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Republik Moldau - Hilfe für die Kinder in
einem vergessenen Land Chisinau, Calarasi, Vulcanesti |
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Im Januar 2005 begleiteten deutsche Apotheker
einen ersten Medikamenten-Transport in die Republik Moldau. Zwei
Einrichtungen erhielten essenzielle Arzneimittel im Wert von circa 3.500
Euro: die Augenklinik des Kinderkrankenhauses Cotsaga in Chisinau sowie
das Kreiskrankenhaus Calarasi. Im Juni reisten ehrenamtliche Mitarbeiter
erneut in das ärmste Land Europas, um die Lagerung und die Verwendung der
gelieferten Medikamente zu kontrollieren und weitere Hilfsprojekte zu
evaluieren. Es stellte sich heraus, dass eine große Diskrepanz zwischen
der Versorgung in der Hauptstadt Chisinau und den ländlichen Regionen
besteht. Die Apotheker ohne Grenzen werden daher in Zukunft verstärkt
regionale Gesundheitseinrichtungen beliefern und weniger in der Hauptstadt
tätig sein. Dabei liegt der Schwerpunkt auf folgenden Projekten: Die
Unterstützung der regionalen Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen in
Calarasi und Vulcanesti mit pharmazeutischer Ausstattung und Know-how,
Beteiligung am Home-Care-Projekt der Caritas Moldau, Zusammenarbeit mit
dem Kinderkrankenhaus Cotsaga in Chisinau. Die einzige Fachklinik im Land
erhält auch weiterhin Augenarzneimittel sowie Antibiotika, Kortikoide und
Anästhetika. Zudem unterstützen die Apotheker ohne Grenzen das Haus mit
Blutzuckermessstreifen für 400 zuckerkranke Kinder. Parallel kooperieren
die Apotheker ohne Grenzen mit der französischen Kinderärzteorganisation
Pédiatres du Monde (PDM). In einem Pilotprojekt erhalten Kinder mit
Mukoviszidose Pankreas-Enzyme und Antibiotika. Zudem engagieren sich die
Apotheker bei der Ausbildung von pharmazeutisch-technischen Assistenten an
der Medizinischen Fachhochschule Chisinau. Die Schule erhält Geräte,
Chemikalien und Diagnostika für das Ausbildungslabor. Das lokale Büro der
Apotheker ohne Grenzen in Chisinau befindet sich seit Jahresanfang in
größeren Räumlichkeiten. Der Verband betreibt das Büro gemeinsam mit der
moldauischen Partnerorganisation „Ajutor Copiilor“ (Hilfe für Kinder)
sowie PDM. Hintergrund Rund 55 Prozent der moldawischen Bevölkerung haben keinen Zugang zu medizinischer Versorgung. Das Arzneimittelbudget des Gesundheitsministeriums beträgt pro Einwohner und Jahr knapp 70 Cent. Unter der in den letzten Jahren immer größer werdenden wirtschaftlichen Not leiden die Kinder am meisten. Über 8 Prozent der Kinder leiden unter einer chronischen Mangelernährung. Die Sterblichkeitsrate von Kindern unter 5 Jahren ist doppelt so hoch wie in Zentraleuropa. Den Krankenhäusern fehlen lebensnotwendige Medikamente, Baby- und Spezialnahrung. In Waisenhäusern und Behindertenheimen ist die Situation oft dramatisch. Hier erfahren Sie mehr über unsere Arbeit im Nachbarland Rumänien.
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Letzte Aktualisierung: 09/2005 |
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