Wie und wo wir helfen

Justicia y Amor

Unser Kooperationspartner Justicia y Amor ist eine private Stiftung mit Sitz in Mexiko-Stadt. Sie betreut zahlreiche Gemeinden in den Bergen von Guerrero, aber auch in den Bundesstaaten Oaxaca, Puebla, Tabasco und Veracruz.

Die Apotheker ohne Grenzen engagieren sich gemeinsam mit Justicia y Amor in der Ausbildung der Promotores de salud, den „Gesundheitsverantwortlichen“, in den abgelegenen Dörfern Mexikos. Die Promotores übernehmen die Betreuung der Patienten und sind für alle Dorfbewohner die Ansprechpartner in allen Gesundheitsfragen. Abhängig von der jeweiligen Gemeinde ist fast nie oder wochenlang kein Arzt vor Ort. Noch dazu kommt, dass begründet durch die Kultur, das Vertrauen in die staatlichen Gesundheitsprogramme oft fehlt. Daher haben die Promotores einen hohen Stellenwert in der Gemeinschaft und eine große Verantwortung gegenüber Kindern, Frauen und Männern des Dorfes.

Seit 2010 finden in regelmäßigen Abständen Schulungen statt. In den Lehrgängen werden verschiedene pharmazeutische Aspekte wie Indikationen, Dosierungen, Abgabehinweise und weitere Themen vermittelt. Da vor jeder Behandlung mit Arzneimitteln ein Patientengespräch und eine richtige Diagnose erfolgen müssen, besteht seit 2011 unser Schulungsteam aus einem Apotheker und einem Arzt. Als Arbeitsgrundlage in den Schulungen und vor allem auch im Patientenalltag haben Apotheker ohne Grenzen Bücher „Donde no hay doctor“ zur Verfügung gestellt.

Die nötigen Medikamente bekommen die Casas de salud aus dem Zentrallager von Justicia y Amor. Die deutschen Pharmazeuten unterstützen bei dieser Aufgabe. So wurde vor einigen Jahren eine maßgeschneiderte Software finanziert, um die Lagerhaltung effizienter zu gestalten. Auch beim Kauf stehen die Apotheker ohne Grenzen zur Seite. Grundsätzlich ziehen wir den Ankauf der Medikamente vor Ort vor. Sie sind den einheimischen Mitarbeitern und den Patienten bekannt. So wird auch die lokale Wirtschaft gestärkt. Vorrang hat aber immer die Qualität. Da es schwierig ist, den mexikanischen Generikamarkt diesbezüglich zu beurteilen, wurden die letzten Arzneimittel in Deutschland beim Medikamenten-Hilfswerk Action Medeor erworben und nach Mexiko geliefert.

 

 

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