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Myanmar - Medizinische Hilfe für die Opfer des Zyklons Nargis Notfallmission AoG & LandsAid |
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22.05.08 Apothekerin Dietlinde Kerber aus Frankfurt
am Main übernimmt ab 22. Mai die Aufgabe als zentrale Koordinatorin in
unserem gemeinsamen Einsatz mit LandsAid.
Die Zahl der Betroffenen des furchtbaren Zyklons "Nagris" ist immer noch unklar. Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass an die 100.000 Menschen ihr Leben verloren haben und bis zu 2 Mio. heimatlos geworden sind. Jetzt drohen Infektionskrankheiten, hervorgerufen durch verseuchtes Trinkwasser. Mehrere 100.000 Menschen müssen dringend mit Trinkwasser, Lebensmitteln und Medikamenten versorgt werden. Es hat bereits eine Landflucht eingesetzt - Menschen aus dem Iraawaddi-Delta machen sich auf den Weg in die Stadt, in der Hoffnung auf Versorgungschancen. Die Hilfe läuft aufgrund der schwierigen Umstände insgesamt nur schleppend an. Viele Spender sind in Sorge, dass die Hilfe nicht ankommt, und die Folge ist mangelnde Spendenbereitschaft. Die Apotheker ohne Grenzen und ihre Partnerorganisationen Arche Nova e.V. und LandsAid haben eine funktionierende Hilfsstruktur im Land aufgebaut. Ein erstes medizinisches Kit - teilweise gespendet von "Action Medeor e.V."- mit ca. 900kg Medikamenten konnte bereits auf verschiedene Stellen aufgeteilt werden. Medikamente sind weiterhin Mangelware. Selbst die Vereinten Nationen verfügen nicht über genug Bestand in Myanmar, der Nachschub ist schwierig. Hans Musswessels konnte in den vergangenen Tagen mehrere Verteilungen von Lebensmitteln organisieren und durchführen. 14.05.08 AoG-Erkundungsteam in Rangun Über 10 Tage nach der Katastrophe in Myanmar gelingt es ausländischen Helfern kaum zu den Opfern des Zyklons ins Irrawaddy-Delta vorzudringen. Seit heute bemüht sich Hans Musswessels, Projektleiter eines medizinischen Teams der Apotheker ohne Grenzen Deutschland und LandsAid, in Rangun um eine Genehmigung der Militärs. Nur mit der Zustimmung der Regierung können die deutschen Ärzte, Apotheker und Rettungssanitäter endlich in die am stärksten betroffenen Gebiete vordringen. Die Lage im Delta ist weiterhin dramatisch: Während die Schäden des Zyklons „Nargis“ noch nicht zu überblicken sind, droht der notleidenden Bevölkerung nach Angaben des Meteorologie-Zentrums der Vereinten Nationen bereits ein weiterer Wirbelsturm. Die Zahl der Toten und Vermissten schwankt zwischen 30.000 und 100.000, kaum zu zählen sind Obdachlose und Verletzte. Kinder, alte und geschwächte Menschen hat der Zyklon besonders hart getroffen: Windgeschwindigkeiten von über 200 Kilometer pro Stunde hatten sie nichts entgegenzusetzen. Menschen mit empfindlichem Immunsystem sind den Risiken der mangelnden Trinkwasserversorgung und Seuchengefahr besonders ausgesetzt. Einsatzleiter Muswessels kann die guten Kontakte der Partnerorganisation Arche Nova aus Dresden vor Ort nutzen, deren Mitarbeiter bereits in einem Kloster bei Yangun mit der Verteilung von Hygieneartikeln begonnen haben. „Wir konnten gestern ca. 50 km das Deltagebiet südwestlich von Rangun fahren um dort ein beschädigtes buddhistisches Kinderheim aufzusuchen. Drei Kinder starben beim Zusammenbruch des Daches während des Sturmes. Viele der 180 Kinder im Heim sind noch von den Erlebnissen und dem Tod ihrer Freunde traumatisiert“, berichtet ein Mitarbeiter von Arche Nova. Selbst Nichtregierungsorganisationen, die bereits seit langem in Myanmar arbeiten, könnten bisher nur lokales Personal in die betroffenen Gebiete entsenden. Die lokalen Strukturen reichen jedoch nicht aus, um effektiv die dringend benötigte Hilfe an die Menschen zu bringen. Zwar akzeptiert die Militärregierung inzwischen die Einfuhr von Hilfsgütern, sie verweigert aber auch weiterhin ausländischen Helfern den Zugang in die Krisengebiete. „Unser Hilfsteam wartet stündlich auf grünes Licht. Wir wollen die wertvollen Arzneimittel und medizinischen Hilfsgüter nicht einfach der Regierung übergeben “, sagt Ulrich Brunner, Erster Vorsitzender von Apotheker ohne Grenzen. „Ohne fachkundige Anleitung zur Einnahme nützt das beste Medikament nichts. Vor Ort werden einsatzerfahrene Pharmazeuten gebraucht“, so Brunner weiter. Ein „Emergency Health Kit“ von action medeor mit essenziellen Medikamenten zur Versorgung von 1000 Patienten ist bereits in Rangun.
AoG stellt 35.000 Euro
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Letzte Aktualisierung: 22/05/2008 |
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