Wie und wo wir helfen

Zyklon Sidr Bangladesch

Im  November  2007 verwüstete der Zyklon Sidr weite Landstriche im Golf von Bengalen. In Bangladesch waren 6,5 Millionen Menschen betroffen. 3.500 Tote waren zu beklagen, die Reisernte wurde vernichtet, das Trinkwasser verseucht.

Aufgrund der Nachbarschaft zu Indien hat sich der pharmazeutische Markt in Bangladesch in den letzten Jahren erstaunlich gut entwickelt. Doch an Fachpersonal für den fachgerechten Umgang mit Arzneimitteln mangelt es gerade in Krisenzeiten besonders.

Eine Mitarbeiterin der Apotheker ohne Grenzen  versorgte gemeinsam mit einem vierköpfigen Ärzteteam der deutschen Hilfsorganisation humedica die Überlebenden der Katastrophe im Distrikt Barguna. Er zählte zu den neun Distrikten, die am stärksten betroffen waren. Das Team konnte bis  zu 260 Patienten pro Tag behandeln. Zu den häufigsten Beschwerden zählten Atemwegs- und Hauterkrankungen sowie Schnitt- und Brandverletzungen. 

Zum Einsatz kamen dabei sowohl vor Ort gekaufte Medikamente als auch Emergency Health Kits aus Deutschland. Mit Hilfe von Dolmetschern erklärte die Pharmazeutin von Apotheker ohne Grenzen die korrekte Einnahme der Arzneimittel. Gerade für in dieser Region kaum bekannte Darreichungsformen wie Sprays ist die fachgerechte Anleitung der einheimischen Kräfte unverzichtbar.

Als lokale Partner fungierten die Organisation Koinonia und die Fareea Lara Foundation. Sie übernahmen auch die Anmeldung der Patienten. Flutkatastrophen sind am Golf von Bengalen keine Seltenheit. Mit dem Bau von speziellen „Cyclone-Shelters“ und der Entwicklung eines Frühwarnsystems konnten die lokalen Behörden die Zahl der Todesopfer im Vergleich zu früheren Fluten deutlich senken.

Doch der Klimawandel hat die Häufigkeit der Hochwasser deutlich erhöht. Die Deiche sind zu niedrig, sie bieten nicht mehr ausreichend Schutz. Bei einer neuen Flut besteht schnell wieder die Gefahr für Typhus- und Choleraerkrankungen aufgrund von verseuchtem Trinkwassers.  Das Brunnenwasser weist in Bangladesch häufig eine starke Arsenbelastung auf.

Dem Hilfsteam fielen Hauterkrankungen mit schwarzen Flecken an Beinen und Füssen auf, die evtl. durch die Arsenbelastung verursacht werden.

 

 

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