Bei ihren Reisen in die Republik Moldau beobachten Mitarbeiter der Apotheker ohne Grenzen immer wieder die große Diskrepanz zwischen der Versorgung in der Hauptstadt Chisinau und den ländlichen Regionen.
Der Zustand der Gebäude der Entbindungsstationen in Rezina, Nisporeni, Calarasi, Floresti, Telenesti hat sich 2007 gebessert. Die Fußböden und Wände in Rezina wurden gefließt, Calarsi bekam neue Fenster eingebaut. Allein in Telenesti sind noch Renovierungsarbeiten nötig. Nach wie vor prägen abgedunkelte Korridore und abgeschaltete Heizungen in Krankenhäusern, fehlende hygienische Standards und äußerst mangelhafte apparative und medikamentöse Ausstattung das Bild der verschiedenen Abteilungen.
Zwischen den verschiedenen Stationen bestehen beträchtliche Unterschiede. Während die Entbindungsstationen – durch die Unterstützung der Apotheker ohne Grenzen – mit Babywaagen, Absaugvorrichtungen, Wärmetischen, Phototherapielampen, Infusomaten und Verbrauchsmaterial – arbeitsfähig sind, mangelt es in den Kinderabteilungen an den notwendigen Geräten. Weiterhin fehlen Medikamente, Atemmasken und diverse Kleingeräte. Vitamin K, das für Säuglinge sehr wichtig ist, ist in Moldawien als Medikament nicht zugelassen. Die Kindereinrichtungen sind auf unsere Belieferung dringend angewiesen.
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