution und Koordination der Hilfskräfte übernehmen, unterstützt Apothekerin Anne Matheis die Robert-Koch-Apotheke in Grafschaft. Die Apotheke muss kurzfristig die Arzneimittelversorgung für das gesamte Ahrtal übernehmen, nachdem 10 der 11 dort ansässigen Apotheken durch die Fluten zerstört werden.

Sie schildert in einem eigenen Bericht ihre Erfahrungen während des Einsatzes. Der Bericht ist zudem als Blogeintrag auf der Homepage der von-Sickingen-Apotheke zu finden (von-Sickingen-Apotheke).

 

„Das hier war kein schleichendes Hochwasser, das hier gleicht einem Tsunami“
– Anne Matheis, AoG Einsatzkraft, über die Ausmaße der Flutkatastrophe


Durch die Vermittlung von Apotheker ohne Grenzen e.V. durfte ich zwei Tage dem Team der Robert-Koch-Apotheke von Markus Gottschalk in Grafschaft, oberhalb von Bad Neuenahr-Ahrweiler, unter die Arme greifen, das in einem Teil des Krisengebiets die Versorgung mit Medikamenten übernommen hat. Mein Team hat mir dafür zwei Tage lang in Bechhofen und Landstuhl den Rücken freigehalten, vielen Dank dafür!

Das Team von Markus Gottschalk und Filialleiterin Stefanie Jeske leistet einen wirklich tollen Job zur Zeit. In der Nacht waren von jetzt auf gleich 10 von 11 Apotheken in dem dortigen Notdienstbezirk nicht mehr betriebsbereit, die Robert-Koch-Apotheke musste vier Tage die komplette alleinige Arzneimittelversorgung für das Ahrtal übernehmen. Nach vier weiteren Tagen waren immerhin 5 von 11 Apotheken wieder einsatzfähig.

Die Medikamente der Menschen im Ahrtal wurden schlagartig auf einmal vernichtet (Insuline, Blutdruckmedikamente, einfach alles!) und mussten schnellstmöglich ersetzt werden. So etwas kann nur eine Apotheke vor Ort leisten, das kann und will auch kein Arzneimittelversender.

Durch das große und dichte Netz der Apotheken vor Ort war es möglich, dass wir eine virtuelle Apothekenschlammeimerkette eingerichtet haben und wir so die Robert-Koch-Apotheke entlasten konnten.

AoG-Einsatzkraft Anne Matheis (li) und das Team der Robert-Koch-Apotheke halten in der kritischsten Phase die Arzneimittelversorgung des Ahrtals aufrecht

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Einblicke in ein Einsatztagebuch von zwei AoG-Einsatzkräften

 

Altenahr, 25. Juli 2021

Nach einigen Tagen vor Ort übergibt Andreas Portugal die Verantwortung über die Einsatzleitung in die Hände von Jochen Wenzel, ebenfalls Apotheker und ehrenamtliches Vorstandsmitglied von Apotheker ohne Grenzen. Auch Jochen reist aus seinem Urlaub an. Vor Ort kommt noch Claudia Krämer hinzu, eine AoG-Einsatzkraft und Apothekerin aus Dresden. Zusammen besprechen sie das weitere Vorgehen mit Andreas. Jochen wird sich in den nächsten Tagen der Versorgung der Bevölkerung mit den notwendigen Arzneimitteln widmen. Währenddessen wird Claudia vermehrt nach Übergangslösungen für die vielen zerstörten Apotheken suchen, damit diese möglichst schnell wieder als gesundheitliche Versorgungspunkte zur Verfügung stehen. AoG wendet somit die Grundkonzepte ihrer Unterstützungsarbeit auch in Deutschland an: neben einer kurzzeitigen Soforthilfe wird auch die mittel bis langfristige Hilfe ins Auge gefasst, damit in der betroffenen Region wieder eine funktionierende pharmazeutische Infrastruktur aufgebaut werden kann.

 

Eindrücke eines mehrtägigen AoG-Nothilfe-Einsatzes:

 

Sonntag, 25. Juli:

Vor Abfahrt führe ich (Claudia) eine Telefonkonferenz mit der Geschäftsführung von Apotheker ohne Grenzen, um mich final abzustimmen und wenige Unklarheiten zu beseitigen. Nach der Anreise nehmen wir vor Ort in Heimerzheim Kontakt zum DRK-Heimerzheim auf, die ein medizinisches Versorgungszelt für kleinere Verletzungen, Durchfallerkrankungen, etc. errichtet haben. Durch Gespräche finden wir heraus, dass der Inhaber einer Apotheke im Nachbarort Bornheim Mitglied bei uns ist und wir nehmen Kontakt auf. Wir bestellen dort Arzneimittel, Verbandszeug und andere medizinische Ware, welche wir direkt in den Krisen-Hotspot zum DRK in Heimerzheim liefern lassen.

 

Montag, 26. Juli:

Heute ist vor allem der Erfassung des Bedarfs an der Tagesordnung. Wo wird konkret und dringend Hilfe benötigt? Welche Arzneimittel fehlen? Wie können wir diese beschaffen? Es gibt viele Hilfsangebote, die allerdings auch koordiniert werden müssen. Die Lieferungen von gespendeten Masken, Wunddesinfektionsmitteln und Erste-Hilfe-Ausrüstungen müssen erfasst und geordnet weitergegeben werden, damit der Überblick nicht verloren geht. Am Nachmittag bekommen wir von der DRK-Station am Nürburgring eine weitere Lieferung. Die Station versorgt zentral alle Kranken- und Rettungswagen, sowohl vom DRK, als auch von den Maltesern, dem ASB und dem DLRG mit Verbandstoffen und freiverkäuflichen Arzneimitteln. Bedauerlicherweise wird klar, dass nicht jede Hilfe optimal koordiniert abläuft. Eine große Bestellung wirft heute Fragen auf, da sie weder bei uns noch beim DRK angemeldet ist. Ich (Jochen) verbringe den Tag damit die Bestellungen zu koordinieren, durch die zerstörten Straßen ist das Fahren in eine 25 km weit entfernte Ortschaft sehr schwierig.

 

Dienstag, 27. und & Mittwoch 28. Juli:

Am Mittwoch holen wir zunächst 50 Tetanus-Impfstoffe in einer Apotheke in Neuwied und liefern diese zum DRK nach Heimerzheim. Einige Helfer haben Schnitt-, Brand- oder Risswunden und werden prophylaktisch von einem erfahrenen Arzt gegen Tetanus geimpft. Daneben vernetzen wir nun das DRK direkt mit noch verfügbaren Apotheken vor Ort, damit die Hilfe in Zukunft auf kürzeren Wegen ablaufen kann. Anschließend besuchen wir diverse Apotheken in Bad Neuenahr-Ahrweiler und Altenahr, teilweise können wir mit den Besitzern sprechen und teilweise ist niemand anzutreffen.

Vom Shuttle-Service am Innovationspark Ahrweiler werden täglich hunderte Helfer in die betroffenen Orte gebracht. Einige private Helferinneninitiativen sind auch vor Ort. Wir stimmen unsere Arbeit mit „Helfer-Shuttle“ ab, eine private Initiative die Pflaster an die Helfenden verteilt. In den nächsten Tagen wird diese Initiative uns bei der Kontaktaufnahme zu den betroffenen Apotheken unterstützen. Wir können der Hirsch-Apotheke, Paradies-Apotheke und Burg-Apotheke konkrete Hilfe anbieten. Des Weiteren verteilen wir im Mayschosser Kreis mehrere hundert Masken, sowie Steriliumflaschen zur Desinfektion. Der medizinische Leiter von Bode, Hersteller von Sterillium Virugard, drückt seine Dankbarkeit den Helfenden gegenüber aus: „Es ist super, dass ihr uns helft, denn wir können die Leute nur dann versorgen, wenn wir auch Material haben, danke, danke danke an euch.“

 

Donnerstag, 29. Juli:

Heute unternehmen wir erneut Kontaktversuche zu den fehlenden Apotheken. Gleichzeitig arbeiten wir an einer mobilen Impfversorgung. Als Impfstoffe werden neben Tetanus und Hepatitis auch der Impfstoff gegen Corona diskutiert. Denn neben den dramatischen Ereignissen der vergangenen Woche, dürfen wir die Gefahr durch die Ansteckung mit dem Corona-Virus nicht aus den Augen verlieren. Durch ein Impfzelt am Bahnhof in Ahrweiler wird die Immunisierung mit den o.g. Impfstoffen zur Verfügung gestellt.

 

Freitag, 30. Juli:

Heute reise ich (Jochen) ab und Claudia beginnt nebenbei die Vorbereitung für die Übergabe der Aufgaben an AoG-Vorstandsmitglied Dr. Petra Nolte ab Samstag, den 1. August. Nach Rücksprache mit dem DRK-Lager in Bad Neuenahr zeigt sich, dass diese nun inzwischen super versorgt sind, einzig Fenistil fehlt ihnen. Knapp 2.000 Tuben Fensitil können wir dann über die Rosen-Apotheke in Neuwied organisieren. Nach der Abreise von Jochen bin ich (Claudia) noch nach NRW, um dort die Lage der Versorgung zu beurteilen. Die Apotheken in Ortschaften wie Kall und Nettersheim sind ebenfalls betroffen, scheinen aber bereits etwas aufgeräumter zu sein.

 

Samstag, 31. Juli:

Ich (Claudia) reise noch ein letztes Mal ins Ahrtal um dort mit der Vertreterin der Apothekerkammer Rheinland-Pfalz zu reden. Dort treffe ich auf Menschen, die mir von ihren Erlebnissen in der Nacht der Flutwelle berichten. Ich bekomme Gänsehaut, ihre Erzählungen klingen dramatisch.

Mit einigen Apotheken arbeiten wir an mittelfristigen Übergangslösungen. Natürlich muss dabei der hohe Standard der deutschen Apotheken in Bezug auf Hygiene, Gute Herstellungspraxis und fachgerechter Arzneimittellagerung immer im Blick behalten werden. Ich reise ab und treffe mich in Leverkusen mit Petra, um die Übergabe zu besprechen.

Alte Apothekergefäße – Jahrzehnte überstanden und jetzt auch die Flutkatastrophe

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Erster Koordinierungs-Einsatz vor Ort

 

Altenahr, 23. Juli 2021

Ehrenamtliches AoG-Vorstandsmitglied Andreas Portugal bricht seinen Urlaub ab, um in den besonders betroffenen Gebieten die Koordination der Arzneimittelverteilung vor Ort zu übernehmen. Anpacken lautet die Devise, denn es gibt viel zu tun: dank der großen Unterstützung kann Apotheker ohne Grenzen dringend benötigte Arzneimittellieferungen verteilen. Blutdrucktabletten, Insulin, Schmerzmittel, Verbandszeug, Desinfektionsmittel, Infusionslösungen… All diese essentiellen Dinge fehlen und werden dankend entgegengenommen.

„Ich war schon bei vielen Katastrophen und Einsätzen weltweit, aber was ich hier sehe verschlägt mir den Atem“
– Andreas Portugal, AoG-Vorstandsmitglied

Das Ausmaß der Zerstörung zeigt deutlich: das Hochwasser glich einem reißenden Fluss

Der Zustand der Ortschaften verschlägt auch erfahrenen Einsatzkräften wie Andreas Portugal den Atem: „Die Wassermassen müssen so schnell, mit solch einer Wucht gekommen sein. Eine unheimliche Zerstörung – wir müssen helfen wo wir können!“

Andreas beim Sortieren der Arzneimittel und Hygieneartikel

Die betroffenen Menschen sagen DANKE

HIER geht es zu einem Interview-Video, welches die PZ mit Einsatzkraft Andreas Portugal über seinen Einsatzerfahrungen in den Hochwasserregionen gehalten hat.

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Weil vor Ort helfen essentiell ist – AoG schickt erste Einsatzkraft in das Krisengebiet

 

Erftstadt, 21. Juli 2021

Apothekern ist bekannt, wie wichtig der Einsatz vor Ort nahe an der Bevölkerung ist. Dies ist nicht nur im Routinealltag wichtig, sondern vor allem nach einschneidenden Katastrophen. Nach der Hochwasserkatastrophe ist die Hilfsbereitschaft in der deutschen Bevölkerung riesig, dies spiegelt sich vor allem in den zahlreichen Spenden wieder. Unter dem Motto „Gemeinsam helfen – gemeinsam stark“ ruft AoG dazu auf, als Einsatzkraft vor Ort mitzuhelfen.

Einer dieser Einsatzkräfte ist Gertrude Mevissen. Sie ist Apothekerin und AoG-Mitglied und unterstützt Apothekerin Jutta Döbel bei der Bewältigung der täglichen Aufgaben nach der totalen Zerstörung ihrer Apotheke. Die Aufgaben unterscheiden sich stark von der üblichen Offizin, denn aufgrund der Fluten sind auch nahegelegene Arztpraxen beschädigt. Impfungen werden daher in die Apotheke verlagert, Medikationspläne auf College-Blöcken verfasst und Botendienste erfordern kreative Routenfindung, da viele Straßen nicht befahrbar sind. Gleichzeitig laufen Corona-Tests, Ausstellungen von Impfzertifikaten und die Routinebetreuung der Patienten weiter.

Apothekerin Gertrude hilft in der Apotheke im Erftstadt Center aus

Coronatests in der Apotheke

Improvisation ist gefragt bei der Erstellung von Medikationsplänen

Die Apotheke in Erftstadt wird zum Impfzentrum, denn die Räume der benachbarten Arztpraxis sind überflutet

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AoG stellt Soforthilfe in Zusammenarbeit mit Armut und Gesundheit e.V.

 

Mainz, 19. Juli 2021

Durch viel Erfahrung in anderen Noteinsätzen ist klar, dass sofortige Hilfe entscheidend für die betroffene Bevölkerung ist. Die starken Überflutungen haben insgesamt 65 Apotheken zerstört. Dies bedeutet in den besonders betroffenen Regionen, dass die grundsätzliche medizinische Versorgung neu sichergestellt werden muss – und das in Zeiten einer Pandemie bei der unter Normalzustand bereits besondere Hygienebedingungen gelten.

In Zusammenarbeit mit dem Mainzer Kooperationspartner Armut und Gesundheit e.V. stellt Apotheker ohne Grenzen e.V. Hygiene-Sets zur Verfügung, die zuvor in Mainz im Rahmen der deutschlandweiten AoG-Obdachlosenaktion 2021 verteilt wurden. Die Hygienesets bieten den Betroffenen eine Grundausstattung, um sich auch während der Katastrophe weiterhin vor Corona schützen zu können. Prof. Dr. Trabert, Facharzt für Allgemein- und Notfallmedizin, fährt in die Krisengebiete und bietet neben der Verteilung von Arzneimitteln und Hygiene-Sets der zum Teil schwer traumatisierten Bevölkerung ein offenes Ohr.

Apotheker ohne Grenzen bietet in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Trabert von Armut und Gesundheit e.V. Soforthilfe

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Die Flut kommt

 

Ahrweiler, 14. Juli 2021

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch bringen starke Regenfälle eine Jahrhundertflut in den Westen Deutschlands. Besonders betroffen sind die Regionen Ahrweiler und Eifel in Rheinlandpfalz sowie das Oberbergische Land in NRW. Aber auch Teile Bayerns und Sachsen bleiben von Fluten nicht verschont. Über 160 Menschen sterben, unzählige verlieren ihre Existenzgrundlage. Die Bilder, die den Rest des Landes aus den Katastrophengebieten erreichen sind erschreckend.

Betroffen sind auch Apotheken und Arztpraxen vor Ort, wodurch die medizinische Versorgung der bereits stark belasteten Bevölkerung zu einer großen Herausforderung wird. Rezepte gehen verloren, Arzneimittelvorräte werden unbrauchbar und der Zugang zu Therapiemöglichkeiten chronisch erkrankter Menschen ist in Gefahr.

zerstörte Apotheke in Altenahr, Landkreis Ahrweiler in Rheinlandpfalz

Das Ausmaß der Katastrophe wird erst nach Abfluss der Wassermassen deutlich

Zerstörung in Ahrweiler

Die volle Wucht der Zerstörung – selbst LKWs und große Baumstämme wurden mitgerissen

AoG ruft auf – Spenden für die Opfer in den Hochwasserregionen

Apotheker ohne Grenzen ruft auf –

Spenden für die Opfer in den Hochwasserregionen

Die Flutkatastrophe hat in Deutschland für schwere Zerstörungen gesorgt und übersteigt alles bisher Erlebte bei weitem mit vielen Vermissten und Toten. Viele Ortschaften sind von den Überschwemmungen betroffen und gesundheitliche Einrichtungen und jegliche Infrastruktur ist zerstört!

Apotheker ohne Grenzen leistet Nothilfe!

Apotheker ohne Grenzen hilft beim Wiederaufbau

der gesundheitlichen Infrastruktur!


Helfen auch Sie – mit Ihrer Spende.

Apotheker ohne Grenzen ist als gemeinnütziger Verein mit über 20 Jahren Erfahrung in der Nothilfe spezialisiert auf schnelle und flexible pharmazeutische Einsätze in Katastrophen und unterstützt in langfristigen Projekten lokale sowie internationale Partner mit der Beschaffung von lebenswichtigen Medikamenten und pharmazeutischem Knowhow.


Hochwasser Deutschland – So hilft Apotheker ohne Grenzen:

  • Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln durch schnellen Aufbau der pharmazeutischen Infrastruktur
  • AoG-Einsatzkräfte helfen vor Ort in Apotheken und Gesundheitseinrichtungen
  • Versorgung von Helfern und Freiwilligen vor Ort und der betroffenen Bevölkerung mit dringend benötigten Arzneimittel, Verbandsmaterial und Hygiene-Artikel
  • Organisation von Interims-Notfall-Apotheken
  • Beratung zur Notfall- und KatastrophenPharmazie für Apotheken und Behörden
  • Organisation und Logistik von Materialien und Impfstoffen (z.B. Tetanus) in den Katastrophengebieten


Schon jetzt bedanken wir uns für Ihre große Spendenbereitschaft!

… und garantieren, dass wir Ihre Spendengelder zielgerichtet und effizient jetzt in der akuten Nothilfe sowie auch in einigen Monaten beim Aufbau der gesundheitlichen Infrastruktur einsetzen werden.


JEDE SPENDE ZÄHLT!
– Apotheker ohne Grenzen sagt DANKE

Spendenkonto:

Verwendungszweck: Hochwasser
Apotheker ohne Grenzen Deutschland e.V.
Deutsche Apotheker- und Ärztebank
IBAN: DE 88 3006 0601 0005 0775 91
BIC: DAAEDEDDXXX

 

 

 

 

 

 

Eine gerechte Verteilung des Impfstoffs gegen Covid-19

Kampf gegen Covid-19

Apotheker ohne Grenzen appelliert:
Eine gerechte Verteilung des Impfstoffs
gegen Covid-19

Grenzenlos Helfen – Gemeinsam stark gegen Corona!!

Der Zugang zu Impfstoffen gegen das Coronavirus ist weltweit sehr ungleich verteilt. Insgesamt haben sich die 27 reichsten Staaten knapp 22 % des weltweit verfügbaren Impfschutzes gesichert, obwohl sie nur gut 10% der Weltbevölkerung repräsentieren. Viele reiche Länder sicherten sich Hunderte Millionen Dosen potenzieller Vakzine von verschiedenen Herstellern. Entwicklungs- und Schwellenländern haben das Nachsehen. Die Konsequenzen zeigen sich schon jetzt im Vergleich der Impfquoten: Während in den USA bereits 48% der Bevölkerung einen vollständigen Impfschutz erhalten haben, sind es in unserem Projektland Nepal gerade einmal 2,6 %. In der Demokratische Republik Kongo, wo Apotheker ohne Grenzen mehrere langfristige Projekte unterstützt und aufbaut, verfügt noch keine einzige Person über einen vollständigen Impfschutz. (Stand Juli 2021).

Eine Initiative kämpft gegen diese Ungerechtigkeit an und möchte einen weltweiten, gerechten Zugang zu den Vakzinen ermöglichen: COVAX.

COVAX steht für „Covid-19 Vaccines Global Access“ und wurde im April 2020 von der Weltgesundheitsorganisation WHO und Partnerorganisationen ins Leben gerufen. Die Idee dahinter: Alle Staaten der Welt zahlen in einen gemeinsamen Fonds ein. Mit diesem Geld soll dann gebündelt Impfstoff vor allem für ärmere Länder – besonders in Afrika, Asien, Ozeanien und Südamerika eingekauft werden.

Denn uns ist allen bewusst: die weltweite Ungleichverteilung birgt eine große Gefahr für alle Menschen! Je mehr sich SARS-CoV 2 in den ärmeren Ländern weiter ausbreitet, umso wahrscheinlicher entstehen Mutationen, gegen welche die bisher verabreichten Impfungen schlechter oder gar nicht wirken. In unserer global vernetzten Welt können sich diese Varianten des Virus schnell auch wieder in den Industrienationen ausbreiten – und der Pandemiekreislauf beginnt von neuem. Erst wenn das Virus weltweit besiegt ist, kann es sich nicht erneut ausbreiten oder neue Mutationen entwickeln.


Die Pandemie ist erst zu Ende, wenn sie für alle zu Ende ist. Je länger wir mit einer global gerechten Verteilung des Impfstoffs warten, umso mehr zögern wir das Ende der Pandemie hinaus.


Mit der COVAX-Initiative gibt es bereits einen internationalen Mechanismus, der eine gerechte globale Verteilung des Impfstoffs zu einem fairen Preis zum Ziel hat.

Dieses Ziel wurde bisher nicht erreicht und kann nicht erreicht werden, solange COVAX als einer von mehreren Käufern mit den reichen Industrienationen um die knappen Impfstoffdosen konkurrieren muss.

In dieser Situation gibt es drei Möglichkeiten, zu einer zumindest gerechteren Verteilung des Impfstoffs zu kommen:

 

1. Schnelle Weitergabe überschüssiger Impfdosen an Covax

Zahlreiche Industriestaaten haben Verträge über deutlich mehr Dosen von bereits zugelassenen Impfstoffen geschlossen, als sie zur Immunisierung ihrer Bevölkerung brauchen. Inzwischen haben einige Regierungen angekündigt, Impfdosen weiterzugeben. Zudem müssen Exportverbote, die nicht durch eine akute Notlage im eigenen Land berechtigt erscheinen, aufgehoben werden, damit Covax Zugang zu mehr Impfdosen bekommt.
Die Zeit drängt, dies muss jetzt schnell umgesetzt werden!

 

2. Bessere Finanzierung von COVAX

Aktuell ist es Covax zwar gelungen, genug Mittel einzuwerben um die geplanten Ausgaben bis Ende 2021 zu decken. Allerdings decken diese Planungen nur die Immunisierung der gefährdetsten Gruppen ab. Für eine Herdenimmunität in den Ländern des globalen Südens reichen die Mittel bei weitem nicht. Deshalb sehen wir die Industriestaaten in der Pflicht ihre Finanzierung für COVAX weiter aufzustocken. Angesichts der ansteckenderen Delta-Variante ist das dringender denn je.

 

3. Steigerung der Impfstoffproduktion durch Lizenzvergabe im Interesse der öffentlichen Gesundheit

Ungenutzte Produktionskapazitäten müssen besser genutzt werden. Der Medicine Patent Pool (MPP) hat mehr als zehn Jahre Erfahrung darin mit Inhabern geistiger Eigentumsrechte freiwillige, nicht exklusive Lizenzen für Medikamenten z.B. gegen HIV oder Tuberkulose auszuhandeln. Interessierte Generikahersteller können beim Medicine Patent Pool alle benötigten Lizenzen en Block erhalten.

Die Rechteinhaber sollten möglichst rasch Verhandlungen über alle für die Herstellung von Covid-19 Impfstoffen notwendigen Patente mit dem MPP aufnehmen und vorantreiben. So lassen sich die verfügbaren Produktionskapazitäten besser nutzen, ohne den Patentschutz aufzuheben. Regierungen sollten darauf dringen, dass die Patente, deren Entwicklung sie mit öffentlichen Geldern gefördert haben, rasch in den Patentpool eingebracht werden.

 

Wir als Apotheker ohne Grenzen wünschen uns eine gerechte Verteilung des Impfstoffes gegen Covid-19, um den Menschen in unseren Projektländern helfen zu können. Solange weltweit Impfstoff fehlt, können wir als NGO nur mit Appellen auf die Situation und die Verbesserungsmöglichkeiten aufmerksam machen.


Wir nutzen seit Pandemiebeginn und auch weiterhin die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Partnern vor Ort, um ….

  • präventiv weiter zu arbeiten (mit Aufklärung und Hygiene-Unterstützung)
  • gezielt mit finanzieller Unterstützung und lokaler Beschaffung Corona-Patienten zu versorgen
  • vorbereitet zu sein, wenn die Impfstoffverteilung auch in den Projektgebieten anläuft.

AoG – Nothilfe Nepal

Bitte um Spendenhilfe

AoG – Nothilfe Nepal

++ Nothilfe Nepal – AoG startet Spendenaufruf ++

Stand 20. Mai 2021:

Während ein Großteil der medialen Berichterstattung auf Indien schaut, schwappt die Covid-19-Pandemie rüber auf das benachbarte Land Nepal!

Apotheker ohne Grenzen wird aktiv und hilft in der Notlage!

Wir wollen schnell und effektiv helfen und deshalb hatten wir in den letzten Tagen intensiven Kontakt zu unserem nepalesischen Projektpartner PHECT
(Public Health Concern Trust-NEPAL).

PHECT ist eine nepalesische Hilfsorganisation, die 1991 gegründet wurde und sich dem Motto „empowering people through health action“ verschrieben hat. AoG arbeitet schon seit 2017 im Bereich sexuelle und reproduktive Gesundheit mit PHECT zusammen. Neben der Aufklärungsarbeit betreibt PHECT auch zwei Krankenhäusern in Kathmandu – das Kathmandu Model Hospital und das Kitipur Hospital – und bietet eine umfassende Gesundheitsversorgung an. In dieser Funktion ist PHECT direkt an der Versorgung von an Covid-19 erkrankten Patienten beteiligt.

PHECT-Koordinatorin Dr. Tara Shakya berichtet, dass Intensivkapazitäten und vor allem Sauerstoff in den meisten Krankenhäusern bereits knapp sind. Auch im Kitipur Hospital, in dem sie arbeitet, wird die Lage zunehmend schwieriger. Es fehlen vor allem Sauerstoff, Schutzausrüstung, Desinfektionsmittel und andere Verbrauchsmaterialien. Rasches Handeln ist geboten – das Angebot dieser Waren auf dem lokalen Markt ist begrenzt, die Preise steigen weiter bis nichts mehr verfügbar ist.

Tara berichtet aus Kathmandu: “Due to the COVID 2nd wave, the situation now in Nepal is influencing a lot. …phect-NEPAL is doing a lot at its capacity to fight against this pandemic. Our community hospital „Kirtipur Hospital“ under phect-NEPAL now a days also facing the scarcity of hospital consumables like oxygen, PPE, face shields, Pulse oximeter, masks, Sanitizer, Chlorine etc. Thus we would like to ask for your support on this matter and a generator if possible.”

AoG braucht Ihre HILFE!

Wir bitten um Spenden, um schnell helfen zu können!

Apotheker ohne Grenzen überprüft jede Nothilfe und jeden Nothilfeeinsatz genauestens nach Effektivität und arbeitet nur mit verlässlichen Partnern zusammen – so können Sie sicher sein, dass Ihre Spende auch genau da ankommt wo sie soll – in diesem Fall bei den von Covid-19 betroffenen Menschen in Kathmandu.

AoG sagt DANKE für jede Unterstützung – JEDE SPENDE ZÄHLT!

Betreff „Nothilfe Nepal“
Deutsche Apotheker- und Ärztebank
IBAN: DE 88 3006 0601 0005 0775 91
BIC: DAAEDEDDXXX

Oder auch über unseren Facebook-Spendenaufruf

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