Wer wir sind

Chronik

Ihren pharmazeutischen Sachverstand für Menschen in Not einzusetzen war das Ziel der 37 Apothekerinnen und Apotheker, die im Jahr 2000 die Apotheker ohne Grenzen Deutschland e.V. ins Leben riefen. Den Impuls zur Vereinsgründung gab ein in Mexiko tätiger deutscher Apotheker.

2001 betreuten die Apotheker ohne Grenzen die Hilfsapotheke im Kloster Barticesti in Rumänien. Der Blick auf die Erfahrungen der französischen Partner und engagierter Kollegen weltweit half, die nächsten Projekte starten zu können: Die Patientenversorgung in Mexiko, den Bau eines Gesundheitszentrums in Argentinien oder den Ankauf von Arzneimitteln für Tansania als langfristige Projekte, deren Intention die Verbesserung von Strukturen in der Gesundheitsversorgung ist.

Der erste Notfalleinsatz der Apotheker ohne Grenzen galt den Opfern des Erdbebens in Indien 2001.  Nach dem Tsunami im Dezember 2004 wechselten sich zahlreiche Teams mit ehrenamtlich arbeitenden Pharmazeuten an den Küsten Sri Lankas ab. Maßnahmen zum Wiederaufbau der zerstörten Infrastruktur des Landes folgten.

Pharmazeutisches know-how ist dabei nicht nur für die Versorgung der Patienten mit Medikamenten gefragt, sondern leider oft auch für die Entsorgung von Arzneimittelspendenmüll. 2006 mussten beispielsweise nach dem Erdbeben in Indonesien 50 Tonnen unbrauchbare Medikamente fachgerecht entsorgt werden; 2008 wurden in Myanmar bereits abgelaufene Arzneimittel entsorgt.

Qualität und Sicherheit sind auch die Ziele von IMPACT, einer Kampagne der WHO gegen Arzneimittelfälschungen. Seit 2006 beteiligen sich die Apotheker ohne Grenzen an dieser Initiative und informieren über den enormen Zuwachs an Fälschungen weltweit.

Seit 2007 unterstützt die Geschäftsstelle die Arbeit des Vorstands und der Projektkoordinatoren. Die Zahl der Vereinsmitglieder ist inzwischen fast um das Zwanzigfache gestiegen. Mittlerweile engagieren wir uns langfristig in Argentinien, Mexiko, Moldau, Nepal, Sri Lanka und Tansania und blicken auf vielfältige Erfahrungen der Notfalleinsätze in Indien, Sri Lanka, Pakistan, Indonesien, Bangladesch, Kenia, Myanmar und Haiti zurück.

Pressestimmen

Einen Einblick in die Entwicklung des Vereins geben die folgenden Pressestimmen:

"Hilfe für die Einwohner von Coxcatalán" (pdf)
Pharmazeutische Zeitung 29. August 2002

"Wir werden immer professioneller" (pdf)
Ärztezeitung/Apotheker Plus 20. Juni 2009

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