Wie und wo wir helfen

Argentinien

Die Hilfe der Apotheker ohne Grenzen in Argentinien ist vielseitig: In verschiedenen Orten und Projekten stehen die Versorgung mit Arzneimitteln, der Bau funktionsfähiger Apotheken in Gesundheitszentren, Zahnhygieneprojekte für Kinder sowie Schulungen und Ausbildung im Gesundheitsbereich auf dem Programm.

Ende Februar 2008 wurde das Gesundheitssystem der Provinz Buenos Aires vom Gouverneur als „administrativer Notfall“ eingestuft, es läuft Gefahr zu kollabieren. Die Kindersterblichkeit ist 2007 wieder gestiegen, viele Schwangerschaften werden nicht oder zu spät kontrolliert, es gibt viele Frühgeburten und untergewichtige Kinder.

Die Wirtschaftskrise von 2002 hatte Argentinien radikal verändert. Der einst reichste Staat Lateinamerikas war plötzlich bankrott. Viele Bürger der Mittelschicht fanden sich plötzlich ohne Erspartes und ohne Arbeit wieder. Die Zahl der Krankenversicherten hat stark abgenommen. „Schwarze Jobs“ bieten keinen Versicherungsschutz. Für Arztbesuche und Medikamente fehlen vor allem Familien mit Kindern die finanziellen Mittel. Die wirtschaftliche Erholung erreichte die ärmeren Schichten nicht.

Im Viertel „General San Martin“ in der Provinz Buenos Aires leben ein Drittel der 14-Jährigen unter der Armutsgrenze. Fast die Hälfte der Bevölkerung hat nicht mehr als sieben Jahre die Schule besucht. Mehr als zwei Drittel haben keine Krankenversicherung.

Trinkwasseranschlüsse sind improvisiert. Probleme mit der Abwasser- und Müllentsorgung sind an der Tagesordnung. AIDS- und Tuberkulosefälle nehmen zu. Drogenhandel und -konsum haben den gesamten Distrikt unsicher gemacht.

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