In Nothilfe

AoG im Einsatz in Mosambik

***AoG-Nothilfe-Einsatzteam II im Einsatz gegen Malaria in Mosambik***

Unser Team 2 ist im „Apothekenalltag“ angekommen. Unsere AoG-Einsatzkraft Nhomsai Hagen berichtet:

„Der Alltag in Inhanjou unterscheidet sich natürlich vom Alltag in Deutschland. Portugiesisch oder zumindest Spanisch ist in Estaquinha sehr hilfreich, in Inhanjou verstehen die Patienten allerdings fast nur Dao (lokaler Dialekt). Zum Glück haben wir zwei super Übersetzer, außerdem haben wir uns einige nützliche Wörter und Floskeln auf Dao aufgeschrieben. Meistens können wir damit den Patienten alles erklären. Bei den komplizierten Fällen helfen uns dann die Übersetzer.“

Die beiden AoG-Einsatzkräfte versorgen in ihrer Feldapotheke ca. 150 Patienten pro Tag. Viele der Patienten leiden unter Malaria. Deshalb werden vor Ort dringend neue Malariamedikamente gebraucht.

Helfen Sie JETZT mit Ihrer Spende bei der Beschaffung! Mit 10 € können wir z.B. eine Therapie für 10 Patienten gewährleisten!

AoG-Einsatzkraft Marjolein Jacob im Camp in Inhanjou bei der Abgabe einer Malaria-Therapie.

Ein positiver Malaria-Test.

Gerne können Sie auch direkt auf unser Konto spenden:

Deutsche Apotheker- und Ärztebank

BLZ:     300 606 01
IBAN:   DE 88 3006 0601 0005 0775 91
BIC:      DAAEDEDDXXX

***Dienstag, 16. April 2019: UPDATE – AoG-Einsatzteam-Wechsel – Team I kommt zurück und Team II kommt heute in Mosambik an***

Das AoG-Einsatzteam I bestehend aus unseren drei Apothekerinnen aus Deutschland wird heute von AoG-Team II abgelöst. Die vorrangige Aufgabe des ersten Teams ist erledigt. Sie haben eine erste Bestandsaufnahme der Arzneimittelversorgung im Camp Estaquinha durchgeführt und die fehlenden Medikamente beschafft. Das zweite Team, bestehend aus der Apothekerin Nhomsai Hagen und der Apothekerin Marjolein Jacob, wird zusammen mit einem Ärzteteam unserer Partnerorganisation NAVIS die medizinische Versorgung einer Zeltstadt südlich von Estaquinha übernehmen. Auch die Verbesserung der Trinkwasserversorgung steht auf dem Plan des neuen Einsatzteams. Die Ausbreitung von Cholerafällen gilt es zu verhindern. Dafür ist die Zusammenarbeit mit der Partnerorganisation NAVIS und AoG besonders geeignet, weil man durch die medizinische Versorgung bereits betroffenen Menschen helfen kann und durch die Bereitstellung von sauberem Trinkwasser die Ausbreitung verhindert.

Nhomsai Hagen und Marjolein Jacob zusammen mit dem Team von NAVIS vor dem Abflug

Elke Althöfer-Blautzik von Team I bei der Arbeit

Elke Althöfer-Blautzik und Rosi Beubl auf Rückflug im Hubschrauber

***Montag, 8. April 2019: UPDATE – Team 1 arbeitet auf Hochtouren vor Ort in Mosambik ***

Die drei AoG-Einsatzkräfte und Apothekerinnen haben sich mittlerweile ein umfassendes Bild über die Arzneimittelversorgung vor Ort im Camp Estaquinha verschafft. Mit der lokalen Organisation Esmabama und dem deutschen Partner Navis e.V. (dessen 8-köpfiges Team auch seit dem 5.4 vor Ort ist) werden einerseits die Patienten behandelt und andererseits viel im Hintergrund unterstützt und organisiert.

Es ist nun geplant, dass sich das Team vor Ort aufteilt und auch die Apotheke des Camps in Magunde inspiziert wird. Dabei ist es von großem Vorteil, dass ein Mitglied des Teams portugiesisch (Landessprache in Mosambik) spricht.

Die zu Beginn des Einsatzes geplante Lieferung eines Health-Kits wurde, nachdem der Lieferant eine Verspätung bekannt gegeben hatte, storniert. Diese sogenannten Emergency-Kits machen am Anfang eines Katastropheneinsatzes Sinn, wenn der tatsächliche Bedarf an Medikamenten noch nicht genau feststeht. In unserem Fall hat das FactFinding Team um Dr. Petra Nolte diesen sehr schnell ermittelt und nun eine bedarfsgerechte Bestellung bei action Medeor in Tansania aufgegeben. Somit konnten wir nun schneller und vor allem bedarfsgerechter und regional die notwendigen Arzneimittel einkaufen. Die Lieferung soll bereits am Mittwoch eintreffen.

Ankunft der ersten Arzneimittel-Lieferung im Camp Estaquinha.

Rosi Beubl inspiziert die neu angekommenen Medikamente.

Cornelia Muhr diskutiert mit einheimischen Apothekern das weitere Vorgehen im Camp. Da englische Sprachkenntnisse nur selten vorhanden sind, sind die Portugiesischkenntnisse von Cornelia sehr hilfreich.

***Freitag, 5. April 2019: UPDATE – AoG-Einsatzteam hilft vor Ort in Mosambik ***

Das Team AoG-Einsatzteam I ist am Mittwoch in Beira gelandet und dann weiter nach Estaquinha. Dr Petra Nolte übergab den Einsatz an die drei Apothekerinnen und informierte sie über die aktuelle Situation. Rosi Beubl, unsere AoG-Einsatzkraft vor Ort, gibt einen ersten Einblick über die Tätigkeiten von AoG: „Wir verschaffen uns einen Überblick über das Arzneimittellager des Camps und haben mit dem Umräumen begonnen, um Platz für unsere Lieferung zu bekommen. Sehr gut unterstützt werden wir dabei von Augustinus, dem lokalen Tecnico farmaceutico.“

Über die Hälfte der in der Gesundheitsstation in Estaquinha behandelten Personen hat Malaria. Daher schickt Apotheker ohne Grenzen am Mittwoch eine Arzneimittellieferung aus Tansania auf den Weg, die Malariamedikamente und Schnelltests für über 5000 Patienten enthält. Diese kommt von Action Medeor aus Tansania, was den Transportweg deutlich verkürzt.

***Dienstag, 2. April 2019: UPDATE – AoG sendet drei Apothekerinnen in den Nothilfe-Einsatz***

Für das Fact Finding-Team in Mosambik war schnell klar, wie wichtig schnelle Hilfe ist. Nach Besichtigung mehrerer Orte am Wochenende, endschieden sich Dr. Petra Nolte und das Team von NAVIS, die Mission unserer lokalen Partnerorganisation Esmabama in Estaqumba zu unterstützen. Sowohl ein medizinisch/pharmazeutisches Team als auch die Wasseraufbereitung von NAVIS e.V. wird dort dringend benötigt. Durch die Rückmeldung vom Team vor Ort in Mosambik übertrug sich die Aktivität auch auf Deutschland. Hier steckt die AoG-Geschäftsstelle in München in den Vorbereitungen, um drei Apothekerinnen in den Einsatz nach Mosambik zu senden. Am Abend geht es für die drei AoG-Einsatzkräfte über Johannisburg nach Maputo, der Hauptstadt von Mosambik, und dann weiter in die schwer verwüstete Stadt Beira am Indischen Ozean. Morgen folgt ein 10-köpfiges Team von Navis, das dann auch dringend benötigte Medikamente wie Antibiotika, Schmerzmittel und Malariatherapeutika dabei hat.

***Freitag, 29. März 2019: UPDATE – AoG-Fact-Finding-Team in Beira***

Am Mittwoch ging es für das 2. Vorstandsmitglied von Apotheker ohne Grenzen, Dr. Petra Nolte, von München über Johannesburg nach Maputo, der Hauptstadt von Mosambik. Gestern früh startete das Flugzeug Richtung Beira, eine Küstenstadt mit 500.000 Einwohnern in Mosambik, die zum Großteil von dem tropischen Wirbelsturm zerstört wurde und deren Umland besonders heftig vom Zyklon verwüstet wurde. Das Ausmaß und die Größe der betroffenen Fläche sind unvorstellbar. Die Infrastruktur ist zerstört, Menschen sind ohne Unterkunft und nach dem Kampf ums Überleben während des Sturms beginnt jetzt der Kampf gegen die sich schnell ausbreitenden Krankheiten wie z.B. Cholera und Malaria. Nach ersten Berichten der örtlichen Gesundheitsbehörden haben einige Menschen diesen leider schon verloren. Weite Landstriche stehen unter Wasser, so dass die Menschen an kein sauberes Trinkwasser kommen und die hygienischen Bedingungen sehr schlecht sind. Ein perfekter Herd für Infektionskrankheiten wie Cholera und für Apotheker ohne Grenzen ein Grund, schnell notwendige Hilfsmaßnahmen zu starten, wie z.B. die Versendung von Cholera-Kits sowie Health-Kits.

„Wir bleiben heute Nacht im Zelt in Beira, bevor wir morgen um 5 Uhr für ein Assessment nach Magunde ins Inland aufbrechen. Übermorgen geht es von dort aus weiter nach Estaqumba um einen Überblick zu gewinnen, wo wir sinnvoll helfen können. Wir machen das Assessment zusammen mit der lokalen NGO ESMABAMA. Generell ist ein riesiges Gebiet betroffen und nach einem ersten Eindruck Hilfe bitter nötig.

Apothekerin Dr. Petra Nolte, 15 Uhr | Freitag, den 29.März

Dr. Petra Nolte von Apotheker ohne Grenzen sichtet zusammen mit Einsatzkräften von NAVIS e.V. die Lage vor Ort

***Montag, 25. März 2019: UPDATE – AoG-Fact-Finding-Einsatz in Mosambik***

Unser Fact-Finding-Team fliegt am Mittwoch nach Beira. Die Lage vor Ort ist laut unserer Partnerorganisationen sehr kritisch. Über 3 Millionen Menschen benötigen nach den Überschwemmungen humanitäre Hilfe, darunter ca. 1 Millionen Kinder. Vor allem in den ländlichen Gebieten müssen die Menschen stehendes, verunreinigtes Wasser trinken. Nach Informationen des Roten Kreuzes wurden erste Cholerafälle bekannt. In den überfluteten Gebieten steigt die Zahl der Malaria-Kranken.

***Freitag, 22. März 2019: UPDATE – AoG überprüft Einsatz***

Nach dem verheerenden Zyklon in Südostafrika hat heute die Regierung von Mosambik offiziell um internationale Hilfe gebeten. Neben Mosambik sind auch Malawi und Simbabwe von den Aus- und Nachwirkungen des Zyklons betroffen. AoG hat die Lage seit Wochenbeginn beobachtet und steht bereits mit Partnern im engen Austausch zur Evaluierung und zur möglichen pharmazeutischen Hilfe.

Wir prüfen momentan auch konkret die Option in der nächsten Woche ein Fact Finding Team zu entsenden, um die Situation vor Ort zu bewerten. Zwei erfahrene AoG-Einsatzkräfte stehen für diesen Fall bereit. Die akute Notversorgung einerseits und die Präventionsarbeit zum Schutz vor Infektionskrankheiten andererseits, werden die wichtigsten Aufgaben vor Ort sein.