Von 2003 bis 2008 unterstützten die Apotheker ohne Grenzen das deutsch-mexikanische Sozialwerk der evangelischen Kirche Deutschlands in Mexiko-Stadt. Die Klinik des Centro de Asistencia Social (CAS) in der Millionenmetropole versorgt rund 4.000 Patienten mit ca. 12.500 Arztbesuchen pro Jahr.
Das Zentrum leistet auch Gesundheitserziehung durch die Promotores de Salud und Sozialarbeit in den Slums. Das CAS betreut ausschließlich Patienten, die sich weder eine Krankenversicherung leisten noch die hohen Preise für Medikamente in mexikanischen Apotheken bezahlen könnten.
Basis für die Zusammenarbeit zwischen CAS und AoG bildete ein Vertrag mit therapeutischen Maßnahmenplänen und Medikationslisten. Zu den Dauerpatienten des CAS gehören ca. 100 Diabetiker, Rheumakranke sowie Bluthochdruckpatienten, deren permanente Versorgung mit Medikamenten erst durch die Apotheker ohne Grenzen ermöglicht wurde. Genaue Bedarfsermittlung, zuverlässige Qualität und Wirtschaftlichkeit standen dabei an oberster Stelle.
Den Qualitätsansprüchen wird der mexikanische Markt oft nicht gerecht. Ende 2006 konnte erstmals eine große Arzneimittellieferung aus Deutschland für das CAS und Justicia y Amor nach Mexiko importiert werden. Eine Mitarbeiterin der Apotheker ohne Grenzen überwachte das Abfüllen und Etikettieren der Bulkware. Für die Portionierung der Medikamente beschafften die Apotheker ohne Grenzen mehr als 35.000 arzneimittelgerechte Behältnisse.
Mit der Bereitstellung des Bedarfs an Medikamenten für 2007 endete das Engagement der Apotheker ohne Grenzen für das CAS, nachdem sich die Situation des Projekts hinsichtlich der personellen Besetzung im CAS und der Bevölkerungsstruktur im Viertel geändert hatte.
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